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Leserwahl: LOGISTRA best practice


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Bestimmen Sie die interessantesten Innovationen 2024


Was sind die spannendsten Innovationen der Logistik? Womit könnten Verantwortliche in Transport- und Intralogistik noch Effizienzgewinne und Einsparpotenziale erschließen, die vorher undenkbar waren?  Worauf haben Lager-, Versand- und Fuhrparkverantwortliche vielleicht sogar schon lange gewartet? Diesen Fragen geht LOGISTRA mit der Leserwahl „LOGISTRA best practice: Innovationen 2024“ erneut nach.

Wie üblich stellt die Redaktion im Zweijahresrhythmus 24 innovative Produkte und Lösungen in acht Kategorien zur Wahl. Die Kandidatenliste steht in diesem Jahr unter dem Eindruck der Megatrends Elektromobilität, Robotik und KI.
Stimmen Sie bei der Leserwahl mit ab.

Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein Smartphone.

Die Abstimmung endet am 17. September 2024 um 24 Uhr.

Die Regeln:

  • Sie müssen sich in jeder Kategorie für einen Favoriten entscheiden.
  • Sie können in jeder Kategorie nur einen Favoriten nennen.
  • Sie können pro User nur 1x abstimmen.
Nominiert in der Kategorie „AMR, Shuttles, Gabelstapler“:
Der Langgut- und Mehrwegestapler-Spezialist Hubtex erweitert seine „MaxX“-Baureihe um den Elektro-Mehrwege-Seitenstapler „MaxX 60“. Dabei liegt der Fokus auf dem kombinierten Innen- und Außeneinsatz im Langguthandling mit Tragfähigkeiten zwischen fünf und sechs Tonnen. Die MaxX-Serie verbindet häufig nachgefragte Funktionen des „Phoenix“-Elek­tro-Mehrwege-Seitenstaplers mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Bislang war die Einsteigerserie in drei Varianten mit einer Trag­fähigkeit von 3,0 bis 4,5 Tonnen verfügbar. Der MaxX 60 sei nun speziell für die Be- und Entladung von Lkw eine kosteneffiziente Alternative zu älteren ­Dieselfahrzeugen. Optimiert wurde die Leistung bei Außeneinsätzen, zum Set-up gehören eine große Bereifung und eine hohe Bodenfreiheit. Gleichzeitig verfügt der neue MaxX 60 über eine kompakte Radarmhöhe, um beim ­Regalgang im Inneneinsatz die Regalkapazität optimal auszuschöpfen. Zudem soll das Fahrzeug kleine Radien auch in engen Umgebungen bewältigen.
Jungheinrich setzt bei seiner neuen Schubmaststaplerbaureihe „ETV 2i“ für leichte bis mittelschwere Anwendungen voll auf Lithium-Ionen-Technologie. Dafür wurde ein komplett neues Antriebssystem entwickelt mit jeweils neuem Fahrmotor, Getriebe und Antriebsrad sowie einer selbst entwickelten neuen Umrichter-Generation. Angeboten werden die Fahrzeuge wahlweise mit Batteriekapazitäten von 230 Ah oder 460 Ah. In der Standardversion ist die ETV-Baureihe 2i bei gleicher Resttragfähigkeit wegen der integrierten Li-Ion-Bauweise deutlich kürzer als konventionelle Schubmaststapler. Außerdem konnte die Fußraumplatte inklusive Fahrerstand um zehn Zentimeter tiefer­gelegt werden als bei den Vorgängermodellen, was den Einstieg ergonomischer macht. Hauptzielgruppe sind Kunden, deren Einsatzanforderungen bei rund fünf Betriebsstunden pro Tag oder weniger liegen. Die Modellvariationen ETV 214i und ETV 216i bieten Tragfähigkeiten von 1.400 beziehungsweise 1.600 Kilogramm bis zu einer maximalen Hubhöhe von 10.700 Millimetern.
