Assistenzsysteme für Gabelstapler: ZF Passau setzt auf aktive Sicherheit

Am Standort Passau hat der Technologiekonzern ZF ein Stapler-Assistenzsystem eingeführt, das Fußgänger und Staplerfahrer aktiv vor gefährlichen Situationen warnt.

Warnwesten und Stapler erkennen sich gegenseitig und warnen Fußgänger und Staplerfahrer per Alarmsignal vor gefährlichen Situationen. | Bild: Beutelhauser
Warnwesten und Stapler erkennen sich gegenseitig und warnen Fußgänger und Staplerfahrer per Alarmsignal vor gefährlichen Situationen. | Bild: Beutelhauser
Tobias Schweikl

Der Technologiekonzern ZF Friedrichshafen nutzt an seinem Standort in Passau ein Gabelstapler-Assistenzsystem des Staplerherstellers Linde, um die Arbeitssicherheit zu erhöhen. Der „Linde Safety Guard“ soll am Führungsstandort der Division Industrietechnik des ZF-Konzerns die Sicherheit für Fahrzeugbediener und Fußgänger im direkten Umfeld des Staplers steigern, indem alle Beteiligten im Gefährdungsfall aktiv alarmiert werden. Je nach Anwendung und Gerät, warnen die Komponenten des Sicherheitssystems durch Töne, blinkende LEDs oder Vibrationen.

Anfang des Jahres 2020 nahm Konrad Edholzer, zuständig für den Bereich Arbeitssicherheit im Wareneingang am ZF Standort Passau, Kontakt zu Maria Oberender, Serviceberaterin bei Beutlhauser in Hagelstadt auf. Im Fokus der Gespräche stand die Einführung einer Sicherheitslösung für die Arbeitsbereiche mit Staplern. Das Augenmerk lag vor allem auf der Durchsetzung einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 6 km/h in den Hallen sowie dem Schutz der Mitarbeiter in der Warenannahme.

Das angestrebte Tempolimit in den Hallen wird nun durch einen so genannten „Zone Marker“ am Schleusentor gewährleistet. Dieser bremst das Fahrzeug automatisch in der definierten Zone ab. Außerhalb der definierten Gefahrenzonen fahren die Gabelstapler weiterhin mit den erlaubten 15 km/h.

Die Mitarbeiter in der Warenannahme wurden mit Linde Sicherheitswesten ausgestattet. Diese blinkt, piepst und vibriert, wenn sich der Träger in einem Gefahrenbereich befindet und den nötigen Sicherheitsabstand zu den Staplern unterschreitet. Eine im Stapler angebrachte Truck Unit informiert zusätzlich auch die Fahrer durch ein akustisches Signal und LED-Leuchten über die Personen im Gefahrenbereich. Das Signal wird laut Hersteller durch Wände und Regale übertragen und soll auf zehn Zentimeter genau sein. Warnungen würden nur bei akuter Gefahr ausgelöst.

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