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Abgasemissionen: EU will CO2-Ausstoß von Lkw überwachen

EU-Parlament und Rat einigen sich auf neue Regeln zur Überwachung des Verbrauchs. Ziel ist es, damit emissionsarme Mobilität zu fördern.
Überwacht: Die EU will die CO2-Emissionen von schweren Lkw kontrollieren und hat dafür ein Regelwerk vorgelegt, das auch Maßnahmen für eine Modernisierung der Mobiltät aufzeigen soll. | Foto: HUSS VERLAG
Überwacht: Die EU will die CO2-Emissionen von schweren Lkw kontrollieren und hat dafür ein Regelwerk vorgelegt, das auch Maßnahmen für eine Modernisierung der Mobiltät aufzeigen soll. | Foto: HUSS VERLAG
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Christine Harttmann

Vertreter des Europäischen Parlaments und des Rates haben sich vorläufig auf neue Regeln zur Überwachung der CO2-Emissionen und des Kraftstoffverbrauchs schwerer Nutzfahrzeuge (HDV) geeinigt. Damit lege man eine Strategie vor, so die Erklärung der EU, wie emissionsarme Mobilität gefördert werden könne. Auch würden Maßnahmen für eine grundlegende Modernisierung der europäischen Mobilität aufgezeigt. Das Parlament und der Rat wollen damit eine saubere und nachhaltige Mobilität erreichen, die sie als notwendig für die Verbesserung der Lebensqualität und der Gesundheit der Bürger erachten. Auch trage sie zu den Klimazielen der EU im Rahmen des Pariser Übereinkommens bei. Konkret steht in der Vereinbarung, dass die Mitgliedstaaten dafür verantwortlich sind, die Registrierungsdaten aller in einem Kalenderjahr neu zugelassenen schweren Nutzfahrzeuge, einschließlich der Anhänger, zu überwachen und zu melden. Für die CO2-Emissionen und den Kraftstoffverbrauch sind die Fahrzeughersteller verantwortlich. Sie überwachen und melden hierzu die Daten. Ermittelt werden für jedes Fahrzeug nach einem speziellen Zertifizierungsverfahren.

Aufgabe der Kommission ist es, die gemeldeten Daten in einem Register öffentlich zugänglich zu machen. Sie soll außerdem Strafen festsetzen für den Fall, dass ein Hersteller seine Daten falsch oder gar nicht meldet. Überprüft werden die CO2-Emissionen und den Kraftstoffverbrauch der schweren Nutzfahrzeuge in Zukunft dann nach einem allgemeinen Standard, den die Kommission festlegen muss. Das vorläufige Abkommen muss nun vom Europäischen Parlament und vom Ministerrat, in dem die nationalen Regierungen der EU-Mitgliedstaaten vertreten sind, förmlich genehmigt werden. Erst danach kann es in Kraft treten. EU-Kommissar Miguel Arias Cañete, zuständig für Klimapolitik und Energie, begrüßte die Einigung. „Die Verringerung der steigenden CO2-Emissionen schwerer Nutzfahrzeuge ist der Europäischen Union ein echtes Anliegen, wie diese Einigung ganz klar belegt. Ich danke dem Europäischen Parlament und dem Rat für die harte Arbeit, der wir diese Einigung zu verdanken haben“, so Cañete. „Mit diesem neuen, robusten, zuverlässigen und transparenten Überwachungs- und Berichtssystem können wir jetzt den nächsten Schritt ins Auge fassen: Den Vorschlag von Standards für CO2-Emissionen schwerer Nutzfahrzeuge im Mai 2018.“

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