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Amazon Prime Now: Der Lieferschnelldienst im Selbstversuch

Vom Klick zum Klingeln in weniger als zwei Stunden: Amazons Lieferschnelldienst Prime Now ist nun auch in München verfügbar. Wir haben es ausprobiert.
Seit heute ist Amazon Prime Now in München verfügbar und wir haben es getestet. Innerhalb von 55 Minuten hielten wir unsere Bestellung in der Hand. | Foto: Max Georg Brand
Seit heute ist Amazon Prime Now in München verfügbar und wir haben es getestet. Innerhalb von 55 Minuten hielten wir unsere Bestellung in der Hand. | Foto: Max Georg Brand
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Martina Bodemann

Während vielerorts noch von der Same-Day-Delivery gesprochen wird, geht Amazon mit „Prime Now“ noch einen Schritt weiter. Der Versandriese verspricht nach Berlin seit heute auch in München die für Prime-Kunden kostenlose Zustellung in weniger als zwei Stunden. Wer extra zahlt, soll seine Bestellung sogar in weniger als einer Stunde in Empfang nehmen können.
Angeboten wird der Expressservice montags bis samstags zwischen 8 und 24 Uhr für Artikel des täglichen Bedarfs, frische Nahrungsmittel, Getränke, Drogerieartikel, Spielwaren und Elektronik. Auch Münchner Spezialitäten seien zu haben, verspricht das Unternehmen. Die Auslieferung erfolgt entweder per E-Cargo Bike oder per Lieferwagen und kann in Echtzeit auf dem Handy nachverfolgt werden. Ob Amazon sein Versprechen halten kann, haben wir im Selbstversuch getestet. Für die Redaktion benötigten wir zwei neue Speicherkartenleser, am besten sofort.
Die erste Hürde kam früher als erwartet: Wo bestellt man eigentlich? Im herkömmlichen Bestellvorgang auf der Amazon-Webseite wird der neue Service nämlich noch nicht angeboten. Nur ein kleiner Button in der Ecke weist auf Prime Now hin. Nach einem Klick sind wir schlauer – für die Expressbestellung müssen wir die eigens dafür konzipierte Prime-Now-App herunterladen und nutzen.
Im nächsten Schritt wird nach der Postleitzahl der Empfängeradresse verlangt. In München-Schwabing haben wir Glück: „Wir beliefern das Postleitzahlengebiet 80807!“, verkündet die App stolz. Danach öffnet sich eine der normalen Amazon-App ähnelnde Einkaufsplattform. Wir suchen unsere Lesegeräte und stellen fest: Die Auswahl hält sich in Grenzen. Prime Now ist bisher „nur“ für 15.000 Produkte verfügbar. Unsere Kartenleser zu je 7,78 Euro sind zum Glück dabei. Voraussetzung für die schnelle Zustellung ist aber ein Mindestbestellwert von 20 Euro. Wir packen also noch eine Blu-ray-Disc (16,99 Euro) für heute Abend dazu und kommen so auf 32,55 Euro. Prima, damit qualifizieren wir uns als Erstbesteller sogar noch für einen 10 Euro-Gutschein.
Vor Abschluss der Bestellung fragt uns Amazon noch nach einem Zustellungszeitraum: Innerhalb von zwei Stunden kostenlose Lieferung oder 6,99 Euro für die ganz schnelle Lieferung in weniger als einer Stunde. Zwei Stunden genügen uns, also wählen wir das Zwei-Stunden-Fenster 14 bis 16 Uhr. Ein abschließender Klick und ab 13:26 Uhr läuft die Stoppuhr. Nettes Detail: Nach der Bestellung kann man die Lieferung sogar auf einer Karte von München in Echtzeit nachverfolgen: Ein Pin zeigt die Lieferung, einer die Lieferadresse.
Um 14:21 Uhr, 55 handgestoppte Minuten nach Aufgabe der Bestellung klingelt dann das Redaktionstelefon. Am Empfang wurde eine Amazon-Lieferung in einer braunen Papiertüte abgegeben. Selbst ohne den Expresszuschlag halten wir unsere Bestellung in weniger als einer Stunde in den Händen. Respekt!

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