Leserwahl: LOGISTRA best practice


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Bestimmen Sie die interessantesten Innovationen 2022


Was sind die spannendsten Innovationen der Logistik? Womit könnten Verantwortliche in Transport- und Intralogistik noch Effizienzgewinne und Einsparpotenziale erschließen, die vorher undenkbar waren?  Worauf haben Lager-, Versand- und Fuhrparkverantwortliche vielleicht sogar schon lange gewartet? Diesen Fragen geht LOGISTRA mit der Leserwahl „LOGISTRA best practice: Innovationen 2022“ erneut nach.

Die Redaktion stellt ihren Lesern alle zwei Jahre 24 innovative Produkte und Lösungen in acht Kategorien zur Wahl. Die Kandidatenliste steht auch in diesem Jahr unter dem Eindruck der Megatrends Digitalisierung, E-Commerce und Elektromobilität.
Stimmen Sie bei der Leserwahl mit ab.

Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein Smartphone POCO X4 Pro 5G.

Die Abstimmung endet am 17. August 2022 um 24 Uhr.

Die Regeln:

  • Sie müssen sich in jeder Kategorie für einen Favoriten entscheiden.
  • Sie können in jeder Kategorie nur einen Favoriten nennen.
  • Sie können pro User nur 1x abstimmen.
Nominiert in der Kategorie „AutoID“:
Getac hat die nächste Generation des leichten und robusten F110 vorgestellt. Ein Quad-Core Intel Core i5/i7-Prozessor der elften Generation („Tiger Lake“) unterstützt das Multitasking, die integrierte Intel Iris Xe-Grafik ist für die Darstellung zuständig. Zu den Neuerungen zählen das neu konzipierte duale Hot-Swap-Akkusystem für schnellen Akkuwechsel bei laufendem Betrieb, eine Verlagerung der Erweiterungsmodule und des SIM-Kartensteckplatzes von der Rückseite an die Seite für bequemeren Zugriff sowie eine extra Kameraabdeckung für mehr Privatsphäre. Das F110 lässt sich über eine Dockingstation an Gabelstaplern befestigen. Sobald das Fahrzeug in Bewegung ist, sperrt die „Getac Driving Safety Utility“ Benutzeroberfläche und Bildschirm des Geräts zum Schutz vor Unfällen.
Die LogTag-Logger-Serie von Cik Solutions wurde um den Usrid-16 erweitert, einen Temperatur-Datenlogger mit integriertem USB-Anschluss und Display. Er soll sich für den Versand an mehrere Empfänger und den Versand auf der letzten Meile für die ­Transportüberwachung temperatursensitiver Güter eignen. Das Display zeigt an, wenn vorgegebene Temperatur-Grenzwerte überschritten wurden.
Konfiguriert werden kann der Usrid-16 per USB-Port. So können beispielsweise Aufzeichnungs- und Alarmbedingungen für einen oberen und einen unteren Grenzwert eingestellt werden. Die Auswertung der Daten erfolgt über einen PDF-Report, der ­automatisch erstellt wird. Zudem können die Daten auch mit einer kostenlosen Software zur detaillierteren Analyse heruntergeladen werden.
Der Hersteller gibt einen Temperaturmessbereich von minus 30 Grad Celsius bis plus 60 Grad Celsius sowie eine Batterielebensdauer von circa sechs Monaten an. Zu den ­weiteren Ausstattungsmerkmalen zählt eine Aufzeichnungsleistung bis 16.000 Mess­werte. Damit eigne sich der Logger auch für Langstreckentransporte.
Mit einer assistierenden Pick-by-Vision-Lösung will der Anbieter Picavi die Mitarbeiter in einem AutoStore-Lager unterstützen. Die visuelle Führung soll die Qualität der Kommissionierung erhöhen. Über das Warenwirtschaftssystem erhält die Picavi-Software die notwendigen Informationen über Aufbau und Inhalt einer Lager-Box. Die Software visualisiert anschließend auf der Datenbrille den nächsten Kommissionierauftrag für den Mitarbeiter.
