APCOA: Parkhäuser als Logistik- und Cargobike-Hub für MEWA

Textildienstleister nutzt Teile der Parkhäuser als Umschlagplätze und liefert emissionsfrei mit E-Lastenrädern und E-Vans. Eine Garage im Berliner Zentrum dienst als erster gemeinsamer Standort.

Platz im Parkhaus: Als idealen Umschlagplatz für Textilien empfindet der Spezialist MEWA den City-Hub in Berlin, der täglich von einem Lkw beliefert wird. Die Feinverteilung übernehmen E-Vans und E-Cargobikes. | Foto: APCOA
Platz im Parkhaus: Als idealen Umschlagplatz für Textilien empfindet der Spezialist MEWA den City-Hub in Berlin, der täglich von einem Lkw beliefert wird. Die Feinverteilung übernehmen E-Vans und E-Cargobikes. | Foto: APCOA
Johannes Reichel

Der Parkhausbetreiber APCOA Parking Deutschland hat ein weiteres Logistikprojekt gestartet, bei dem man dem Textildienstleister MEWA Parkhausfläche für einen innerstädtischen Logistikhub zur Verfügung stellt. Das Pilotprojekt ist in Berlin bereits gestartet, die Zusammenarbeit sei aber langfristig ausgelegt, heißt es. Derzeit nutzt der Anbieter von Mietkleidung einen Teil des Parkhauses unter der Mall of Berlin im Zentrum der Hauptstadt als Zwischenlager. Dorthin befördern Lkw jeden Tag am frühen Morgen die saubere Kleidung aus der Wäscherei im brandenburgischen Groß Kienitz. Im Depot laden Mitarbeitende die Berufs- und Businesskleidung auf elektrisch unterstützte, zweispurige Lastenräder des Berliner Anbieters ONOMOTION sowie in elektrisch angetriebene Mini-Vans um und liefern emissionsfrei aus. Die gebrauchte Kleidung wird zurück ins Lager gebracht, von dort transportiert per Lkw am späten Abend zurück in die Wäscherei.

"Durch die Nutzung unserer Parkhäuser als Umschlagplatz ermöglichen wir eine nachhaltigere Lieferung auf der letzten Meile und leisten so einen Beitrag zum Schutz von Klima und Umwelt", erklärt Hansjörg Votteler, Geschäftsführer bei APCOA.

Weniger CO2, höhere Zustellquote

Er verweist auf die hohe Bedeutung der Logistik für das Geschäft mit Berufskleidung. Durch das neue Lieferkonzept könne der Textildienstleister die CO2-Emissionen deutlich reduzieren. Weitere Vorteile sieht man in der schnelleren und effizienteren Lieferung. Zudem fänden die Bikes im Vergleich zu einem Lkw leichter einen Parkplatz und erreichten Gebäude ohne direkte Zufahrt besser. So könne man letztlich mehr Kunden auf einer Route beliefern, so der Anbieter.

"Langfristig möchten wir unsere gesamte Logistik klimaneutral betreiben. Deshalb freuen wir uns, dass wir durch die Zusammenarbeit mit APCOA diesem Ziel einen Schritt näherkommen", erklärt Kay Simon, Leiter Mobilitätskonzepte bei MEWA.

Die Kooperation bildet einen Teil von APCOAs Urban-Hubs-Konzept, mit dem man in Parkhäusern Raum für Dienstleistungen von Partnerfirmen bereitstellen will. Dazu gehören etwa auch Ladepunkte für Elektro-Autos, Leihstationen für Sharing-Fahrzeuge oder Schließfächer zur Abholung von Paketen. Mittlerweile sei ein weites Netzwerk entstanden, das man weiter ausbaue, so der Anbieter.

"Die Zusammenarbeit ist für uns ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zum Parkraum der Zukunft", befindet auch David Müller, Director Urban Hubs bei APCOA.

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