Leserwahl: LOGISTRA best practice

Logistra best practice: Innovationen 2020

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Bestimmen Sie die interessantesten Innovationen 2020


Was sind die spannendsten Innovationen 2020? Was könnte für die Logistik Effizienzgewinne und Einsparpotenziale eröffnen? Worauf haben Lager-, Versand- und Fuhrparkverantwortliche vielleicht sogar schon lange gewartet? Diese Fragen stellen sich in jedem Teil der Warendistribution – vom Lager über den Versand bis hin zum Transport. Und LOGISTRA will sie mit der Leserwahl „LOGISTRA best practice: Innovationen 2020“ beantworten. Die Redaktion stellt deshalb 24 innovative Produkte und Lösungen in acht Kategorien (4x Intralogistik und 4x Fuhrpark) zur Wahl. Die Wahl findet 2020 bereits zum vierten Mal statt.


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Die Abstimmung endet am 01. September 2020 um 24 Uhr.

Die Regeln:

  • Sie müssen sich in jeder Kategorie für einen Favoriten entscheiden.
  • Sie können in jeder Kategorie nur einen Favoriten nennen.
  • Sie können pro User nur 1x abstimmen.

Nominiert in der Kategorie „AutoID“:
Eine automatische Volumenberechnung hat der Kameraspezialist Dallmeier entwickelt. 3D-Videosysteme vermessen beim „Dallmeier Messterminal“ die Volumina der Frachtgüter laut Hersteller nahezu verzögerungsfrei beim Vorbeifahren mit dem Gabelstapler. Dabei kann man einen bereits bestehenden Fahrweg als Messstrecke definieren. Mit dem System lässt sich eine hohe Anzahl von Frachtgütern vermessen. Dabei gilt es nicht nur, Fehl- oder Falschangaben zu identifizieren, sondern vor allem auch die Prozesse möglichst zeitsparend zu gestalten und andere wichtige Arbeitsabläufe nicht zu beeinträchtigen. Neben der Zeitersparnis sind weitere Vorteile die optimale Ausnutzung der Ladekapazitäten, Plausibilitätsprüfungen gegen Solldaten oder auch abgestimmte Ein- und Auslagerstrategien.
Der Handrückenscanner „HyWEAR compact“ von Feig Electronic ist ein hybrides Barcode- und RFID-Wearable, das beidhändiges Arbeiten ermöglicht und so logistische Prozesse effizienter und ergonomischer machen soll. Es vereint RFID- und Barcode-Identifikation in einem Gerät. Dadurch soll das ständige Aufnehmen, Ablegen und Mitführen unterschiedlicher Geräte entfallen. Der Hersteller spricht von bis zu vier Sekunden Zeitersparnis pro Scan im Vergleich zu traditionellen Handscannern. Der Handrückenscanner wiegt 70 Gramm, seine ­Manschette kann auch über Arbeitshandschuhen getragen werden. An die IT angebunden wird er über Bluetooth 5.0 und WLAN (2,4  GHz/5  GHz). Der Akku soll über eine Laufzeit von bis zu zehn Stunden verfügen. LEDs in den Farben Rot, Grün, Gelb und Blau sowie Signaltöne und eine Vibrationsfunktion steuern den Anwender.
Die neu entwickelte Lösung „Manual Process Intelligence“ (MPI) des Anbieters MotionMiners ermöglicht es Anwendern, sogenannte Motion-Mining-Projekte selbstständig durchzuführen. Motion-Mining ist eine automatische Analysemethode manueller Arbeitsprozesse. Ziel ist eine Steigerung der Effizienz und das Erkennen von Ergonomierisiken. Der Kunde erhält ein vollumfängliches Messequipment sowie Zugang zu einem Analysedashboard. Für die Erfassung der Tätigkeiten tragen die Mitarbeiter drei Sensoren. Die Lokalisierung erfolgt über Beacons. Nach einer zweiwöchigen ­Messung werden die Daten von einer künstlichen Intelligenz analysiert. ­Aktivitäten und Prozessschritte werden mit Diagrammen und Heatmaps dargestellt. So können zum Beispiel Geh-, Warte- oder Picking-Zeiten analysiert werden.
