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Abgasskandal: Daimler muss 238.000 Fahrzeuge zurückrufen

Neben dem Transportermodell Vito mit 1,6-Liter-Renault-Motor müssen auch Pkw-Modelle der Reihen C und CLC zurück ins Werk wegen Verwendung einer illegalen Abschalteinrichtungen.
Zurück ins Werk: Die Vito-Euro-6-Modelle mit Renault-Diesel-Motor werden zum Teil zurückgerufen, wie das Verkehrsministerium über das KBA anordnete. | Foto: Daimler
Zurück ins Werk: Die Vito-Euro-6-Modelle mit Renault-Diesel-Motor werden zum Teil zurückgerufen, wie das Verkehrsministerium über das KBA anordnete. | Foto: Daimler
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Johannes Reichel

Der Daimler-Konzern muss noch mehr Fahrzeuge wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen zurückrufen als bisher angenommen. Neben den Euro-6-Modellen des Transporters Vito mit 1,6-Liter-Motor (109/111 CDI), von denen bereits um die 5.000 Exemplare zurückbeordert wurden, sind auch die Volumenbaureihen der Pkw-Sparte von Mercedes-Benz, die C-Klasse sowie der Kompakt-SUV GLC betroffen. In Deutschland erstreckt sich der Rückruf auf 238.000 Autos, europaweit sollen es 774.000 Fahrzeuge sein. Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte zu Beginn der Abgasaffäre um manipulierte Diesel-Motoren beteuert, bei Daimler werde nicht betrogen, es gebe keine illegalen Abschalteinrichtungen. Laut Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), der den Rückruf angeordnet hatte, habe Daimler zugesichert mit "maximalem Abarbeitungstempo und in kooperativer Transparenz mit den Behörden die vom Bund beanstandeten Applikationen in der Motorsteuerung" zu beseitigen, wie Spiegel Online berichtet. Der Online-Dienst will zudem erfahren haben, dass Daimler im Gegenzug aber eine Art Amnestie fordere: Für den Rückruf soll das KBA auf weitere Prüfungen gegen den Konzern verzichten.

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