Automatisierung: Mit dem Sorter gegen den Fachkräftemangel

Der KEP-Dienstleister Helthjem automatisiert ein Paketterminal mit einem Sorter der Beumer Group und reduziert damit die manuelle Handhabung von vier bis fünf auf nur einen Berührungspunkt pro Paket.

Das Beumer-System übernimmt den größten Teil des Umschlags im Terminal – ab der Zuführung der Pakete in die Maschine über die Sortierung bis zur weiteren Verteilung. | Bild: Beumer Group
Das Beumer-System übernimmt den größten Teil des Umschlags im Terminal – ab der Zuführung der Pakete in die Maschine über die Sortierung bis zur weiteren Verteilung. | Bild: Beumer Group
Tobias Schweikl

Der norwegische Kurier-Express-Paket (KEP)-Dienstleister Helthjem hat die Beumer Group mit der Lieferung einer automatisierten Sortieranlage beauftragt. Das Unternehmen will Sendungen damit schneller und präziser zustellen und außerdem dem Arbeitskräftemangel entgegenwirken.

Bisher setzte der KEP-Spezialist auf die manuelle Sortierung von Sendungen. Die neue Anlage eliminiere nun die manuelle Handhabung weitgehend. Waren bisher vier bis fünf Berührungspunkte für jedes Paket nötig, ließe sich dies nun auf einen Berührungspunkt reduzieren. Das wirke sich auf Geschwindigkeit und Genauigkeit des Durchsatzes aus.

Der Sorter ist mit automatisch kippenden Gitterboxen und einer Paket-Vereinzelung ausgestattet. Personal sei kaum noch erforderlich. Das System übernimmt den größten Teil des Umschlags im Terminal – ab der Zuführung der Pakete in die Maschine über die Sortierung bis zur weiteren Verteilung.

Zum Einsatz kommt der Sorter im neuen Helthjem-Paketterminal im südnorwegischen Vestby. Dieses besteht aus einer Produktionshalle mit einer Fläche von etwa 12.000 Quadratmetern sowie Räumen für Service und Verwaltung. Die neue Anlage ist für die Bearbeitung von 50 Millionen Paketen im Jahr ausgelegt.

Für Helthjem ist dies die erste Investition in eine automatisierte Sortierung. Der errechnete Return on Investment (ROI) liege laut Beumer bei als zwei Jahren. Das System soll im Sommer 2023 mit einer Kapazität von 15.000 Pakete in der Stunde in Betrieb gehen. Das Konzept könnte aber auch jederzeit erweitert werden, so Beumer.

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