Bei seiner skalierbaren Automatisierungslösung iGo vereint Still einfache Plug-and-play-Anwendungen bis hin zu hoch individualisierten Systemen. So ermöglicht die Einstiegslösung „iGo easy“ die Automatisierung einzelner logistischer Prozesse, beispielsweise über die Automatisierung des Hochhubwagens „EXV iGo“. Hoch individualisierbare Lösungen hingegen werden mit „iGo systems“ realisiert. Die Lösung integriert Fahrzeuge in übergreifende Logistikprozesse und ist skalierbar von einzelnen Fahrzeugen bis hin zu ganzen Flotten. Mit „iGo insights“ bietet das Unternehmen zudem ein cloudbasiertes Analyse-Tool, das direkt mit dem Transportleitsystem gekoppelt ist. Aus den gesammelten Prozessinformationen leitet es Handlungsempfehlungen ab, um die Verfügbarkeit und Leistungs­fähigkeit der automatisierten Flotte zu optimieren. Das System nutzt das Prinzip des maschinellen Lernens, um die Analyse zu verbessern.
Bilder: Hubtex; Jungheinrich ETV2i; Still
Nominiert in der Kategorie „Anhänger und Aufbauten“:
Als Antwort auf die Erhöhungen der Lkw-Maut im Dezember 2023 und im Juli 2024 sieht der Trailerhersteller Fliegl seinen „MegaRunner Twin“. Weil nicht jeder Spediteur die Nutzlast eines Dreiachs-Aufliegers benötigt, sei dieser Zweichs-Auflieger ein wirksames Mittel gegen Mautkosten. Nahezu 90 Prozent aller Transportaufträge ließen sich laut Fliegl mit seiner Nutzlast von 23.735 Kilogramm abdecken. Im Vergleich zum MegaRunner als Dreiachser verbrauche ein Sattelzug mit dem MegaRunner Twin bei gleicher Beladung zudem drei Liter weniger auf 100 Kilometern, so der Hersteller. Die Beispielrechnung: Bei einer jährlichen Laufleistung von 120.000 Kilometern ergäben sich über vier Jahre gerechnet Kraftstoffeinsparungen von 25.200 Euro (Dieselpreis 1,75 €/l). Bei der Maut seien pro Jahr für den Twin-Zug 2.880 Euro weniger ­fällig als für den Dreiachser, in vier Jahren also 11.520 Euro (Euro VI, beste ­CO2-Klasse). In Summe ergibt das eine Ersparnis von 36.720 Euro.
Die neue 3-Achs-Stahlmulde für den Schrotttransport ist vom Hersteller Schwarzmüller speziell für die Entsorgungsbranche entwickelt. Die neu konzipierte Kastenmulde hat ein Fassungsvermögen von 52 Kubikmetern. Sie lässt sich dank der Hochdruck-Frontpresse bis zu einem Kippwinkel von 46 Grad aufkippen. Die Mulde in gewichtsoptimierter Leichtbauweise hat waagrecht profilierte Wände und im oberen Bereich einen Stabilisierungsrahmen. Die durchgängige Kippwelle und deren geringer Abstand zur Hinterachse tragen wesentlich zur maximalen Kippstabilität bei. Die Rückwand besteht aus einer Doppeltür, welche durch einen Drehstangenverschluss verriegelt und betätigt wird. Zum sicheren Be- und Entladevorgang ist zusätzlich eine pneu­matische Sicherungsverriegelung verbaut, welche seitlich am Auflieger betätigt wird. Eine Rollplane inklusive abnehm- beziehungsweise umschwenkbaren Rohrquerverbindungen, LED-Beleuchtung, ein Stehpodest sowie eine erhöhte Kupplungs­haltung zählen ebenfalls zu den Ausstattungsmerkmalen des Fahrzeugs.
Der „eTrailer“ von Trailer Dynamics ist ein Sattelauflieger mit ­unterstützendem elektrischen Antrieb und eigener Traktionsbatterie. In Kombination mit einer herkömmlichen Zugmaschine mit Verbrennungsmotor kann der elektrische Trailer durch den unterstützenden Antrieb deren Diesel- und CO2-Emissionen verringern. In Kombination mit einer elektrisch betriebenen Zugmaschine erhöht sich damit deren Reichweite. Außerdem können Anhängerkühlgeräte (TRUs) von der Fahrzeugbatterie aus mit Energie versorgt werden. Die Trailer-Dynamics-Anteilseigner und Kooperationspartner Krone und Trane Technologies (Thermo King) unter­stützen die Entwicklung des Fahrzeugs. Angeboten wird der Auflieger in vier Varianten als Volumenfahrzeug „eMegaLiner“, als Trockenkoffer „eDryLiner“, als Allroundauflieger „eProfiLiner“ und als Kühlsattelauflieger „eCoolLiner“.
