Azubis müssen Berichtshefte führen

Führt ein Auszubildender trotz wiederholter Abmahnungen vorgeschriebene Berichtshefte nicht oder nicht ordnungsgemäß, kann dies die außerordentliche Kündigung eines Berufsausbildungsverhältnisses rechtfertigen (Leitsatz des Gerichts, 2 Sa 22/02).
Redaktion (allg.)
Das Berufsbildungsgesetz ist die Grundlage für die betriebliche Ausbildung in Deutschland. Dennoch kennen viele Azubis ihre Rechte und Pflichten während ihrer Ausbildungszeit nicht. Dabei ist zum Beispiel. das Thema Kündigung von großer Bedeutung für Azubis. Denn: Auch nach Ablauf der Probezeit kann der Betrieb aus wichtigen Gründen eine fristlose Kündigung aussprechen. Dazu zählt unter anderem der Verstoß gegen die Sorgfaltspflicht. Bedeutet: Der Azubi hat seine Ausbildungsnachweise ordnungsgemäß zu führen. Ausbilder können von Azubis zwar nicht verlangen, das BBiG auswendig zu kennen. Aber sie sollten die für sie wirklich wichtigen gesetzlichen Vorschriften zur Verfügung stellen. Die Broschüre „Rechte und Pflichten der Auszubildenden" von Dr. Carmen Hergenröder soll Azubis die perfekte Hilfe bieten. Sie gibt Hinweise zu rechtlichen Themen wie Handlungsfähigkeit, Weisungsgebundenheit, Sorgfalts- oder Verschwiegenheitspflicht. Zusätzlich sind Checklisten und Vorlagen enthalten, dadurch sind einzelne Punkte besser und leichter zu verstehen.