Bilder:  Dallmeier; Feig; MotionMiners
Nominiert in der Kategorie „Fahrzeugausstattung“:
Zur Serienausstattung des neuen Mercedes-Benz Actros zählt seit Juni 2019 die MirrorCam. Dabei ersetzen Kameras die Außenspiegel. Das System beinhaltet zwei hochformatige, im Fahrerhaus an den A-Säulen befestigte Monitore sowie Steuerelemente im Türmodul und im Secondary Display. Durch den Wegfall der Außenspiegel soll sich die Sicht nach schräg vorne verbessern. Beim Einlegen des Rückwärtsganges wechselt die Anzeige automatisch in eine Rangieransicht. Distanzlinien im Display helfen dem Fahrer, Abstände zu Objekten besser einzuschätzen. Bei Kurvenfahrten schwenkt das Bild des kurveninneren Displays mit, um das Trailer-Ende im Blick zu behalten. Nachts passt sich der Rückspiegel stufenlos an die Lichtverhältnisse an.
Aus eins mach drei: Wo herkömmliche Kühllösungen nur ein Kältemodul haben, bestehend aus Kompressor, Verdampfer und Kondensator, setzt die Kältemaschine „Celsineo“ auf modulare „Dreieinigkeit“. Fällt ein Kreislauf aus, gleichen die beiden verbliebenen die Temperaturen aus und sichern den Kältebedarf für den weiteren Transport. Bei geringer Auslastung, etwa wenn die Türen des Trailers länger nicht geöffnet werden und die Temperatur konstant ist, können sich einzelne Module auch abschalten und so Strom sparen. Wenn ein Modul ausfällt, kann es durch ein Tauschmodul ersetzt werden. Das Stirnwandaggregat ist das Ergebnis aus der Zusammenarbeit des Kältetechnikexperten Liebherr und dem Trailerhersteller Bernard Krone.
Thermo King hat für Transporter die vollständig elektrische Mehrfachtemperatur-Kältemaschine „E-200“ entwickelt. Anders als Direktantriebslösungen für ­Dieselmotoren liefert die E-200 unabhängig von den Motoren der Fahrzeuge und verbundenen beweglichen Teilen eine konstante Kapazität und kann sowohl mit elektrischen als auch motorbetriebenen Fahrzeugen eingesetzt werden. Sie verfügt über keinen Hauptkompressor und ist mit Start-/Stopp-Funktionen ­kompatibel. Der Fahrer kann stehen bleiben, ohne dass er das Fahrzeug zur ­Kühlung im Leerlauf betreiben muss. Da die E-200 vollständig elektrisch ist, seien die Fahrzeuge mit PIEK-Standards sowie UVARs (Urban Vehicle Access Regula­tions = Zugangsbeschränkungen) für Geräuschpegel konform, ermöglichten das ­Befahren von Niedrigemissionszonen und böten einen leisen Betrieb für Nacht­lieferungen, so Thermo King.
Bilder:  Daimler; Krone; Thermo King
Nominiert in der Kategorie „Fahrzeuge und Fuhrpark“:
MAN hat die TG-Baureihe der nächsten Generation vorgestellt. Die neuen TGL, TGM, TGS und TGX decken alle Aufgaben von 7,5 bis 41  Tonnen ab. Das Motorenangebot umfasst drei Aggregate von 9,0 bis 15,2 Liter Hubraum in neun Leistungsstufen (330 bis 640 PS). Ein besseres Zusammenspiel der Aggregate mit neu entwickelten Antriebsstrang- und Softwarekomponenten soll in der Fernverkehrsanwendung gegenüber den Euro-6c-Vorgängern bis zu acht Prozent Kraftstoff sparen. Dazu trägt auch die ­ausgefeiltere Aerodynamik bei. In der Kabine überzeugt die neue Generation durch das komplett digitale Armaturenbrett und Details im Wohnbereich. Unter anderem mit Schränken an der Rückwand, neuer Nachtbedienung und breiter Ruheliege mit ­Lattenrost sowie einem zum Tisch wandelbaren Beifahrersitz.