Bilder: Fliegl; Schwarzmüller; Trailer Dynamics
Nominiert in der Kategorie „Digitale Fuhrparklösungen“:
Der Schweizer Softwareanbieter Brabender hat seine „BRABENDER ­logistic suite“ im Funktionsumfang erweitert. Im Fokus des Updates an dem Transport- und Lagerverwaltungssystem stehen die hauseigene Telematik mit eigener Blackbox, die Fahrer-App, das Dokumenten­managementsystem „DocKI“ und ein überarbeitetes Webtool als digitale Schnittstelle zum Kunden. Mit der integrierten Blackbox und der Fahrer-App verarbeitet Brabender mit seinem hauseigenen Telematiksystem nun weitere fahrzeug-, fahrer- und tourenbezogene Informationen. „DocKI“ unterstützt papierlose Abläufe. Als neuer Baustein liest das KI-gestützte Dokumentenmanagementsystem alle Arten von Dokumenten bis hin zur Handschrift auf farbigem Papier. Das System verarbeitet auch Dokumente, die per E-Mail vom Kunden oder Subunternehmer kommen. Komplett überarbeitet bietet das Brabender-Webportal mit Chatfunktion nun unter anderem Sendungsverfolgung, Auftragserfassung, Angebotsanfrage, ­Aufträge mit Ladelisten und Labels, Palettenkonten, Rechnungen und Belege.
Mit dem digitalen Frachtbrief „eCMR“ will die Open Logistics Foundation einen Standard für elektronische Transportdokumente schaffen. In einer Arbeitsgruppe haben die Stiftungsgründer Dachser, Rhenus und Fraunhofer IML mit weiteren Mitgliedern einen Standard auf Open-Source- und Blockchain-Basis entwickelt. Den Proof of Concept lieferte man zum Deutschen Logistik-Kongress 2023 in Berlin. Mittlerweile haben bereits der Trailerhersteller Krone und Lkw Walter den eCMR eingeführt. Ein QR-Code am Trailer ermöglicht den Zugang zum Digitalisierungstool „Krone Smart Assistant“ und dient auch als Schlüssel zum eCMR sowie zu den Fahrzeugdokumenten und zur Walter-Fahrer-App. Ziel der Non-Profit-Organisation Open Logistics Foundation ist die kollaborative De-facto-Standardisierung nicht-markt­differenzierender Bereiche in Logistik und Supply Chain Management, sogenannter Commodities.
Mit „Cloud4Log“ schafft GS1 Germany in Kooperation mit der Bundesvereinigung Logistik eine zentrale Cloud-Plattform, um den Papierlieferschein in der Praxis durch eine digitale Lösung zu ersetzen. Die Zahl der registrierten Nutzer auf der Onlineplattform „Cloud4Log“ hat nach eigenen Angaben die 100er-Marke geknackt. Die Drogeriemarktkette dm zählt zu den ersten Teilnehmern von Cloud4Log und hat den Roll-out der Lösung mit Aufschaltung des letzten Volumenverteilzentrums vollendet. Alle Verteilzentren sowie Volumenverteilzentren arbeiten bei dm nun mit Cloud4Log und werden von den Lieferanten mit digitalen Lieferscheinen versorgt. Der manuelle Aufwand, der mit dem Handling der Transport­papiere in Form von Ausfüllen, Aushändigen, Transportieren, Scannen und Ablegen verbunden war, entfällt dadurch komplett. Ziel ist es, einen Netzwerkeffekt zu erzeugen, um die Vorteile der digitalen Abwicklung für alle Partner realisieren zu können.