Der Pickprozess selbst wird dabei in drei Schritte unterteilt: Nachdem das AutoStore-System den korrekten Behälter an die Arbeitsstation geliefert hat, wird dem Werker auf der Datenbrille angezeigt, aus welchem Behälterfach er Ware entnehmen soll. Danach wird die Anzahl des zu pickenden Produktes über eine Bestätigungseinheit abgefragt. Abschließend scannt der Kommissionierer die Zielbox, in die der Kommissionierer das Produkt übergibt.
Bilder: CiK; Getac; Picavi
Nominiert in der Kategorie „Fahrzeugausstattung“:
Mit der neuesten Serie des SmartFlex führt Hankook neue Profile für den Regional- und Fernverkehr ein. Der SmartFlex AH51 für die Lenkachse sowie der SmartFlex DH51 für die Antriebsachse bieten eine um 15 beziehungsweise 20 Prozent verbesserte Laufleistung gegenüber den Vorgängern. Mit beiden Profilen werden auch Technolo­gien zur Selbstregeneration der Profiloberflächen etabliert.
In die Profile eingearbeitete 3D-Lamellen mit selbstregenerierenden Laufflächen-Eigenschaften treten nach einem Abnutzungsgrad zwischen 40 und 70 Prozent im Profil hervor. Die Aufgabe dieser „regenerativen“ Rillen ist es, in der Abrollbewegung ineinanderzugreifen und so für eine, je nach Verschleiß, insgesamt höhere Profilstabilität und damit eine verlängerte Laufleistung über die gesamte Nutzungsdauer hinweg zu sorgen. Die beiden neuen Profile sind nachschneidbar und runderneuerungsfähig.
Die von den beiden Partnern Krone und Liebherr gemeinsam zur Serienreife gebrachte Kühllösung Celsineo setzt auf drei redundante Module mit jeweils autarkem Kältekreislauf. Kühlen und Abtauen soll so gleichzeitig möglich sein. Fällt eines der Module unterwegs aus, bleiben die Temperaturen im Lkw auch mit den beiden verbliebenen Aggregaten konstant.
Das Aggregat meldet jedoch den Ausfall über eine Telematik, sodass noch während des Transports ein Servicetermin nahe des Lieferortes arrangiert werden kann. Das defekte Modul wird dort nicht repariert, sondern – um Zeit zu sparen – gegen ein vorbereitetes Modul ausgetauscht.
Celsineo war bereits zur Leserwahl LOGISTRA best practice: Innovationen 2020 nominiert, erreichte aber erst 2021 Marktreife. Wir stellen es deshalb erneut zur Wahl.
Knorr-Bremse TruckServices und das Intel-Unternehmen Mobileye haben kürzlich mit ProFleet Assist+ Gen 2 die nächste Generation des nachrüstbaren Abbiegeassistenten auf den Markt gebracht.
Das EyeQ4, die nächste Generation des Computer-Vision-Prozessors im System, kann noch mehr Objekte gleichzeitig erkennen sowie zuverlässiger auf Gefahren reagieren. Die verbesserten Bildverarbeitungsfähigkeiten führen dazu, dass auch unter schwierigen Lichtverhältnissen, zum Beispiel nachts, Gefahren von den Seitenkameras besser erfasst werden. Ein integriertes Heizelement ermöglicht zudem den Betrieb auch bei Minusgraden.
Die zweite Generation enthält eine neue Connectivity-Funktion: Neben einem Kommunikationsmodul verfügt die Frontkamera auch über einen Empfänger, wodurch Updates per Firmware-over-the-Air (FOTA) aufgespielt werden können.