Schmitz Cargobull hat den Generationswechsel bei den Volumen-Gliederzügen vollzogen. Der neue Motorwagen-Curtainsider M.CS und der Zentralachs-Curtainsider Z.CS bieten zusammen um bis zu 500 Kilogramm mehr Nutzlast. Der Fahrzeugaufbau ist mit einem Hubdach mit manuellem Rungenlifter ausgestattet. Zudem ist der Aufbau jetzt mit der latten­losen „POWER CURTAIN“-Plane bestellbar. Diese stabile Plane erreicht die Aufbaufestigkeit nach DIN EN 12642 Code XL ohne Aufsatzlatten. Auch das „Safety Roof“ ist nun beim M.CS / Z.CS vorhanden. Die faserverstärkte Dachplane braucht keine verstärkenden Drahtseile oder Gurtschlaufen im Fahrzeuginnenraum. Die innenliegende federunterstütze Überfahrbrücke nutzt annähernd die gesamte Aufbaubreite. Durch die platzsparende Ausführung blieben die 38 Palettenstellplätze am Gesamtzug erhalten.
Volkswagen Nutzfahrzeuge hat die fünfte Generation des Caddy vorgestellt. Das Fahrzeug basiert jetzt auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) des Konzerns, wodurch zahlreiche Assistenzsysteme aus dem Pkw-Bereich in das Fahrzeug einziehen. In erster Linie sollen aber Fahrdynamik und -komfort verbessert worden sein. Der Caddy wuchs in der Breite um sechs, in der Länge um neun Zentimeter bei zwei Zentimeter weniger Höhe. Der Radstand legte um sieben Zentimeter zu. Daraus resultieren im Falle des Kastenwagens 3,3 m³ Volumen bei der Standardversion, beim 4,85 Meter langen Maxi sind es maximal 4,0 m³. Dank eines kompakteren Hinterachsmoduls passt nun eine Palette quer zwischen die Radkästen. Der Verbrauch soll je nach Modell bis zu zwölf Prozent unter dem des Vorgängers liegen. Sämtliche Aggregate erfüllen die strengste Euro-6-Norm von 2021 und verfügen über Rußpartikelfilter.
Bilder:  MAN; Schmitz Cargobull; VW Nutzfahrzeuge
Nominiert in der Kategorie „Flurförderzeuge“:
Das Start-up ForkOn hat eine herstellerunabhängige Softwarelösung entwickelt, die Prozesse von Gabelstaplerflotten automatisiert verwaltet, indem sie alle relevanten Daten zusammenführt und analysiert. Der verwendete Algorithmus gibt Handlungsempfehlungen, die zur Optimierung der Flotte beitragen sollen. Kunden könnten, so das Versprechen, bis zu 25 Prozent der Flottenkosten einsparen. Das Tool „ForkX ENERGY“ etwa bestimmt optimale Ladungszeitpunkte und hilft, Ladungsspitzen zu vermeiden. Der Dienst wird in Zusammenarbeit mit dem Lithium-Ionen-Spezialisten Voltabox angeboten. Weitere Dienste sind eine automatisierte Schadensmeldung, die selbstständig Techniker anfordert, eine Indoor-Ortung der Stapler sowie ein Rechnungsalarm, der über fehlerhafte Rechnungen informiert.
Linde Material Handling hat neue verbrennungsmotorische Stapler im Traglastbereich von 2,0 bis 3,5 Tonnen präsentiert. Die Stapler mit der Bezeichnung Linde H20 bis H35 verfügen über hydrostatischen Antrieb und Doppelpedalsteuerung. Sie ermöglichen die serienmäßige Vernetzung: Fahrzeugdaten würden unter Anwendung „höchster Sicherheitsstandards“, so der Hersteller, an einen zentralen westeuropäischen Cloudserver übertragen, auf den Kunden und Vertriebspartner Zugriff haben. So lassen sich zukünftig Software-Updates „over the air“ einspielen oder Funktionen wie etwa die Lastgewichtanzeige freischalten. Die Vernetzung soll auch Servicevorteile bringen, etwa beim Truck Health Management, der Ferndiagnose und der vorausschauenden Wartung. Die Serie erfüllt die neuste Abgasemissionsstufe EU 5 (2016/1627).
Mit der „LiTex“ hat Stöcklin Logistik die nach eigenen Aussagen weltweit erste Lithium-Ionen-Batterie für den Einsatz im Ex-geschützten Bereich entwickelt. Neu können damit nun Flurförderzeuge für die Zonen 1 (2G) und 21 (2D) bestückt werden. Auch das Nachladen der Batterien in der Ex-Zone 1/21 sei gefahrlos möglich. Erreicht wurde dies durch ein druckfestes Gehäuse der Batterie und ein überdruckgekapseltes Gehäuse, in dem das Ladegerät untergebracht wurde. Mit der Baumusterprüfung vom Dezember 2019 liege auch die Zulassung für die patentierte Batterie vor. Lithium-Ionen-Batterien standen lange Zeit im Ruf gefährlich zu sein und Brände auszulösen, was ihren Einsatz in explosionsgeschützten Bereichen bisher undenkbar machte – trotz ihrer Vorteile gegenüber herkömmlichen Batterien.
