Fahrbericht Ford Transit/Tourneo Courier: Ein Van für alle Fälle

Johannes Reichel

Einer für alle - das könnte der neue Ford Transit Courier sein, der als edler Kombi in Bicolor-Lackierung und Cactus-Grün sogar einen auf Land Rover macht und lifestylig rüberkommt, wie sonst allenfalls der VW ID.Buzz. Könnte Kult werden, die neue "Kiste" aus Köln/Dunton. Zwei Paletten oder fünf Personen bekommt man kaum preiswerter und geräumiger befördert - und dabei grundsolide und mit agilem Handling, gutem Komfort und hohem Niveau an Assistenz und ordentlichem Infotainment sowie Konnektivität. Seinem großen Bruder Connect - ein VW-Caddy-Derivat - hat er vor allem eines voraus: Ab Ende 2024 kommt auch eine reine Elektrovariante, die über 350 Kilometer Reichweite bieten dürfte und für City-Logistiker wie für umweltbewusste Personentransporteure spannend wird, im wahrsten Sinne des Wortes.

 
Gibt sich die Kante: Mit Anleihen beim Ford Explorer oder Range Rover setzt der neue Courier komplett eigene Akzente - bis hin zu den frechen "Power-Domes", die man beim Mustang Mach-E entlehnt. | J. Reichel
Gibt sich die Kante: Mit Anleihen beim Ford Explorer oder Range Rover setzt der neue Courier komplett eigene Akzente - bis hin zu den frechen "Power-Domes", die man beim Mustang Mach-E entlehnt. | J. Reichel
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In Summe seiner Eigenschaften, das legt schon der erste Fahreindruck nahe, dürfte der kleine Kasten eine Art "perfect Match" für viele Zwecke darstellen. Dass sich beim Kombi und Tourneo die Rückband nur falten, aber nicht entfernen lässt, ist schade, aber drückt die Kosten. Und dass es ihn als Tourneo nur in einer einzigen Motorvariante gibt, als 1,0-Liter-Ecoboost-Benziner mit 125 PS, ist insofern kein Schaden, als das moderne Aggregat geschmeidig, leise und elastisch läuft, mit Verbräuchen um die 7 l/100 km halbwegs Maß hält und mit dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe zudem eine sportive und komfortable Note in die sonst karge Klasse bringt. Den etwas weniger, aber noch immer ausreichend kultivierten Diesel bekommt man dann zusätzlich nur im Kastenwagen. Die maximale Reduktion der Varianten und der Ausstattungen bringt vor allem einen Vorteil: Günstige Preise. Ab 18.550 Euro Netto geht's im Kasten los, mit 25.000 Euro Brutto ist der Tourneo das aktuell günstigste Ford-Modell am Markt. Und dafür bekommt man jede Menge Auto fürs Geld. Und ab Ende 2024 dann auch ohne Emission, dafür mit Emotion.