Bilder: Brabender; BVL Bublitz; BVL/Bjørn Jansen
Nominiert in der Kategorie „Digitales Lager“:
Anyline, ein Anbieter KI-gestützter mobiler Datenerfassung, hat eine autonome Drohnen-Bestandsverwaltungssoftware entwickelt, die ganze Lagerhallen und Distributionszentren selbstständig scannt. Die Barcode-Scanlösung entwickelte Anyline in Zusammenarbeit mit dem Verpackungs- und Papierunternehmen Mondi. Mondi beauftragte Anyline, seine mobile Datenerfassungstechnologie in DJI Mini 3 Pro Drohnen einzusetzen. Zuvor war man bei Mondi auf Mitarbeiter auf Gabelstaplern und manuelles Scanning angewiesen, um den Bestand zu erfassen. Dieser Prozess erforderte ein Arbeiten in großer Höhe und nicht selten Überstunden außerhalb der Lagerbetriebszeiten, weil nur dann ausreichend Platz gegeben war und die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden konnten. Daher war die Inventur oftmals nur einmal im Jahr durchführbar. Heute kann ein einzelner Mitarbeiter mit der Drohne den gesamten Bestand in einem Lager regelmäßig, Gang für Gang und sogar während der Betriebszeiten scannen.
Ein kamerabasiertes Code-Lesesystem des Anbieters Sick erspart Kommissionierpersonal das manuelle Abscannen von Barcodes und 2D-Codes. Artikel können mit beiden Händen gegriffen und abgelegt werden. Die Kamera ist oberhalb eines Kommissionierplatzes installiert und erfasst die Warenkennzeichnung, wenn ein Artikel beim Umpacken durch das Sichtfeld des Sensors geführt wird. Die Triggerung des Codereaders, wie auch das Lesen des Barcodes oder 2D-Codes, erfolgt automatisch ohne manuelle Bedienung. Die Lesung erfolgt in einem großen Sichtfeld und mit sofortigem Feedback. Die Kamera kann ab Werk vorkonfiguriert werden oder auch per „Auto-Setup“ vom Anwender selbst eingerichtet werden. Im Betrieb verhält sich die Kamera wie eine Tastatur. Sie stellt die Leseinformationen direkt in die Maske einer Anwendung ein. Die Kamera kann auch in robotergeführte Kommissionierprozesse integriert werden.
Deloitte und TeamViewer vermarkten gemeinsam die „Vision Picking“-Lösung von TeamViewer zur Kommissionierung in Warenlagern. Die Lösung ist für Mitarbeiter ohne festen Computer-Arbeitsplatz entwickelt und ermöglicht die freihändige Kommissionierung. Die Partnerschaft umfasst die Beratung und Implementierung des Produkts. In einem ersten Schritt bieten die beiden Unternehmen eine Kombination der Pick-by-Vision-Lösung mit dem Extended Warehouse Management-System (EWM) des Softwareanbieters SAP an. Die Pick-by-Vision-Technologie biete Vorteile wie eine schnellere, freihändige Kommissionierung, eine Reduzierung der Fehlerrate, verbesserte Ergonomie und schnellere Einarbeitung. Warehouse Manager profitieren zudem von einem Echtzeit-Monitoring der Prozesse und einfach umzusetzenden Änderungen an den Arbeitsabläufen.
Bilder: Anyline; Sick; TeamViewer 
Nominiert in der Kategorie „Fahrzeuge“:
Der batterieelektrische eTruck von MAN Truck & Bus mit modularem Batteriekonzept erreicht mit Zwischenladen eine Tagesreichweite von 800 Kilometern. Sowohl MAN eTGX als auch MAN eTGS sind in der Batteriekonfiguration mit wahlweise drei bis sechs Batteriepacks erhältlich. So kann für jede Einsatzcharakteristik die optimale Fahrzeugkonfiguration hinsichtlich Reichweite, Nutzlast und Ladedauer gewählt werden. Mit sechs Batteriepaketen, von denen je zwei unter dem Fahrerhaus und bis zu vier weitere seitlich am Fahrzeugrahmen verbaut sind, bieten eTGX und eTGS bis zu 480 kWh nutzbare Batteriekapazität. Für schnelles Zwischenladen in der Lenkzeitpause bietet MAN neben dem CCS Standard mit bis zu 375 kW direkt seit Verkaufsstart auch den Megawattladestandard (MCS) an, der zunächst 750 kW, in einer späteren Ausbaustufe über ein Megawatt Ladeleistung ermöglichen soll. 700 Bestellungen und Bestellanfragen liegen laut Hersteller für den MAN eTGX und den MAN eTGS bereits vor.
