ASTAG steigt aus

Der schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG meldet den Ausstieg aus dem Palettentausch per 31. Dezember 2007. Die Entscheidung hat Auswirkungen auf Versender.
Redaktion (allg.)
Die ASTAG nennt in ihrer Ankündigung des Ausstiegs zum 31.12.2007 auf mehrere Gründe: "Die Bedeutung der Einhaltung des Palettentauschs wird kaum erkannt. Es wird auf schlechte Paletten verladen bzw. schlechte Paletten werden zurückgegeben. Während bei Produktion und Reparatur die EPAL die Einhaltung der Qualitätsrichtlinien überwacht, fehlt eine entsprechende Kontrolle beim Tausch. Trittbrettfahrer-Mentalität: Reparaturen und Ersatz von schlechten Tauschgeräten werden dem schwächeren Verhandlungspartner (oftmals Transporteur) übertragen. Die Kosten eines Palettenumlaufs für den Transporteur sind beträchtlich, werden aber von den Kunden häufig kaum wahrgenommen. Diebstahl und Unterschlagung von Tauschgeräten sind ein weiteres Problem. Die Kosten für die Tauschgeräte sind erheblich gestiegen. Seit Sommer 2006 betrug die Preissteigerung über 30%. Für die Zukunft rechnen die Hersteller von Ladehilfsmitteln mit einer weiteren Preissteigerung von ca. 15% Früher hatte die SBB auf eigene Kosten den EUR-Tauschgerätepool auf einem qualitativ guten Stand gehalten. Heute gehen diese Kosten grösstenteils zu Lasten der Transporteure. Die Kontrolle und das Handling im Import-/Exportgeschäft ist sehr unübersichtlich und schwierig, da gewisse Länder tauschen, andere nicht." Konsequenzen für Versender ab 1.1.2008 Mit der Auflösung des Tauschgeräte-Pools in der Schweiz, geht die Verantwortung für die Tauschgeräte ab 1.1.2008 an die Kunden und Versender über. Aus den Tauschgeräten werden reine Ladehilfsmittel. Damit erhalten sie den gleichen Status wie anderes Verpackungsmaterial. Transporte von Leergut erfolgen nur gegen einen frachtpflichtigen Transportauftrag eines Kunden. Das Ladehilfsmittel ist also zukünftig ein Teil des Verpackungsmaterials und muss daher im Produktpreis eingerechnet werden. Mit der Auflösung des Tauschgeräte-Pools per 31.12.2007 ergeben sich Veränderungen in den logistischen Abläufen.