Bilder:  ForkOn; Linde Material Handling, Stöcklin
Nominiert in der Kategorie „Lagern/Kommissionieren“:
Der Intralogistikanbieter Gilgen Logistics hat das Baukastenprinzip für Fördertechnik „mecom“ entwickelt. Modular aufgebaute Elemente transportieren, sortieren, verteilen, stapeln, lagern und kommissionieren dabei das Fördergut und gewähren eine prozess­orientierte Ausführung. Die Standard-Systemelemente wie Riemenübergänge, Querausschleuser und Drehweichen eignen sich für den horizontalen Transport. Für Vertikalverbindungen bei hohen Kapazitätsanforderungen verbinden Elevatoren Geschosse bis zu einer Höhe von 70 Metern. Die Fördertechnik eignet sich für Behälter, Pakete und Stückgüter bis 50 Kilogramm. Die Förderelemente umfassen unter anderem Gurtförderbänder und -kurven, Rollen­bahnen und -kurven, Ein- und Ausschleuse-Rollenbahnen, Ketten­förderer sowie Eckumsetzer, Hubumsetzer und Drehweichen.
Die ICO Innovative Computer GmbH hat das modulare Regal­system „STOROJET“ entwickelt. Es verbindet über Aufzüge mehrere Ebenen und ermöglicht die Platzausnutzung von 1,8 bis zehn Meter Höhe. Kleine autonome Roboter bringen Warenträger zu Kommissionierstationen. Die zu entnehmende Ware wird per oberhalb montierter Beleuchtungseinheit (Pick-by-Light) direkt in dem jeweiligen Fach des Warenträgers angestrahlt. Die Pickzeiten könnten laut Hersteller zwischen 30 und 80 Prozent ­reduziert werden. Das automatische Kleinteilelager kann bei kleiner Grundfläche realisiert werden und mit den Unter­nehmen wachsen. Die Roboter sind nicht schienengebunden, können frei fahren und werden vom Zentralsystem per Funk gesteuert. Sie haben die Größe eines Mähroboters. Die einzelnen Regalflächen haben eine Grundfläche von 1,2 mal 1,6 Meter. Auf Basis dieser Grundfläche können individuelle Regalsysteme realisiert werden.
TGW hat sein Portfolio um einen digitalen Zwilling seines selbstlernenden Pickroboters „Rovolution“ ergänzt. Dabei handelt es sich um ein mitwachsendes digitales Abbild der physischen ­Anlage. Der Digital Twin soll Verhalten sichtbar, nachvollziehbar und vorhersagbar machen. Mit seiner Hilfe könne man Daten analysieren, aus ihnen lernen und sie in 3D-Modellen visualisieren. Es lässt sich nicht nur der aktuelle Zustand überwachen, sondern mit einer Replay-Funktion in die Vergangenheit schauen, um Ursachen für unerwartete Ereignisse nachzuvollziehen. ­Darüber hinaus soll auch ein Blick in die Zukunft möglich werden, etwa um vorherzusagen, wann bestimmte Wartungen erfolgen müssen. Der Pickroboter geht derzeit bei den ersten Kunden in den regulären Betrieb. Er bildet einen zentralen Bestandteil der automatischen Einzelstück-Kommissionierung „FlashPick“ und des Zero-Touch-Pocket-Sorters „OmniPick“.
Bilder:  Gilgen; ICO; TGW
Nominiert in der Kategorie „Telematik/Navigation“:
Mit dem Temperaturschreiber „Euroscan X3“ und dem HACCP-konformen Kommunikationsmodul „Euroscan MX2“ von Orbcomm erhalten Unternehmen eine Lösung zum Sichern ihrer Kühlketten-Compliance. Beide Geräte sind nach GAMP 5 zertifiziert, der MX2 erfüllt auch die HACCP-Anforderungen (Hazard Analysis and Critical Control Points). Als Bestandteile der Orbcomm-Compliance-Lösungen für die Kühlkette können sie auf einer Vielzahl von Transportmitteln auf Straße, Schiene und See eingesetzt werden. Erhältlich ist die neue Serie in zwei Versionen: Der CT 3000 wird fest installiert, während der CT 3100 über Magnete vorübergehend angebracht wird. Das erlaubt nicht nur eine kontinuierliche, sondern auch eine zeitlich begrenzte Verfolgung und Kontrolle der sich bewegenden Güter.