Der batterieelektrische Mercedes-Benz eActros 600 soll Ende 2024 in die Serienproduktion gehen und befindet sich derzeit in Praxistests bei Kunden. Er soll langfristig die Mehrheit der Diesel-Lkw im Fernverkehrs-Segment ablösen. Seine Batteriekapazität von über 600 Kilowattstunden – daher die Typbezeichnung 600 – sowie eine neue elektrische Antriebsachse ermöglichen dem E-Lkw laut Hersteller eine Reichweite von 500 Kilometern ohne Zwischenladen. Mit Zwischenladen während der gesetzlich vorgeschriebenen Fahrerpausen soll der eActros 600 auch ohne Megawattladen über 1.000 Kilometer am Tag zurücklegen können. Neben dem CCS-Laden mit bis zu 400 kW kann das Fahrzeug später auch das Megawattladen (MCS) ermöglichen. Hierfür können Kunden eine Vorrüstung bestellen. Mit etwa einem Megawatt Leistung sollen die Batterien an einer entsprechenden Ladesäule in circa 30 Minuten von 20 auf 80 Prozent aufgeladen sein.
Die FH-Baureihe von Volvo bekommt mit dem Volvo FH Aero ein neues Mitglied. Durch seine aerodynamische Form und neue Technologien wie dem Kamera-Monitor-System anstelle herkömmlicher Außenspiegel soll der Lkw bis zu fünf Prozent Energie einsparen. Der Volvo FH Electric, der zum International Truck of the Year 2024 gewählt wurde, wird ebenfalls in der neuen Aero-Version angeboten. Die Aero-Reihe wird schrittweise in den Jahren 2024 bis 2025 in vier Versionen auf den Markt gebracht: Volvo FH Aero, Volvo FH Aero Electric, Volvo FH Aero Gas-Powered und Volvo FH16 Aero. Die Front des Fahrerhauses beim Volvo FH Aero wurde um 24 Zentimeter verlängert und dadurch aerodynamischer gestaltet. Die verbesserte Aerodynamik kommt auch dem Modell Volvo FH Aero Electric durch bessere Eigenschaften im Freilauf zugute. Dies ermöglicht eine erhöhte Rückgewinnung von Energie, die beim Bremsen oder Bergabfahren in die Batterie zurückgespeist wird, sodass sie wieder zur Verfügung steht.
Bilder: Daimler Truck; MAN Truck & Bus; Volvo Trucks
Nominiert in der Kategorie „Fahrzeugkomponenten“:
Mit der elektrohydraulischen Hilfslenkung „Active Reverse Control“ (ARC) erleichtert BPW das Rangieren von Trailern seit 2019. Jetzt erweitert der Hersteller die Lösung um eine Vorwärts-Lenkfunktion. Basierend auf der BPW-Nachlauflenkachse, einem Gyroskop-Sensor und Software steuert ARC die Nachlauflenkachse beim Rangieren elektrohydraulisch. Die Stromversorgung erfolgt wahlweise über das Zugfahrzeug oder autark per Trailer-Batterie. Beim Rückwärtsfahren sorgen Sensoren sowie elektrische und hydraulische Systeme dafür, dass die Räder im optimalen Lenkwinkel eingeschlagen werden. Beim Vorwärtsrangieren folgten die Räder bisher der natürlichen Lauflinie der Nachlauflenkachse und hatten so oft nicht die erforderlichen Lenkwinkel. Mit der neuen ARC-Generation können die Räder erstmals auch vorwärts aktiv gelenkt werden. Das System deckt eine breite Palette von BPW Nachlauflenkachsen mit Trommel- und Scheibenbremsen ab und ist auch für Gefahrguttransporte zugelassen.
Milence, das Joint Venture von Daimler Truck, der Traton Group und der Volvo Group, forciert den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Lkw in Europa. Mit zwei im Bau befindlichen Ladeparks tritt das Unternehmen nun in den deutschen Markt ein. Die zwei Standorte sollen im zweiten Halbjahr 2024 eröffnet werden. Der erste Ladepark befindet sich am Hermsdorfer Kreuz in Thüringen, einem wichtigen Standort im Skandinavien-Mittelmeer-Korridor, der die Autobahnen A 4 und A 9 verbindet. Der Standort liegt zudem günstig an der A 4 zwischen Polen und Frankfurt am Main. Der zweite Ladepark soll im Juli in Vockerode in Sachsen-Anhalt – an der A 9 zwischen Berlin und Leipzig – eröffnet werden. Jeder Ladepark wird stufenweise errichtet. Die Phase 1 beginnt mit vier CCS-Ladepunkten mit jeweils bis zu 400 kW Leistung. Phase 2 bringt dann zusätzliche Ladepunkte und die Integration der MCS-Technologie (Megawatt Charging System), sobald diese vorhanden ist.
