Virtual Reality im Wald

Mit der neuen Generation der Ladekransteuerung LOGLIFT HiVision setzt Hiab auf Verbesserungen bei der Virtual-Reality-Brille sowie mehr Ergonomie bei den Joysticks.

Der Lkw-Fahrer steuert den Ladekran vom Fahrerhaus aus per VR-Brille. Bild: Hiab
Der Lkw-Fahrer steuert den Ladekran vom Fahrerhaus aus per VR-Brille. Bild: Hiab
Tobias Schweikl

Die kamerabasierte Ladekransteuerung „LOGLIFT HiVision“ per Virtual-Reality(VR)-Brille ist bereits seit einiger Zeit auf dem Markt bekannt und wird laut Anbieter Hiab von vielen Kunden auch angenommen. Über das System lässt sich der Ladekran bequem und sicher aus dem Lkw-Fahrerhaus heraus bedienen. Der Lenker erhält das dazu gehörende Kamerabild auf eine sogenannte Virtual-Reality-Brille eingespielt. Das System wurde von dem schwedischen Kranhersteller nun weiterentwickelt.

Noch höhere Auflösung

Die neue HiVision-Generation, welche ab August 2020 in Deutschland bestellbar sein soll, erhält eine komplett überarbeitete VR-Brille von Oculus. Die Bilder der Kameras werden dann mit einer noch höheren Auflösung angezeigt. Die Oculus-Brillen wurden eigentlich für Videospiele entwickelt und sind deshalb zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis erhältlich.

Auch die Kameras der VR-Ladekransteuerung wurden weiterentwickelt. Die Hauptkamera ist nun an einem ausfahrbaren Teleskop befestigt, anstelle einer Klappmechanik. Der Verzicht auf die Gelenke der Klappmechanik soll Verschleiß und Vibration reduzieren. Zudem lässt sich die Kamera nach Bedarf in der gewünschten Höhe positionieren. Damit reagiert der Hersteller auf das Feedback, dass die Kamera bei tiefhängenden Ästen in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. In der Transportposition ist sie im Gehäuse komplett geschützt.

Seit dem letzten HiVision-Update hat der Bediener nun zudem die Möglichkeit, sich eine virtuelle Sonnenbrille aufzusetzen. Je nach Bedarf und persönlichem Empfinden kann das Sichtfeld per Knopfdruck verdunkelt werden. Das Feature ist individuell einstellbar in Größe und Transparenz. Auch diese Neuerung beruht laut Hiab auf dem Feedback der Kunden.

Die neu erhältlichen, kleineren Joysticks sind bei einem Kunden bereits im Einsatz. Durch die verbesserte Ergonomie sollen sie einer Überbelastung der Arme vorbeugen. Außerdem sollen sie dem Fahrer noch mehr Komfort bieten. Zudem steigerten sie die Effizienz, so Hiab. Der Kran ließe sich damit noch schneller bedienen. HiVision ist flexibel und orientiert sich an den Bedürfnissen der Fahrer. Aus diesem Grund ist es nun möglich, den Kran auch vom Boden aus zu bedienen. In einigen Situationen bietet dies viele Vorteile: Bei der Bedienung der Stützbeine in kritischem Gelände, beim Entladen durch Externe, da der Kran, ohne den HiVision-Rechner hochfahren zu müssen, schnell vom Fahrzeug weggedreht werden kann, sowie um den Kran beim Abschmieren anzuheben, da auch hier nicht der Rechner hochgefahren werden muss.

Weiterentwicklung

Die Möglichkeit der Fernsteuerung vom Boden sei somit laut Hiab die logische Ergänzung zu HiVision. Per Knopfdruck kann auch das Sichtfeld vergrößert werden. Mit dem Zoom lassen sich Markierungen am Holz eindeutig erkennen.

Keine Neuerung, aber sehr bewährt sind die Ventile, die bei den LOGLIFT-Forstkranen verbaut sind. Modernste Technik im Stützbein durch Ohlsbergs Q200 LS sowie das Kran-Steuerventil Ohlsberg Q300 LS. ts

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Artikel Virtual Reality im Wald
Seite 39 | Rubrik Test + Technik