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Abgasemissionen: Ford will Diesel-Krise mit Abwrackprämie und Elektro-Vans begegnen

Hersteller kündigt ein "Abwrackprogramm" für Fahrzeuge der älteren Euro-Normen 1 bis 3 an. Bonus von 2.000 bis 8.000 Euro bei Kauf eines Euro-6-Fahrzeugs. Bike-Sharing und Elektro-Transporter sollen Städte entlasten.
Ford's Beitrag für bessere Luft: Mit StreetScooter steigen die Kölner in den Bau von Elektro-Transportern ein. Kurzfristig wirkt das aber nicht, sie sollen bis Ende 2018 in den Einsatz gehen. | Foto: DHL
Ford's Beitrag für bessere Luft: Mit StreetScooter steigen die Kölner in den Bau von Elektro-Transportern ein. Kurzfristig wirkt das aber nicht, sie sollen bis Ende 2018 in den Einsatz gehen. | Foto: DHL
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Johannes Reichel

Vor dem anstehenden Diesel-Gipfel im Kanzleramt hat der Hersteller Ford, der ebenfalls bei dem Treffen anwesend ist, erste eigenständige Maßnahmen verkündet, die für die Verbesserung der Luftqualität in den Städten sorgen sollen. Allem voran glaubt der Hersteller, durch eine Abwrackprämie für Fahrzeuge der Klassen Euro 1 bis Euro 3, die bis 2006 zugelassen wurden, Entlastung schaffen zu können. Fahrzeug-abhängig wolle man eine Prämie von 2.000 bis 8.000 Euro bezahlen, wenn der Kunde sich noch in diesem Jahre für ein neues Fahrzeug der Euro-6-Norm entscheide. "Wir teilen die Bedenken bezüglich der Luftqualität in den Stadtgebieten und glauben, dass das Paket einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten kann", erklärte Wolfgang Kopplin, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH und Geschäftsführer Marketing und Vertrieb.

Zu dem Maßnahmenpaket zählt etwa auch ein Bike-Sharing-Programm, bei dem der Autohersteller 100.000 Kunden eine einjährige Mitgliedschaft bei "Call a Bike", dem Fahrradverleihsystem der Deutschen Bahn Connect schenkt.. Diese Initiative erweitere zugleich die langjährige, Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Bahn Connect und Ford im Bereich Carsharing.

"Neben dem Individualverkehr und der Nutzung von Bike-Sharing in den Städten sehen wir in der Verringerung der Emissionen durch den Güterverkehr eine weitere Möglichkeit, die Luftqualität in den Stadtgebieten zu verbessern", propagierte Kopplin. In den Kontext der Maßnahmen stellte der Manager daher auch die Kooperation zwischen Ford und der StreetScooter GmbH zur Fertigung batterie-elektrischer Lieferfahrzeuge. Bis Ende 2018 will man 2.500 Transit Elektro im innerstädtischen Lieferverkehr der Deutschen Post DHL Group zum Einsatz bringen. Damit entstehe der größte Hersteller von den batteriebetriebenen mittelschweren Lieferfahrzeugen in Europa, so die Aussage.

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