Die elektrische Trailerachse „SAF TRAKr“ von SAF-Holland nutzt die Rekuperation, um Emissionen und den Kraftstoffverbrauch des Gesamtzuges zu senken. Die erzeugte Energie wird in einer ­Li-Ion-Batterie gespeichert und anschließend genutzt, um die elektrischen Verbraucher des Anhängers, etwa die Kühlaggregate oder Pumpen, vollelektrisch zu betreiben. Haupteinsatzgebiete sind Kühlauflieger sowie Containerchassis für Kühlcontainer, Lebensmittel-Tankwagen, Silofahrzeuge, Walking Floors oder Plateaufahrzeuge mit Kran. Mitte 2024 soll das Portfolio um die Kombination mit dem Modulfahrwerk erweitert werden. Der Einsatz von elektrifizierten Trailerachsen gewinnt bei emissionsarmen Transporten an Bedeutung. Ein weiterer Innovationstreiber für die E-Technologie seien die VECTO (Vehicle Energy Consumption Calculation Tool)-Verordnung und andere gesetzliche Vorschriften. Demnach seien zeitnah mehr als 50 Null-Emissions-Zonen in Europa geplant, unter anderem in Berlin, Paris und London. Strengere Lärmschutznormen würden ebenso dazu beitragen, leisere Fahrzeuge zu produzieren.
Bilder: BPW; Milence; SAF-Holland
Nominiert in der Kategorie „Lagern und Kommissionieren“:
Vom österreichischen Intralogistikanbieter Knapp kommt die „zero-touch Fulfillment“-Lösung für die Logistik. Ziel des Systems ist es, komplexe Aufträge hoch automatisiert und ohne menschliches Zutun zu erledigen. Im Herzen der Lösung stehen der Kommissionierroboter „Pick-it-Easy Robot“ und der Taschensorter „AutoPocket“. Der KI-gestützte Roboter kommissioniert dabei Waren aller Art automatisch in die Taschen der AutoPocket, die diese dann in voller Fahrt und ohne Geschwindigkeitsverlust wieder abgibt. Dabei handhabt der Pickroboter Artikel mit unterschiedlichsten Eigenschaften. Der Taschensorter wiederum kann Aufträge sequenzieren und sortieren und eignet sich sowohl für E-Commerce-Aufgaben als auch zur Filialbelieferung. Zusammen mit den mobilen Shuttles von Knapp lassen sich so die innerbetrieblichen Prozesse und Transporte automatisieren.
Der Logistikroboter-Spezialist Nomagic hat eine roboterbasierte Lösung für AutoStore-Anlagen entwickelt. Für das Pick-and-Place zur Befüllung der Systembehälter pickt der Roboterarm mit variablen Greiferarten wie Saugnäpfen die einzulagernden Artikel aus den präsentierten Ladungsträgern des Wareneingangs und legt sie in den Behältern ab. Beim Pick-and-Pack für die Kommissionierung pickt der Roboterarm die beauftragten Artikel aus den Quellbehältern und legt sie volumenoptimiert in Versandkartons ab. Dabei sorgen Bilderfassung, ein integriertes KI-Vision-System nebst Software sowie Sensortechnik für schnelle Arbeitsabläufe. So erfolge die Bildverarbeitung in Millisekunden und der Artikelzugriff mit hoher Genauigkeit. Der Roboterarm soll mehr als 90 Prozent aller Artikelnummern mit einer Arbeitsdauer von mehr als zwei Stunden picken.