Bilder: Hankook; Knorr-Bremse; Krone
Nominiert in der Kategorie „Fahrzeuge und Fuhrpark“:
Mit dem elektrisch angetriebenen 7,5-Tonnen-Lkw BAX ist eine neue Truck-Marke in den Markt gestartet. Der leichte Verteiler mit dem elektrischen Achsantrieb von BPW wurde gemeinsam mit Paul Nutzfahrzeuge sowie in Kooperation mit Spediteuren und Aufbautenspezialisten entwickelt. Mit einem Chassisgewicht von 3,5 Tonnen schultert BAX 7.5 eine Nettonutzlast von vier Tonnen. Die hohe Zuladung wird ermöglicht durch die Antriebstechnik auf der Hinterachse.
Mit einem ab Werk lieferbaren festen Kofferaufbau mit Palfinger-Ladebrücke verbleiben immer noch drei Tonnen Zuladung. 15 Euro­paletten haben in dieser Version Platz. Der Lkw ist mit zwei verschiedenen Radständen – 3.465 und 4.475 Millimeter – lieferbar. Mit dem „Long Range“-Batteriesatz fährt der E-Truck 200 Kilometer weit, die „Medium Range“-Version hat eine Reichweite von 130 Kilometern.
Renault Trucks Deutschland bietet seit Frühjahr 2022 seine Modelle für den Verteilerverkehr, die Renault Trucks D und D Wide, nur noch als batterieelektrische Fahrzeuge an. Die Reihen mit Dieselmotor werden nicht mehr vertrieben. Grund sei sowohl die Marktreife der in Serie produzierten Lkw als auch die Förderung von bis zu 80 Prozent der Mehrkosten eines E-Lkw im Vergleich zu dem Diesel-Äquivalent. Durch das Förderprogramm würden die Gesamtbetriebskosten eines E-Lkw attraktiv. Folglich gelte die strategische Ausrichtung nur für den deutschen Markt.
Renault Trucks produziert die vollelektrischen Z.E. Modelle seiner 16-Tonner, 19-Tonner und 26-Tonner seit Anfang des Jahres 2020 in Serie. Die Fahrzeuge werden im urbanen und regionalen ­Verteilerverkehr, im Kommunaleinsatz und für den leichten Baustellenverkehr eingesetzt.
Der Trailerhersteller Schmitz Cargobull hat unter dem Namen EcoGeneration drei Curtainsider in sogenannter Teardrop-Bauweise auf den Markt gebracht. „EcoFIX“, „EcoFLEX“ und „EcoVARIOS“ haben als Markenzeichen ein abfallendes Heck, das dem Trailer in der Seitenansicht eine annähernd aerodynamische Tropfenform verleiht. Schmitz Cargobull rechnet mit fünf Prozent weniger Treibstoffverbrauch.
Beim EcoFIX ist die neue Bauform fest vorgegeben, der Kunde muss sich also mit einem Volumenverlust abfinden. Beim EcoFLEX lässt sich das nach hinten abfallende Trailerdach bei Bedarf wieder gerade stellen, um das maximale Innenvolumen zu erhalten. Gut zehn Minuten veranschlagt der Hersteller für einen versierten Bediener für die Prozedur. Der EcoVARIOS ist geeignet für Volumentransporte und Automotive, wenn etwa drei Gitterboxen übereinander benötigt werden. Bei seinem Aufbau kann sowohl das Heck als auch die Frontpartie flexibel eingestellt werden.
Bilder: BPW; Renault Trucks; Schmitz Cargobull
Nominiert in der Kategorie „Flurförderzeuge“:
Der neue Vertikal-Kommissionierer „Linde V modular B“ von Linde ­Material Handling wurde entwickelt, um effizient auf mittlerer Regalhöhe zu kommissionieren. Mit 1.000 Kilogramm Tragfähigkeit und einer Greifhöhe von bis zu 7,83 Meter erfüllen die Fahrzeuge die Anforderungen im Onlinehandel, in der Kleinteilelogistik von Distributionszentren oder in Fabrik-Supermärkten. Die Geräte basieren auf dem großen Bruder „V modular“, das „B“ in der Modellbezeichnung soll den „Best Value“ zum Ausdruck bringen soll. Es seien nur die für diese Greifhöhe notwendigen Ausstattungsmerkmale integriert worden.
