Nutzfahrzeugmesse auf Rekordkurs

Die NUFAM 2023 vermeldet bereits etliche Wochen vor dem Start eine Rekordbeteiligung bei den Ausstellern. Inhaltlich widmet sich die Messe stark den alternativen Antrieben.

Rund 420 bis 450 Aussteller sollen in diesem Jahr ihre Produkte und Lösungen auf der NUFAM zeigen. Im vergangenen Jahr waren es noch gut 350. Bild: Jens Arbogast
Rund 420 bis 450 Aussteller sollen in diesem Jahr ihre Produkte und Lösungen auf der NUFAM zeigen. Im vergangenen Jahr waren es noch gut 350. Bild: Jens Arbogast
Tobias Schweikl

Zum inzwischen achten Mal findet vom 21. bis 24. September 2023 die „NUFAM – die Nutzfahrzeugmesse“ in Karlsruhe statt. Und der Veranstalter erwartet eine Rekordausgabe. „Mit 420 bis 450 Ausstellenden wird die NUFAM die bislang größte ihrer Geschichte“, legt sich Jochen Bortfeld, Projektleiter der NUFAM, bereits etliche Wochen vor dem Termin fest. Zum Vergleich: 2021 informierten sich noch rund 22.000 Besucherinnen und Besucher über vier Tage bei gut 350 Ausstellern.

Den Interessierten wird in diesem Jahr auf rund 50.000 Quadratmeter Hallenfläche und weiteren 30.000 QuadratmeterFreigelände- und Sonderausstellungsfläche ein breites Angebot rund ums Thema Nutzfahrzeuge geboten. Darunter finden sich Liveformate wie der Demo-Park mit Präsentationen der Aussteller ebenso wie die Kommunalmeile mit einem Fahrzeugspektrum für den öffentlichen Bedarf sowie das erweiterte Angebot von Probefahrten für Besucher.

Ein inhaltlicher Schwerpunkt soll das Thema alternative Antriebstechnologien werden. Der Veranstalter erwartet etliche Anbieter alternativer Ladeinfrastrukturen und Versorger, darunter Hersteller von Wasserstofftankstellen und Elektroladestationen. Aber auch synthetische Kraftstoffe sollen thematisiert werden.

Dazu nimmt Baden-Württembergs Minister für Verkehr, Winfried Herrmann, im Rahmen der Messeeröffnung am 21. September an der Podiumsdiskussion zum Thema „Klimaneutraler Transport auf der Straße“ teil. In neun Kurzvorträgen werden am Samstag, 23. September, beim „Forum Ladeinfrastruktur“ diverse Facetten des Themas beleuchtet (siehe Kasten).

Um Lkw-Fahrerinnen und -fahrer geht es hingegen im Hauptforum in der Aktionshalle. Das Konzept Ladungssicherung steht etwa am Samstag, 23. September, im thematischen Mittelpunkt. Der Königsberger Ladungssicherungskreis (KLSK) bietet von 10:30 Uhr bis 16:15 Uhr vier Vorträge zum Thema „Falsche Lastverteilung und ihre möglichen Folgen“ an. Die Vorträge werden als Teamteaching durchgeführt und dauern jeweils etwa 75 Minuten. Der KLSK ist ein gemeinnütziger Verein mit mehr als 350 Mitgliedern aus Deutschland und Europa.

Forum Verkehrssicherheit

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Etikettendrucker für Lager und Logistik

Am Sonntag, 24. September, moderiertNutzfahrzeugjournalist Thomas Rosenberger das Hauptforum. Im thematischen Mittelpunkt steht dabei die Verkehrssicherheit. Im Rahmen der drei Diskussionsrunden im Truck Driver-Forum sprechen Experten über die, teilweise auch krankheitsbedingten, Ursachen sowie Folgen von Unfällen und geben Ratschläge, wie sich deren Gründe bekämpfen lassen – seien es Auffahrunfälle auf der Autobahn oder Kollisionen mit Radfahrern beim Rechtsabbiegen in den Städten.

Die volle Bandbreite der Nutzfahrzeuge zeigt sich bei den Fahrzeugpräsentationen im NUFAM Demo-Park. Namhafte Hersteller präsentieren dort ihre neuesten Fahrzeuge in Aktion. Spannend und lehrreich wird es am Samstag bei der Rettungskette. Hier wird gezeigt, wie verschiedene Partner bei einem Lkw-Unfall zusammenarbeiten. Als ein weiteres Highlight zeichnet der Profi-Drifter Alex Gräff im Demo-Park mit seinem Rennwagen Donuts auf den Asphalt.

