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Artikelabgabe bei voller Fahrt: Knapp realisiert „AutoPocket“- Taschensorter erstmals in der Pharmalogistik

Eine vollautomatische Taschensorteranlage der Serie AutoPocket von Knapp kommt nun erstmals auch in der Pharma-Distribution zum Einsatz. Durch das skalierbare Design sowie die Möglichkeit der Batch-Kommissionierung ist das System geeignet für Anwendungen mit hohem Sortieraufwand und hohen Leistungsanforderungen.

Die Artikel aus E-Commerce Bestellungen kommen aus unterschiedlichen Lagerplätzen und werden an den Beladestationen einzeln in die Taschen abgegeben. | Bild: Knapp /Niederwieser
Die Artikel aus E-Commerce Bestellungen kommen aus unterschiedlichen Lagerplätzen und werden an den Beladestationen einzeln in die Taschen abgegeben. | Bild: Knapp /Niederwieser
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Tobias Schweikl

Der Intralogistik-Automatisierer Knapp hat in Litauen beim pharmazeutischen Großhandelsunternehmen Limedika eine vollautomatische Taschensorteranlage der Serie „AutoPocket“ realisiert. Limedika beliefert mehr als 1.500 litauische Apotheken und Krankenhäuser mit Pharmazeutika, Veterinärprodukten und Artikeln zur Nahrungsergänzung. Veränderungen in der Auftragsstruktur, das erweiterte Angebot von Click&Collect für Apotheken und ein starker Anstieg im E-Commerce erforderten eine Erweiterung des bestehenden Logistikzentrums.

Nach einer Projektlaufzeit von 15 Monaten sei es laut Knapp nun das erste Mal, dass die vor allem aus Fashion- und Retail-Anwendungen bekannte Lösung in der Pharma-Distribution zum Einsatz komme. Die zunehmende Multi-Channel-Distribution erfordere auch hier neue Lösungen für Anwendungen mit hohem Sortieraufwand und hohen Leistungsanforderungen. Vorteil des „AutoPocket“-Taschensorters sei das skalierbare Design sowie die Möglichkeit der Batch-Kommissionierung.

„Die Zusammenarbeit mit dem Projektteam von Limedika war und ist von beidseitiger Wertschätzung geprägt“, so Johannes Breitler, Knapp Sales Project Lead und Key Account.

Im Wesentlichen konnte bei Limedika die bestehende Struktur eines klassischen Pharma-Lagers aus Schnelldrehautomaten, Fachbodenregalen sowie Kontroll- und Versandstationen unverändert bestehen bleiben. Hauptsächlich Aufträge der Kategorie Click&Collect für Apotheken als auch Artikel aus E-Commerce-Bestellungen, die direkt an den Verbraucher geliefert werden, kommen gesammelt aus den unterschiedlichen Lagerplätzen und werden an den Beladestationen einzeln in die Taschen des AutoPocket-Systems abgegeben.

„Die Kombination AutoPocket und klassische Pharmagroßhandel-Logistik ist einzigartig. Wir sind stolz, dass wir Geschichte schreiben durften und überglücklich über die Performance, die hält, was versprochen wurde“, so Arûnas Grigaliûnas, Director Logistics bei Limedika.

Auf Softwareseite wird bei dem Projekt in Litauen das Warehouse Management System (WMS) von Limedika bereitgestellt. Das Warehouse Control System (WCS) wiederum ist Teil der Knapp-Lösung. Um den technischen Zustand der Anlage zu überwachen, wurde zusätzlich „KiSoft SCADA“ implementiert. Neben dem aktuellen Zustand visualisiert die Software alle Anlagenkomponenten und informiert über den Betriebszustand. Besonders schnelles Reagieren ermögliche „KiSoft SCADA“ im Falle eines Störfalls, da das Problem unmittelbar lokalisiert werden könne, so der Anbieter.

Hintergrund: Taschensorter

Mit Taschensortern wurden bislang vor allem Artikel zur manuellen Entnahme zu den Arbeitsplätzen befördert. AutoPocket geht einen Schritt weiter und gibt Artikel automatisch, bei voller Fahrt und an jeder Stelle des Lagers ab. Ausgestattet mit RFID-Technologie ermöglicht die Taschensystem-Lösung Verfolgbarkeit, Identifizierung und Zugriff auf jeden Artikel im System. Eine Matrixsortierung bringe zudem Ordnung in chaotisch gepufferte Ware und ermögliche Sequenzen nach beliebigen Sortierkriterien.

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