Aufgrund des modularen Fahrzeugkonzepts lassen sich die Vertikal-Kommissionierer an unterschiedliche Anforderungen anpassen. Es stehen beispielsweise ein 24-Volt- und ein 48-Volt-Motor zur Wahl. Die maximale Fahrgeschwindigkeit liegt bei elf Stundenkilometern. Eine niedrige Brüstung der Fahrerkabine ermögliche ein Greifen der Waren aus dem Regal.
Die Jungheinrich AG hat seine beiden Elektrogegengewichtsstapler-Baureihen 2 und 3 neu aufgelegt. Die Geräte wurden hinsichtlich Hydraulik, Sicherheit und Software optimiert. Die beiden Baureihen umfassen insgesamt zwölf Fahrzeugmodelle. Die als Drei- und Vierrad­ausführung erhältlichen Stapler nehmen Lasten von 1.300 bis 2.000 Kilogramm auf und heben bis zu 7.000 Millimeter hoch. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei bis zu 17 km/h.
Mit dem Upgrade sei die Hydraulikleistung der Stapler um bis zu 20 Prozent gesteigert worden. Das Referenzfahrzeug EFG 320 schlage damit bis zu fünf Tonnen mehr pro Stunde um. Außerdem will Jungheinrich mit dem Upgrade die Sicherheit erhöhen. Eine neue Steuerungssoftware überwacht nun permanent Fahr-, Arbeits-, Hydraulik- und Lenkfunktionen. Darüber hinaus sollen Assistenzsysteme wie eine automatische Parkbremse für mehr Sicherheit sorgen.
Mit dem „STILL NXV“ hat Still einen Schmalgangstapler (Man-Down) für hohe und enge Lagergassen entwickelt. Die Einlagerungshöhe des Geräts erreicht bis zu 13,8 Meter, ein System zur aktiven Laststabilisierung und eine Gabelzinkenkamera sollen die Ein- und Auslagerprozesse beschleunigen und Anfahrschäden am Regal vermeiden helfen.
Mit der Schwenkschubgabel können Paletten rechts und links vom Gang aufgenommen werden, ohne den NXV wenden zu müssen. Mit dem automatischen Gabelzyklus erfolgt das Ausschieben, Absetzen und Zurückziehen der Schwenkschubgabel auf Tastendruck. Bei der Aufnahme der Ladungsträger erleichtert der neue Kreuzlinienlaser die Positionierung. Eine Gabelzinkenkamera überträgt ihr Bild bei der Lastaufnahme auf den Fahrermonitor.
Bilder: Linde; Jungheinrich; Still
Nominiert in der Kategorie „Lagern/Kommissionieren“:
Durch den Boom im Onlinehandel und höhere Just-in-time-Anforderungen muss immer öfter auch der manuelle „Griff in die Kiste“ automatisiert werden. Hörmann Logistik bietet dafür gemeinsam mit seinem Partner Robominds eine KI-gestützte Pick-by-Robot-Lösung. Das „robobrain“-System ist eine modulare Plattform, die auf Basis künstlicher Intelligenz arbeitet. Hardware-Herzstück ist der Cobot-Arm. Er übernimmt sämtliche Kommissionier-Handgriffe. Unterschiedliche Greif-Tools oder ein Vakuum-Picker sollen vielseitige Einsatzmöglichkeiten ermöglichen. Die visuelle Erfassung übernimmt das „robobrain.eye“. Die Lösung „robobrain.vision“ befähige den Cobot mit der 3D-Kamera zur Hand-Auge-Koordination ohne vorheriges Einlernen. Das System eignet sich für den Einsatz mit dem Kompaktlager-System AutoStore.
Würth Industrie Service erweitert das Portfolio der voll automatisierten C-Teile-Lösungen um das Waagensystem „iSCALE“. Bei iSCALE handelt es sich um eine sensorgesteuerte Waage, die direkt mit dem Kanban-Behälter verbunden und autark bewegbar ist. Der Einsatz im industriellen Umfeld sei dadurch flexibel an der Montagelinie, im Materiallager, am Kanban-Lagerort oder direkt am Montage- und Arbeitsplatz möglich. Das System melde dabei die Bedarfe von Produktionsmaterialien und weiteren Kleinteilen anhand von Gewicht direkt an das ERP-System von Würth Industrie Service und sorge für einen entsprechenden Nachschub.
