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ADAC-Test: Lkw-Abbiegeassistenten erfüllen EU-Vorgaben nicht

Zwar würden die verfügbaren Systeme die Anforderungen des Verkehrsministeriums erfüllen, aber nicht die EU-Vorgaben für 2022, befindet der Automobilclub.

Im Blick: Das jüngst auf der Bauma neu präsentierte AAS von Mekra Lang schnitt im ADAC-Test am besten ab und wies keine einzige Fehlermeldung auf. | Foto: Mekra Lang
Im Blick: Das jüngst auf der Bauma neu präsentierte AAS von Mekra Lang schnitt im ADAC-Test am besten ab und wies keine einzige Fehlermeldung auf. | Foto: Mekra Lang
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Johannes Reichel

Der Automobilverband ADAC hat aktuelle Lkw-Abbiegesysteme getestet und Mängel festgestellt. So würden die Systeme von Mekra Lang AAS, Mobile Eye Shield+, Edeka/Wüllhorst Fahrzeugbau und Luis die Vorgaben des Bundesverkehrsministeriums erfüllen. Die strengeren Regularien der EU-Richtlinie, die ab 2022 greift, erfülle aber keines der zwischen 760 und 2.650 Euro teuren Nachrüstsysteme, so das Urteil der ADAC-Tester. Am besten schnitt im Praxistest des Automobilclubs das System von Mekra Lang ab, das im Straßenvekehr keine einzige Fehlauslösung aufwies, das heißt unbegründete Warnung etwa durch Schilder oder Bäume am Straßenrand.
 

Das kamerabasierte Mobile Eye Shield+ wies sechs Prozent Fehlauslösungsquote auf, das ebenfalls kamerabasierte Luis-System kam auf 22 Prozent und das Edeka/Wüllhorst-System sogar eine Fehlmeldungsquote von 59 Prozent. Dieses System fiel auch bei den statischen Anforderungen der EU-Richtlinie durch, erfüllte die dynamischen Vorgaben nur teilweise. Am besten schlug sich im Hinblick auf die EU-Vorgaben das auf einem 24 Ghz Radar basierende Mekra Lang-System, das die statische Prüfung bestand und die dynamischen Anforderungen immerhin zum Teil erfüllte. Es wurde jüngst auf der Bauma in München präsentiert. Beim "europäischen" Test wurden typische Szenen aus dem innerstädtischen Verkehr nachgestellt. Die Gefahr ist immer dann am größten, wenn zwischen Radfahrer und Lkw noch Fahrzeuge parken und der Truck dann nach rechts abbiegt.

Der Club unterstützt zwar die Aktion Abbiegeassistent des Bundesverkehrsministeriums. Allerdings stehen dafür lediglich fünf Millionen Euro an Födermitteln zur Verfügung, bei einem Lkw-Bestand von drei Millionen Fahrzeugen. Der Fördertopf war entsprechend nach fünf Tagen ausgeschöpft. Vor kurzem hatte das BMVI die ersten Betriebserlaubnisse an Edeka/Wüllhorst und Luis erteilt.

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