Ein neues System der PLT GmbH ermöglicht die Fernüberwachung der Kühltemperatur mit Low-Energy-Bluetooth-Sensoren. Im „TrackPilot“-Portal, dem Hauptprodukt des Unternehmens, werden dann GPS-Tracking und Tourenplanungsalgorithmen kombiniert. Überwacht wird ein Temperaturbereich von minus 40 bis plus 85 Grad Celsius. Es können bis zu vier Sensoren pro Fahrzeug eingesetzt werden, die eine strom­sparende ­Verbindung zu einem „PLT GPS“-Tracker aufbauen. Dieser ist meist im Bereich des Armaturenbretts verbaut und sendet die Temperaturwerte zusammen mit weiteren Fahrzeugdaten wie GPS-Position und Geschwindigkeit an das ­System. Die Temperaturreports können heruntergeladen und archiviert werden. Sie dienen als Nachweis gegenüber Auftrag­gebern oder bei behördlichen Prüfungen. Registriert ein Sensor Werte, die außerhalb des vorgegebenen Grenzwertes ­liegen, wird eine Benachrichtigung versendet.
Das modulare Telematiksystem „BlueLOGICO“ des Herstellers TachoEASY erhält mit der jüngsten Optimierungsmaßnahme eine Echtzeit-Dispo. Touren und Fahrzeuge sollen sich damit schneller planen, aktivieren und überwachen lassen. Disponenten können alle geplanten Touren in Echtzeit den am besten geeigneten Fahrzeugen zuordnen (oder wegnehmen), deren Aktionen „live“ am Bildschirm verfolgen und ohne Verzögerung per Drag & Drop reagieren. Die grafische Bedieneroberfläche setzt sich aus der Fahrzeugliste, einer Aufstellung der geplanten Touren, einer Zeitachse und einem großen Zuordnungsfeld zusammen. Die erstellten Aufträge inklusive der berechneten Routen werden direkt an den Fahrer gesendet. Über eine Schnittstelle können Touren aus gängigen Dispositionssoftwarelösungen integriert werden.
Bilder:  Orbcomm; PLT; Tachoeasy
Nominiert in der Kategorie „Transportsicherheit“:
Mit einem Konzept zwischen Verbrenner und Vollelektro will Ford mit dem neuen Transit urban orientierten Kunden den Einstieg in die Elektromobilität erleichtern. Der Mild-Hybrid kommt zu einem erschwinglichen Preis. Das Highlight des Fahrzeugs sind die Fahrer-Assistenzsysteme. Neben dem gut funktionierenden aktiven Fahrspurassistenten ist hier vor allem der Querverkehrswarner gemeint. Das bei Ford „Cross Traffic Alert“ (CTA) genannte System hilft Unfälle beim Ausparken zu reduzieren, indem es den Fahrer vor seitlich herannahendem Verkehr warnt. Weitere sinnvolle Systeme sind die Notbremse samt Fußgängererkennung auch nachts, ein adaptiver Tempomat mit intelligenter Tempoanpassung, die auch wirklich zuverlässig funktioniert, sowie ein „Eco-Guide“, der dem Fahrer auf den Navigationsdaten basierende Fahrtipps etwa zum frühzeitigen Abbremsen vor einer nach der Kurve anstehenden Kreuzung gibt.
Die Marotech GmbH hat als neue Antirutschlösung den „MT  Secure Trailerboden“ entwickelt. Ursprung der „MT Secure“-Familie waren verschiedene selbstklebende Antirutschbeläge aus Polyurethan (PU) mit einem geprüften Reibbeiwert von µ > 0,8. Diese eignen sich für offene ­Pritschenfahrzeuge, Anhänger, Kleintransporter, Lkw oder Sonder­lösungen wie Transportkisteneinleger und durch ihr geringes Gewicht auch für den Einsatz in der Luftfahrt. MT Secure ist laut Hersteller großflächig bis 5.000 x 1.250 Millimeter oder passgenau zugeschnitten lieferbar. Er kann vom Anwender selber auf Lkw-Holzböden, Phenolharz-Siebdruckplatten, Stahl- oder Aluminiumböden verlegt werden. Damit entstehen geringere Ausfallzeiten als bei nachträglichen Fahrzeug­bodenbeschichtungen. Der Boden kann zudem mehrfach wiederauf­genommen und erneut verklebt werden.