Obwohl C-Teile nur einen geringen Anteil des Einkaufsvolumens eines Unternehmens beanspruchen, fordern sie einen sehr hohen Aufwand für die Beschaffung. iSCALE übernimmt nahezu selbstständig die logistische Lagerverwaltung für C-Teile.
Der Robotikspezialist Fetch Robotics hat zusammen mit dem Technologiekonzern Körber ein neues Case-Pick-to-Pallet-System entwickelt. Die Lösung stimmt die Bewegungen von Lagermitarbeitern und Robotern aufeinander ab. Dafür kombiniere sie die Leistung der autonomen mobilen Roboter (AMR) „Freight500“ und „Freight1500“ von Fetch, mit den Optimierungsfunktionen der Warehouse-Management-Systeme von Körber.
Unterstützt würden Case-Picking-Abläufe in Anlagen jeder Größe. Die gemeinsame Lösung ermöglicht eine zonenbasierte Kommissionierung, die Mitarbeiter bleiben also in den zugeordneten Gängen. So lasse sich die Kommissionierung über mehrere Aufträge hinweg verbessern. Der Arbeitsablauf nutzt die Pick-Pfad-Optimierung des Körber WMS: Die Lösung leitet die AMR an die richtigen Orte in der richtigen Reihenfolge und sorge so für einen optimalen Palettenaufbau. Die Lösung kann über RF-Scanner, Sprachkommissionierung (Voice Picking) oder zusammen mit visuell basierten Kommissionierlösungen eingesetzt werden.
Bilder: Hörmann Logistik; Körber; Würth
Nominiert in der Kategorie „Telematik/Navigation“:
Der neue Ford E-Transit ist ein wichtiger Bestandteil von Ford Pro, dem neuen weltweiten Vertriebs- und Serviceangebot, das sich darauf konzentriert, die Produktivität der Nutzfahrzeugkunden zu optimieren. Unter anderem ist jeder E-Transit in „FORDLiive“ integriert, dem neuen Produktivitätsangebot zur Betriebszeitoptimierung.
Der kostenlose Dienst verwendet Echtzeitdaten und verbindet europaweit Kunden mit dem Transit Center-Händlernetzwerk. Jedes der 800 Transit Center in Europa kann, nachdem es von einem Kunden kontaktiert wurde, die Fahrzeugdaten der letzten 60 Tage abrufen. Das soll die servicebedingten Ausfall- und Standzeiten von Ford-Nutzfahrzeugen reduzieren. Erreicht wird dies durch eine intelligentere Steuerung von Wartungs- und Reparaturarbeiten sowie durch eine proaktive Ersatzteilbeschaffung.
Das Transportleitstandsystem „Opheo“ der Opheo Solutions GmbH wird in der neuen Version 7.0 erstmals auch als Cloudlösung angeboten. Außerdem ermöglicht Opheo 7.0 eine bessere Integration der vor- und nachgelagerten Prozesse wie zum Beispiel der Kommissionierung. Die ebenfalls weiterentwickelte automatische Pausenplanung, die auch den Abgleich von Plan- und Ist-Pausen umfasst, sorgt für einen optimierten Einsatz der Fahrer und entlastet die Disponenten. Zeiteinsparungen gewährleistet auch die automatische Benachrichtigungsfunktion, mit der alle Prozessbeteiligten vom Auftraggeber bis zum Fahrer über Pläne, Verschiebungen und den aktuellen Lieferstatus informiert werden. Eine verbesserte Visualisierung und Standortlokalisierung durch den Einsatz von Satellitenkarten rundet das Neuheiten-Spektrum ab.
