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ABT e-Line und Schaeffler kooperieren bei E-Transportern

Der Tuning/Umrüstspezialist und der Automobilzulieferer bündeln ihre Kompetenzen und schließen eine strategische Kooperation für die Elektrifzierung von Transportern.

Schneller stromern: Bereits auf der IAA 2018 stand ein Prototyp des von ABT elektrifizierten Transporters T6, der mittlerweile ein Facelift erhielt. | Foto: J. Reichel
Schneller stromern: Bereits auf der IAA 2018 stand ein Prototyp des von ABT elektrifizierten Transporters T6, der mittlerweile ein Facelift erhielt. | Foto: J. Reichel
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Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Der Zulieferkonzern Schaeffler Gruppe und die ABT e-Line GmbH haben eine strategische Kooperation zur Elektrifizierung von leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen geschlossen. ABT e-Line, eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft der ABT Holding, ist derzeit als sogenannter Premiumpartner von Volkswagen Nutzfahrzeuge mit der Elektrifizierung von leichten Nutzfahrzeugen beauftragt, erste Modelle sind die elektrifizierten VW T6 und Caddy. Dabei verantwortet man gegenüber den Käufern den elektrischen Antriebsstrang inklusive Gewährleistung. Die Schaeffler Gruppe, die seit 2014 zusammen mit der ABT Gruppe im Rahmen einer Technologiepartnerschaft Pionierarbeit in der Formel E leistet, will in die Kooperation nun Technologie- und vorbehaltlich einer Kartellfreigabe auch Managementkompetenz einbringen. Außerdem sollen "technologische Lösungen rund um den elektrischen Antriebsstrang" entwickelt und bereitgestellt werden. In einer ersten Phase soll der Fokus unter anderem gemeinsam mit VW und ABT auf dem Projektmanagement vom Konzept bis zur Homologation sowie auf dem Systemlieferantenmanagement liegen, heißt es weiter. Zudem verfüge man bei Schaeffler über relevantes Know-how in den Bereichen Einkauf, Fertigung und Qualitätssicherung, das man einbringen wolle.

CO2-Grenzwerte: Große Herausforderungen für City-Vans

Bereits heute entwickelt Schaeffler Engineering Steuerungselektronik für ABT e-Line im Rahmen der Umrüstung von leichten Nutzfahrzeugen von VW. Die Kooperation zielt auf die Fortentwicklung elektrischer Antriebsstränge sowie die Fahrzeugintegration und Montage mit Fokus auf leichte Nutz- und Spezialfahrzeuge. Zudem sollen flexible und mechatronische Fahrwerkslösungen entwickelt werden. Mittelfristig sieht man in Herzogenaurach Potenzial für weitere Aufträge sowie kleinere und mittlere Serien im Bereich leichte Nutz- und Spezialfahrzeuge.

"Das Segment der leichten Nutzfahrzeuge steht vor allem im innerstädtischen Verkehr sehr stark im Fokus der Bemühungen, die Emissionen im Stadtbereich zu senken. Zudem müssen die Hersteller die regulatorischen Emissionsobergrenzen für das Segment leichte Nutzfahrzeuge gesondert erfüllen – eine Verrechnung mit den Werten der Pkw-Flotte ist nicht möglich", begründet Schaeffler den Schritt.

Die Leistungsfähigkeit der heute verfügbaren Elektromotoren könne typische Anforderungsprofile im innerstädtischen Verkehr im Segment leichte Nutzfahrzeuge mittlerweile weitgehend abdecken, so die Einschätzung.

"Für ABT ist die vor eineinhalb Jahren gestartete Kooperation mit Volkswagen Nutzfahrzeuge ein ehrgeiziges Projekt. Mit Schaeffler als strategischem Partner und mit seinem technischen Know-how an Bord haben wir ein starkes Paket für neue Herausforderungen im Bereich der Elektrifizierung“, kommentierte Hans-Jürgen Abt, geschäftsführender Gesellschafter der ABT Sportsline GmbH.

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