Die Wistra GmbH hat eine mobile Ladungssicherungswand aus Carbon vorgestellt. Die „QuickWall“ dient der formschlüssigen Ladungssicherung auf Ladeflächen ohne Stirnwand. Sie kann von einer Person innerhalb weniger Minuten mit zwei Spanngurten und einer Antirutschmatte fixiert werden. Die von der DEKRA zertifizierte Trennwand wiegt rund zwölf Kilogramm und wird mit zwei Spanngurten mit einer Widerstandskraft (LC) von 1.000 daN sowie einer Antirutschmatte mit einem Reibbeiwert von über µ  = 0,6 geliefert. Die Wand misst 119 Zentimeter in der Breite, 80  Zentimeter in der Höhe und ist 36 Zentimeter tief. Sie ist für eine Nutzlast von bis zu 1.400 Kilogramm ausgelegt. Für die Montage wird sie auf die Antirutschmatte gestellt und mit zwei Spann­gurten an im Fahrzeugboden vorhandenen Zurrpunkten fixiert.
Bilder:  Ford; Marotech; Wistra
Nominiert in der Kategorie „Verpacken/Versenden“:
Die Behälterserie „contecline“ von Bekuplast wurde für den Einsatz in AKLs und Shuttlesystemen entwickelt. Dazu sind die Behälter mit einem umlaufenden geschlossenen Laufkranzboden ausgestattet, der für Belastungen bis 50 Kilogramm ausgelegt ist. Durch die Bodenkonstruktion sind sie auf Förderstrecken besonders leise. Die doppelwandige Eckkonstruktion gewährleiste zudem in Kurvenbereichen einen störungsfreien Prozessablauf. Für den Einsatz im Hochregallager sind sie mit Wasserablauf­löchern entsprechend der internationalen Brandschutzbestimmungen erhältlich. Die Behälter sind mit einem Trennwandsystem ausgestattet, das eine Fachtrennung von einer halben bis zu einer Achtel-Teilung ermöglicht. Sie sind mit dem Grundmaß von 600 mal 400 Millimeter mit anderen Euronorm-Behältern kompatibel.
Nach Gesprächen mit Verwendern aus der chemischen Industrie hat die European Pallet Association e. V. (EPAL) die Anforderungen an eigene CP-Paletten definiert und in ihr technisches Regelwerk aufgenommen. Darüber hinaus wurden die EPAL-Chemiepaletten im Dortmunder Verpackungslabor des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML getestet. Die EPAL-Chemiepaletten entsprächen in vollem Umfang der Nachfrage nach IPPC-behandelten und getrockneten Qualitätspaletten, die die Sicherheitsansprüche der chemischen Industrie erfüllen. Es stehen die neun verschiedenen CP-Typen (CP1 bis CP9) zur Verfügung. Die Typen CP1 bis CP5 sind Kufenpaletten. CP6 bis CP9 sind sogenannte ­Doppeldeck-, Rahmen- oder Fensterpaletten, die aufgrund ihrer Konstruktion stabiler sind als EPAL CP1 bis CP5.
Das in zwei Varianten erhältliche Luftpolstersystem „RAJA air“ des Verpackungsspezialisten Rajapack GmbH stellt Luftkissen und Luftpolsterfolien zum Umwickeln und Polstern von Waren in der Transportverpackung her. RAJA air 1 produziert dabei bis zu neun Meter Luftpolster pro Minute und ist mit einem Bedienpanel ausgestattet. Die zweite Variante RAJA air 2 schafft bis zu 20 Meter Luftpolster pro Minute und lässt sich über ein Touchpanel bedienen. Neben Folienluftkissen kann die Maschine als nachhaltige Alternative auch Luftkissen aus Papier herstellen. Diese bestehen zu 80 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen. Eine Biosiegelschicht aus ­Kartoffelstärke im Inneren hält die Luft in den Kissen. Diese Biofolie ist kompostierbar und biologisch abbaubar. Das Papier besteht aus 70 Prozent Recyclingpapier.
Bilder:  Bekuplast; EPAL; Rajapack
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