Bereits in der Version 6.0 kam unter anderem die Auswahl des günstigsten Frachtführers sowohl für Einzelaufträge als auch für mehrere Touren und das mobile Scannen von Dokumenten mithilfe der Telematik-App „Opheo Mobile“ hinzu. Liefer- oder Wiegescheine können so direkt vom Fahrer digitalisiert und mit dem Auftrag verknüpft werden.
Continental hat die neue Generation seines Reifenmanagementsystems „ContiConnect“ vorgestellt. In der Version 2.0 wurde unter anderem die Systemlandschaft weiterentwickelt. ContiConnect 2.0 setzt auf die Digitalisierung des Reifens. Es ermöglicht ein intelligentes Reifenmanagement verbunden mit einem Angebot digitaler, servicebasierter Reifenlösungen.
Alle über Reifen und Fahrzeug verfügbaren Daten werden in der Cloud analysiert. Damit schaffe Big Data die Voraussetzung, um präzise Reifenzustandsprognosen zu treffen. Fahrzeug- und Reifenservices könnten so besser koordiniert und abgestimmt werden. Daraus entstünden Synergien und eine nahtlose Anbindung zu Werkstätten und zum Handel. Ergänzend zu den bisherigen Funk­tionen wie der Reifenfülldrucküberwachung kann nun auch die Laufleistung, die Profiltiefe und der Reifenzustand überwacht werden.
Bilder: Ford; Initions; iStockphoto
Nominiert in der Kategorie „Transportsicherheit“:
Speziell für den Transport von Pkw und Lkw konstruierte Dolezych seine High-Performance-Zurrgurte mit „TensionController“ für 35 und 50 Millimeter PES-Gurtbänder. Die Produkte sollen die Übertragung und Verteilung der aufgebrachten Vorspannkraft verbessern. Die Befestigungspunkte würden dabei gleichmäßig belastet, sodass Beschädigungen etwa im Bodenblech bei korrekter Anwendung ausgeschlossen seien.
Der „TensionController“ ist ein Spezialschlauch, der über den Reifen gelegt wird. Auf diese Weise kommt das Zurrgurtband wie vorgeschrieben nicht mit dem Reifen in Berührung. Der neue TensionController verfügt auf der Außenseite über einen speziell entwickelten Abrutschhemmer, sodass er auf dem Reifen haftet. Nachspannen während des Transports soll weitgehend entfallen, weil die Vorspannkraft während des gesamten Transports gewährleistet bliebe. Zudem erfüllt die Produktfamilie die neuesten Prüfvorgaben der Expertengruppe TÜV Süd.
Sortimo hat mit dem ProClick-System kombinierbare Teleskop-Spannstangen und die dazu passende Fixierschiene ins Programm aufgenommen. Deren exzentrische Form dreht sich mit, wenn sich Ladegut beim Beschleunigen oder Bremsen zwischen den Spannstangen bewegt. Der Abstand zwischen den Stangen wird dadurch verringert, das Ladegut in der Bewegung gebremst. Zudem ist die Spannstange mit einer Kunststoffschutzhülle überzogen, die ein Verhaken oder Verkanten während der Fahrt verhindern soll.
Die neuen Spannstangen können über alle Sortimo ProSafe Ladungssicherungspunkte im Boden, an den Traversen der Sortimo Fahrzeugeinrichtungen sowie den Zurrschienen fixiert werden. So lassen sie sich auch zwischen den Fahr­zeugregalen horizontal verspannen.
Volvo Trucks hat ein neues Sicherheitssystem für Elektro-Lkw entwickelt. Die „Active Grip Control“ soll die Fahrstabilität, die Beschleunigung und das Bremsen auf rutschigem Untergrund verbessern. Dank des schnellen Ansprechverhaltens der Elektro­motoren könne die Antriebskraft in Zusammenarbeit mit Sensoren so gesteuert werden, dass ein Durchdrehen der Räder proaktiv verhindert wird. Tests mit einem Volvo FH Electric und einem beladenen Auflieger auf glattem Untergrund hätten eine Verbesserung von 45 Prozent bei voller Beschleunigung ergeben.
