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Ausbildung: Vier spanische Trainees für Pema

Im Rahmen eines europäischen Förderprogramms haben vier spanische Kfz-Mechatroniker beim Nutzfahrzeugvermieter Pema eine Anpassungsqualifizierung begonnen.

Die vier spanischen Trainees werden bei Pema betreut. Auf dem Bild zu sehen: v.l.: Andreas Thomas, Peter Ström, Elisabeth Carrió Höfer, Ruben Badia, David Guerrero, Alejandro Jacome, Carlos Cocho, Frank Mertig, Andrea Dohle und Danko Hartig. | Bild: Pema
Die vier spanischen Trainees werden bei Pema betreut. Auf dem Bild zu sehen: v.l.: Andreas Thomas, Peter Ström, Elisabeth Carrió Höfer, Ruben Badia, David Guerrero, Alejandro Jacome, Carlos Cocho, Frank Mertig, Andrea Dohle und Danko Hartig. | Bild: Pema
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Tobias Schweikl

Der Nutzfahrzeugvermieter Pema begrüßte am 11. März in Herzberg vier Trainees aus Spanien, die sich im Rahmen einer zwölfmonatigen Anpassungsqualifizierung zum „Kfz-Mechatroniker Fachrichtung Nutzfahrzeugtechnik“ weiterbilden. Ruben, Carlos, Alejandro und David verfügen bereits über einen ähnlichen Berufsabschluss, den sie in ihrer Heimat erreicht haben. Hintergrund der Aktion ist das internationale IHK-Projekt „Adelante!“, bei dem es um die Gewinnung zusätzlicher Fachkräfte aus Spanien geht. Während der gesamten Laufzeit werden Kraftfahrzeug-Meister Daniel Großkopf und jeweils ein Geselle den jungen Kollegen als Paten für alle Fragen zur Seite stehen.

Die erste Phase der Maßnahme umfasst acht Wochen und dient der Arbeitserprobung. Die neuen Mitarbeiter hatten sich zuvor bereits in ihrer Heimat durch einen Intensivsprachkurs auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet und dabei Deutschkenntnisse auf B1-B2-Niveau erreicht. Der von der katalonischen Landesregierung finanzierte Deutschunterricht wird nun einmal wöchentlich bei der Beschäftigungsförderung in Göttingen fortgeführt, um die bereits vorhandenen Kenntnisse weiter zu verbessern und mit Fachbegriffen zu vertiefen.

Am 6. Mai startet dann die zwölfmonatige Anpassungsqualifizierung, bei der sich die vier Trainees in der Pema-eigenen Werkstatt die notwendige betriebliche Praxis aneignen. Auf dieser Basis können sich die Absolventen 2020 ihren spanischen Berufsabschluss auch in Deutschland anerkennen lassen. Die Anerkennungsstelle der IHK Hannover und der jeweilige Ausbildungsbetrieb legen die Lerninhalte fest, die für eine volle Gleichwertigkeit des spanischen Berufsabschlusses notwendig sind. Die Inhalte einer Anpassungsqualifizierung resultieren aus der jeweiligen Ausbildungsverordnung. „Der Hauptunterschied zwischen dem spanischen und dem deutschen Ausbildungssystem liegt in den Praxisphasen, die in Deutschland wesentlich länger und fest vorgeschrieben sind“, sagt Andrea Dohle von der Pema-Personalabteilung.

Bereits im Sommer 2018 hatte das Bewerbungsverfahren der spanischen Trainees begonnen, die in Göttinger Gastfamilien untergebracht sind. Im Vorfeld wurden alle potenziellen Teilnehmer durch die katalanischen Behörden vorselektiert. Im nächsten Schritt flogen im Juli 2018 Mitarbeiter der Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) nach Barcelona, um die Kandidaten in Augenschein zu nehmen. Danach begann die Auswahl geeigneter Bewerber für die jeweils passenden Unternehmen. Die Vorstellungsgespräche liefen über Skype und Mail.

Das Projekt Adelante! wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds und von der Bundesagentur für Arbeit gefördert. Seit 2013 haben mehr als 200 junge Spanier/-innen in der Region Hannover, Göttingen, Diepholz diese Gelegenheit zur Integration in den deutschen Arbeitsmarkt bereits genutzt. Zur Erleichterung der Eingewöhnung sind mit den Kooperationspartnern begleitende Maßnahmen wie gemeinsame Freizeitaktivitäten vorgesehen.

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