Rund um das Thema Fahrzeugkontrollen steht auf der NUFAM auch der Straßenkontrolldienst (SKD) des Bundesamts für Logistik und Mobilität BALM bereit. Die Verkehrsüberwacher präsentieren auf der Messe zwei Kontrollfahrzeuge. Hier kann man Fragen stellen und sich über die neuesten Techniken wie das Projekt „SKD-Digital“ informieren. Bei SKD-Digital wurden Einsatz und Zusammenspiel verschiedener Sensoriksysteme und Verfahrenssoftware untersucht. DieTechnologien sollen Auffälligkeiten bereits während der Vorbeifahrt erkennen und so Standzeiten der Lkw verringern.

Nicht zuletzt trägt der HUSS-VERLAG mit Unterstützung von BPW Bergische Achsen KG auf der Plattform nfz-messe.com zum medialen Geleit der Rekordausgabe der Veranstaltung bei. ts/jr

Forum: Ladeinfrastruktur

In neun kurzen Vorträgen geht es am Samstag, den 23. September, um batterieelektrische Antriebe, Wasserstoff und E-Fuels. Das Forum will Entscheidungshilfen dazu geben, wie in alternative Antriebe investiert werden sollte. Die Veranstaltung ist Teil des kostenlosen Rahmenprogramms für alle Messebesucher. Sie beginnt um 10:30 Uhr und endet voraussichtlich um 12:45 Uhr. Die Redner stehen anschließend für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung.

Der erste Beitrag schildert die Fortschritte beim Aufbau der Ladeinfrastruktur für batteriebetriebene Lkw aus der Sicht der Volvo Group Trucks. Nach dem Vorbild von Tesla sind hier die Hersteller endlich selbst tätig geworden und investieren in eigene öffentliche Tankstellen.

Ein weiterer Vortrag widmet sich den Ladesäulen auf dem Betriebshof. Mirko Wendler, Mitglied der Forschungsgesellschaft für Straßenverkehrstechnik, macht auf Stolperfallen aufmerksam und gibt Tipps für die Investition in die eigene Stromtankstelle.

Anschließend referiert Rebecca Heckmann von der Elexon GmbH über die Wirtschaftlichkeit der E-Mobilität in der Last-Mile-Logistik. Elexon ist ein Systemintegrator für Ladelösungen und klimaneutrale Mobilität.

Der vierte Referent ist Thomas Weidinger von WEX Europe. Er beantwortet die Frage, wie man gemischte Fuhrparks in Zukunft am besten mit Energie versorgt. WEX Europe ist einer der größten Anbieter von Tankkarten in Europa.

Als Alternative zu WEX positioniert sich danach Dennis Moritz von der JITpay Group. Sein Vortrag beleuchtet die effiziente Nutzung externer Ladeinfrastrukturen mit der Hybrid-Tankkarte von JITpay.

Im sechsten Programmpunkt geht es um das Thema Wasserstoff. Dennis Wetzig von der Air Products GmbH erklärt, wie sich Fahrzeugflotten schrittweise umstellen lassen. AirProducts ist ein Anbieter von Komplettlösungen rund um den Energieträger Wasserstoff.

Ein weiteres Highlight ist der Beitrag der GP Joule Connect GmbH, der von Ladeinfrastruktur für E-Mobilität und Wasserstoff im Schwerlastverkehr handelt. GP Joule Connect hilft beim Implementieren von Projekten im Bereich der neuen Mobilität.

Ulrich Knöll von der Inlocon AG zeigt in seinem Vortrag auf, welche Unternehmen als Lieferanten für die Ladeinfrastruktur in Betracht kommen. Inlocon betreibt diverse Fachportale, die sich auf verschiedene Beschaffungsmärkte konzentrieren.

Andreas Deul von der Wirtz Energie und Mineralöl GmbH erklärt anschließend, wie mit E-Fuels eine intelligente Verkehrswende herbeigeführt werden kann. Sein Unternehmen ist unter anderem Lieferant von Kraftstoffen auf Basis nachwachsender Rohstoffe.

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Seite 12 bis 13 | Rubrik Märkte & Trends