Gerät der Lkw ins Schleudern, kann das Sicherheitssystem reagieren und die Elektromotoren zusammen mit anderen Komponenten so steuern, dass der Fahrer leichter die Kontrolle behält. Die neue Funktion verringere auch die Gefahr des sogenannten Klappmessereffekts beim Bremsen mit Anhängern.
Bilder: Dolezych; Sortimo; Volvo Trucks
Nominiert in der Kategorie „Verpacken/Versenden“:
Sparck Technologies hat mit der automatisierten Verpackungsanlage „CVP Everest“ eine Lösung, die automatisiert bis zu 1.100 maßgeschneiderte Transportkartons pro Stunde vermisst, schneidet, faltet, verklebt und etikettiert. Die kleinere Schwester der Lösung, die „CVP Impack“, produziert bis zu 500 passgenaue Pakete pro Stunde. Bereits ab einem Versandvolumen von 800 Paketen pro Tag ergebe sich ein Business Case.
Zu Beginn des Vorgangs stehe ein 3D-Scanner, der die Produkte exakt vermisst. Auf Grundlage der generierten Informationen wird vollautomatisch ein Karton, der mit einem kundenindividuellen Branding versehen sein kann, ausgeschnitten, gefaltet, geschlossen, verklebt und etikettiert. Der gesamte Vorgang dauere nur drei Sekunden.
Vom Hersteller Wanzl kommt ein Baukastensystem, mit dem Paketrollbehälter mit zahlreichen Ausstattungsmöglichkeiten individuell zusammenstellbar sind. Bisher wurden diese entweder im Lizenzbau oder kundenindividuell ab einer bestimmten Stückzahl gefertigt. Der Grundkorpus ist in zwei Varianten erhältlich, bei denen die zwei Seitenteile und die Rückwand entweder aus Blech oder aus Drahtgitter bestehen. Anschließend kann man zwischen zwei Grundflächen wählen (1.200 mm x 800 mm oder 1.200 mm x 1.000 mm) und die passende Höhe aus vier Optionen aussuchen (1.600 mm bis 1.900 mm).
Darüber hinaus gibt es einerseits die offene Ausführung bestehend aus einem Untergestell, zwei Seitenteilen und einer Rückwand sowie Zurrgurten zur Ladungssicherung. Die geschlossene Ausführung beinhaltet zusätzlich abschließbare Gittertüren.
Der Schutzverpackungsspezialist Storopack bietet einen Ersatz für traditionelle Luftpolsterfolie aus Kunststoff an. Die „PAPERbubble“ verwendet Papier in Kombination mit Luft und soll dabei die gleichen Schutzeigenschaften wie herkömmliche Luftpolsterfolie haben.
Perforationen in der Mitte eines jeden vorgefertigten Bogens sollen die Handhabung des Füllmaterials erleichtern. Verpacker könnten so die richtige Menge an Verpackungsmaterial wählen und damit Abfall reduzieren.
Es seien dabei nur wenige Handgriffe nötig, um das Packgut mit dem Papier-Luftpolstermaterial zu umwickeln, zu polstern oder Hohlräume im Versandkarton zu füllen.
Das neue Verpackungsmaterial besteht laut Storopack aus nachwachsenden Rohstoffen und kann laut Hersteller zu 100 Prozent recycelt werden. PAPERbubble ist in eigens konzipierten Kartons à 300 Stück erhältlich. Der Karton ermöglicht die Entnahme der Papierbögen direkt am Packplatz und lässt sich deshalb ohne hohe Investitionskosten in bestehende Versandlinien integrieren.
Bilder: Sparck Technologies; Storopack; Wanzl
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An der Verlosung der Sachpreise kann nur teilnehmen, wer seine vollständige Adresse angegeben hat. Wer nicht am Gewinnspiel teilnehmen möchte, muss nur seinen Vor- und Nachnamen sowie die E-Mail-Adresse angeben, um an der Leserwahl teilzunehmen.
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