Unitechnik Systems hat einen KI-Assistenten für ­Logistiksysteme vorgestellt. Das auf künstlicher Intelligenz basierende Tool unterstützt bei der Vorhersage von Auftragslast und Engpässen im Materialfluss. Als neues Feature des Lagerverwaltungssystems „UniWare“ stellt es dem Lagerleiter einen intelligenten Assistenten zur Seite. Basierend auf Daten aus der Logistiksoftware lässt sich vorhersagen, wie viele Auftragspositionen in den nächsten Tagen bearbeitet werden müssen. Der KI-Assistent erarbeitet auch Vorschläge für die Platzierung von Artikeln im Lager oder wertet Störungsursachen aus, um im Sinne von Predictive Maintenance Wartungsempfehlungen zu geben. Die Vorhersagequalität lässt sich durch externe Daten noch steigern. So können Auftragsdaten aus dem ERP-System oder saisonalen Besonderheiten aus externen Quellen integriert werden.
Bilder: Knapp; Nomagic; Unitechnik Systems
Nominiert in der Kategorie „Verpacken und Versenden“:
Die IMA Group hat im Bereich automatisierte Verpackungstechnologie ihre neue „E-CO Flex“-Verpackungsmaschine vorgestellt. Die Neuentwicklung zielt darauf ab, den Verpackungsprozess zu beschleunigen und zu optimieren. Die Maschine kombiniert einen Multigrößen-Kartonaufrichter mit einem Höhenreduzierungs-Kartonverschließer, die sowohl zusammen als auch separat eingesetzt werden können. Das System wählt automatisch die optimale Kartongröße für die zu verpackenden Produkte und verbindet sich mit dem Warenwirtschaftssystem. Nach der Auswahl und dem Aufstellen des Kartons wird der Boden automatisch mit wasseraktiviertem Klebeband versiegelt. Die E-CO Flex ist als modulare Lösung konzipiert, die flexibel in verschiedenen Anlagentypen, sowohl in Neubauten als auch in bestehenden Strukturen, eingesetzt werden kann.
Der neue Kartonverschließer „CS Random HS“ des Anbieters Lantech verschließt Kartons mit unterschiedlichen Formaten. Die Maschine ist für Anwendungen geeignet, bei denen mehrere Verpackungslinien für das Verschließen zusammengeführt werden und ist in Ausführungen für den Verschluss mit Klebeband oder Heißleim erhältlich. Anwender sollen damit Geschwindigkeiten von bis zu 25 Takten pro Minute (Klebeband) beziehungsweise bis zu 17 Takte pro Minute (Heißleim) erreichen. Durch ein vorgeschaltetes Signal oder eine Kamera an der Zuführung erkennt die Maschine die herangeführten Kartonformate und stellt sich darauf ein. So lassen sich Kartons mit Abmessungen zwischen 200 x 150 x 120 Millimeter und 620 x 510 x 500 Millimeter verarbeiten. Automatisch justierte Zuführsysteme sorgen in der Anlage für die richtige Beschickung mit ausreichend Abstand zwischen den Kartons. Über Rollen bewegen sich die Verpackungen zu federbelasteten Seitenbändern, die sie fixieren und sich an Abweichungen bei der Kartonbreite anpassen.
Sparck Technologies, ein Spezialist für automatisierte Verpackungslösungen, präsentiert ein neues Feature: die automatische Zuführfunktion für CVP-Verpackungssysteme. Die neue Funktion ist über Schnittstellen mit fahrerlosen Transportfahrzeugen, Sortiersystemen, Förderbändern, Behälterwendern, Cobots, Robotern und manuellem Betrieb kompatibel. Bisher legte ein Mitarbeiter im Lager die zu verpackende Ware auf das Band und ein 3D-Scanner vermisst die Produkte. Anhand dieser Informationen wird vollautomatisch ein Karton zugeschnitten, gefaltet, geschlossen, verklebt und etikettiert. Mit der automatischen Zuführfunktion müssen Aufträge nun nicht mehr zwingend manuell in die Maschine eingebracht werden. Die Lösung automatisiert nicht nur den Zuführungsprozess, sondern richte die Artikel auch bestmöglich aus, was der „CVP Everest“ eine Geschwindigkeit von bis zu 1.100 Paketen pro Stunde ermögliche.
Bilder: IMA Group; Lantech; Sparck Technologies
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An der Verlosung der Sachpreise kann nur teilnehmen, wer seine vollständige Adresse angegeben hat. Wer nicht am Gewinnspiel teilnehmen möchte, muss nur seinen Vor- und Nachnamen sowie die E-Mail-Adresse angeben, um an der Leserwahl teilzunehmen.
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