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Wie Düsseldorf die Luft verbessern will

Masterplan „Green City Mobility“ veröffentlicht: Eine Reihe integrierter Maßnahmenpakete für den Verkehr soll die Luftqualität der Rheinmetropole in drei Jahren nachhaltig verbessern.

Transporter und Lieferwagen verursachen in Düsseldorf nur einen kleinen Teil der verkehrsbedingten C02-Emissionen. Die Tendenz ist aber steigend. Bild: m.mphoto/Fotolia
Transporter und Lieferwagen verursachen in Düsseldorf nur einen kleinen Teil der verkehrsbedingten C02-Emissionen. Die Tendenz ist aber steigend. Bild: m.mphoto/Fotolia
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Tobias Schweikl

Die Stadt Düsseldorf hat unter der Leitung des Amts für Verkehrsmanagement gemeinsam mit der Rheinbahn AG, der Stadtwerke Düsseldorf AG und dem Fraunhofer IML einen Masterplan „Green City Mobility“ erarbeitet. Es sollten Kurzfristmaßnahmen ermittelt und priorisiert werden, die das Potenzial haben, die NO2- beziehungsweise NOx-Belastung im Innenstadtgebiet zu reduzieren.

Für die Logistik interessant: Laut dieser Untersuchung beträgt in Düsseldorf der Anteil von Lieferwagen und Lkw am Kfz-Aufkommen nur rund acht Prozent. Der überwiegende Anteil der Fahrzeuge sind Pkw. Rund 60 Prozent der Erwerbstätigen in Düsseldorf gelten als Berufseinpendler.

Die Lieferwagen zeigen insgesamt aber eine wachsende Bedeutung. Rund 15.500 Fahrzeuge bis 3,5 Tonnenzulässiges Gesamtgewicht (zGG) waren in 2017 in Düsseldorf zugelassen. Dies sind rund acht Prozent mehr als im Vorjahr. Knapp 93 Prozent davon sind mit einem Dieselantrieb ausgestattet,etwa sechs Prozent mit Benzinmotoren. Alternative Antriebe haben mit 1,5 Prozent eine geringe Bedeutung. Im Unterschied zu gewerblichen Pkw sind Euro-6-Konzepte bei den Diesel-Lieferwagen wenig verbreitet (circa vier Prozent). Die meisten Lieferwagen sind der Schadstoffgruppe Euro5 zugeordnet (rund 60 Prozent). Die Erhöhung der Euro-6-Anteile in diesem Segment kann daher wesentlich zur NOx-Reduktion beitragen.

 


Kaum elektrische Lieferwagen

 

In Düsseldorf waren im Jahr 2017 nur 35 Lieferwagen mit einem rein batterieelektrischen Antrieb registriert, genauso viele wie schon in den Jahren 2015 und 2016. Der Anteil der Düsseldorfer Lieferwagen mit Elektroantrieb liegt bei 0,2 Prozent.

Laut der Studie haben im Kontext des urbanen Lieferverkehrs die leichten Lastkraftwagen (3,5 bis 12 t zGG), die schweren Lastkraftwagen (ab 12 t zGG) sowie die Sattelzugmaschinen (SZM) gegenüber den Lieferwagen bis 3,5 Tonnen zGG eine vergleichsweise geringe Bedeutung. Rund 2.800 Lkw und SZM waren 2017 in Düsseldorf registriert. Davon haben 99,1 Prozent einen Dieselmotor. Sechs leichte Lkw in Düsseldorf haben einen Elektroantrieb.

In den vergangenen Jahren hat die Bedeutung der Euro-6-Dieselfahrzeuge leicht zugenommen. Die Euro-Klassen verteilen sich für Lkw in 2017 wie folgt: circa 42 Prozent Diesel Euro4 und schlechter, 36 Prozent Diesel Euro5 und 22 Prozent Diesel Euro6. Eine Erhöhung der Euro-6-Anteile in diesem Segment ist für die Verbesserung der Luftqualität im Stadtgebiet ebenfalls relevant.

 


Konkrete Ansätze

 

Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen im Masterplan gehören Elektrobusse bei der Rheinbahn, Mobilstationen in Stadtquartieren, eine zentrale Mobilitätsplattform, die Beschleunigung des ÖPNV durch Digitalisierungsmaßnahmen, der Lückenschluss im Fahrradnetz oder der Ausbau der Ladeinfrastruktur, unter anderem auf Park & Ride-Parkflächen. Für die kommenden drei Jahre wird der Investitionsbedarf dafür auf rund 145 Millionen Euro geschätzt.

Darüber hinaus wurden im Projekt sieben innovative Zukunftsbilder für die Personen- und Gütermobilität der Zukunft erstellt. Die Zukunftsbilder dienen als Grundlage für die weitere strategische Mobilitäts- und Verkehrsplanung der Landeshauptstadt und sollen durch den Mobilitätsplan Düsseldorf räumlich konkretisiert werden.

Der Masterplan war gemäß den Vorgaben des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) zu erarbeiten und wurde von diesem auch finanziert. ts

Bilder: AdobeStock/Mphoto

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Artikel Wie Düsseldorf die Luft verbessern will
Seite 25 | Rubrik Märkte & Trends
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