Automobilindustrie: VDA-Geschäftsführung organisiert sich neu

Beim Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) gibt es einen neuen Geschäftsführer. Auch die neu zusammengelegten Geschäftsbereiche Kommunikation und Mitgliederservice kommen unter neue Leitung.

 Jürgen Mindel übernimmt die Leitung der neu zusammengelegten Geschäftsbereiche Kommunikation und Mitgliederservice. (Foto: VDA)
Jürgen Mindel übernimmt die Leitung der neu zusammengelegten Geschäftsbereiche Kommunikation und Mitgliederservice. (Foto: VDA)
Tobias Schweikl
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Andreas Rade wird neuer Geschäftsführer beim Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA). Er übernimmt ab Januar 2022 den Geschäftsbereich Politik und Gesellschaft. Jürgen Mindel übernimmt ebenfalls ab Januar 2022 die neu zusammengelegten Geschäftsbereiche Kommunikation und Mitgliederservice. Dr.-Ing. Joachim Damasky bleibt verantwortlich für Produkte und Wertschöpfung.

Zu den zukünftigen Schwerpunkten von Andreas Rade gehören unter anderem die Bereiche Klima, Verkehr, Umwelt und Nachhaltigkeit, ebenso wie Steuerpolitik und Außenwirtschaft und der Bereich Grundsatzfragen. Zusätzlich ist Rade für die Betreuung der Herstellergruppen II und III sowie für das Büro in China verantwortlich.

Jürgen Mindel wird neben seinen bisherigen Aufgaben für die wirtschaftlichen Themen des Verbandes und die Finanzen zuständig sein. 

„Mit der Neuaufstellung der in den letzten anderthalb Jahren erarbeiteten und umgesetzten Neuordnung der VDA-Geschäftsstelle, der nun kommenden neuen Struktur in der Geschäftsführung, der Stärkung des Büros in Brüssel sowie der gemeinsam mit den Mitgliedern erarbeiteten und heute verabschiedeten neuen Finanzarchitektur des Verbandes haben wir den VDA fit für die Zukunft gemacht“, so VDA-Präsidentin Hildegard Müller.

Rade ist derzeit Geschäftsführer im Hauptstadtbüro des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Zuvor war er über zehn Jahre für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag tätig, unter anderem als Büroleiter der damaligen Fraktionsvorsitzenden Renate Künast sowie als Verkehrsreferent. Rade beschäftigte sich außerdem an der TU Berlin mit sozialwissenschaftlicher Mobilitätsforschung.

„Die Transformation zu klimaneutraler Mobilität ist eine riesige Herausforderung und gleichzeitig eine große Chance. Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben und die Zusammenarbeit mit den Mitgliedern sowie mit meinen zukünftigen Kolleginnen und Kollegen“, so Rade.

In den kommenden Jahren werde für die Automobilindustrie, gerade auch mit Blick auf die Herausforderungen der Transformation, die regulatorischen Vorgaben und die Rahmenbedingungen aus Brüssel noch wichtiger werden. Wie der VDA erklärt, trägt er diesem Umstand Rechnung, indem er eine neun Stabsstelle unter Leitung von Dr. Kurt-Christian Scheel schafft. Scheel wird künftig die europapolitischen und rechtlichen Themen im VDA koordinieren. Dies soll die Sichtbarkeit des VDA in Brüssel weiter stärken und die Bedeutung der Europapolitik und der Rechtspolitik in der Arbeit des VDA noch besser abbilden. In seiner Funktion wird Scheel direkt an die Präsidentin Hildegard Müller berichten, an herausgehobener Position die Interessen des VDA in Brüssel vertreten und damit seine bisherige erfolgreiche Tätigkeit als Geschäftsführer Politik und Gesellschaft für den VDA in neuer Funktion fortsetzen.

 
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