Automatisierte Flurförderzeuge: Neue Gerätegeneration bei Linde

Der Staplerspezialist Linde Material Handling hat seine automatisierten Schubmaststapler und Hochhubwagen überarbeitet.

Mit einer Länge von 2.520 Millimetern und einer Breite von 1.565 Millimetern kann der Linde R-MATIC (bei einer Tragfähigkeit von 1,6 Tonnen) in Arbeitsgängen von bis zu 2,90 Meter Breite manövrieren. | Bild: Linde Material Handling
Mit einer Länge von 2.520 Millimetern und einer Breite von 1.565 Millimetern kann der Linde R-MATIC (bei einer Tragfähigkeit von 1,6 Tonnen) in Arbeitsgängen von bis zu 2,90 Meter Breite manövrieren. | Bild: Linde Material Handling
Tobias Schweikl

Linde Material Handling vermeldet umfangreiche Updates seiner automatisierten Fahrzeuge: Der Schubmaststapler „Linde R-MATIC“ sei nun in zweiter Generation verfügbar, mit dem Hochhubwagen „Linde L-MATIC HD“ gäbe es zudem ein zusätzliches Modell.

Mit einer Länge von 2.520 Millimetern und einer Breite von 1.565 Millimetern kann der Linde R-MATIC (bei einer Tragfähigkeit von 1,6 Tonnen) in Arbeitsgängen von bis zu 2,90 Meter Breite manövrieren. Softwaregesteuert lagert das Gerät Paletten in Hubhöhen von mehr als elf Metern ein. Mithilfe der infrastrukturfreien Lasernavigation steuern die Fahrzeuge dynamisch durch das Lager; ihre Aufträge erhalten sie über die zentrale Steuereinheit direkt aus dem Warehouse-Management-System.

„Bauweise, Manövrierbarkeit, Lasthandling und Präzision der automatisierten Flurförderzeuge sind für die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems entscheidend“, sagt Alexandra Mertel, Product Manager Automation & Intralogistics Solutions bei Linde Material Handling, „denn diese Kriterien sind dafür verantwortlich, dass die Paletten exakt auf den vorgesehenen Stellplätzen abgesetzt und verbesserte Pick-and-Drop-Zyklen realisiert werden können.“

Einen Produktivitätsschub sollen die Geräte durch die autokalibrierende 3-D-Kamera mit neuer Softwaregeneration erhalten. Sie erkenne nicht nur die Abmaße der Palette um ein Vielfaches besser, sondern schaue auch tiefer in die Palette hinein, wodurch das Aufnehmen und Absetzen wesentlich präziser erfolge – sowohl auf dem Boden als auch auf Rollenbahnen oder im Regal. Gleichzeitig seien die automatisierten Geräte in der Lage, eine größere Vielfalt an Paletten zu transportieren. Dafür sollen exklusiv für Linde Material Handling entwickelte Algorithmen zur relativen Bilderkennung sorgen.

Zu den Sicherheitsfeatures gehören vier in das Fahrzeug integrierte Scanner in Bodennähe, die ein 360-Grad-Sicherheitsfeld um das Fahrzeug erzeugen und permanent auf Hindernisse screenen. Ebenfalls zur Standardausstattung gehören zusätzliche Notausschalter, der Linde Blue Spot sowie das Assistenzsystem „Dynamic Mast Control“, das in hohen Hubhöhen unterstützt. Optional verfügbar sind ein Sensor, der überhängende Lasten detektiert, und eine zweite, obere 3-D-Kamera, die Zeitersparnis bei Lasthandling generieren kann.

Auch die beiden Modelle des Linde L-MATIC HD mit 1,6 und 2,0 Tonnen Tragfähigkeit verfügen über eine rund um das Fahrzeug herum wirkende Sicherheitsausstattung mit seitlichen Stoßfängern, serienmäßigen sowie optionalen Scannern, Notausschaltern sowie optischen und akustischen Warnsystemen. Die Lasterkennung erfolgt ebenfalls mit der innovativen 3-D-Kamera.

Schubmaststapler und Hochhubwagen sind als Hybridlösung konzipiert, sodass der Bediener jederzeit die Kontrolle über das Fahrzeug übernehmen und in den manuellen Modus umschalten kann. Neu ist zudem die Möglichkeit, die Geräte autonom zu laden. Ausgestattet mit schnellladefähigen Batterien fahren die automatisierten Flurförderzeuge selbstständig zur Ladestation und werden dort geladen.

„Neben der passenden Technik spielt bei Automatisierungsprojekten auch das Beratungs-Know-how des Anbieters eine maßgebliche Rolle“, sagt Produktmanagerin Alexandra Mertel. „Wir müssen zuerst die Vorstellungen des Kunden genau verstehen. Danach wird das System entwickelt und die Geräte werden exakt konfiguriert.“

Spezialisten von Linde Material Handling arbeiten dabei mit unterschiedlichen Abteilungen auf Kundenseite (z. B. Einkauf, Logistik, Engineering) zusammen.

„Dafür haben wir ein eigenes Realisierungsteam aufgebaut, das für eine zuverlässige Inbetriebnahme der Fahrzeuge sorgt. Auf diese Weise können wir unsere Kunden umfassend betreuen“, betont Mertel.

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