BASt-Video skizziert Entwicklung im autonomen Fahren

Welche Rollen der Mensch beim assistierten, automatisierten und autonomen Fahren einnimmt, stellt die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) in einem kurzen Video dar.

Erklär-Bär: Wie und in welchen Stufen automatisiertes Fahren abläuft, hat die Bundesanstalt für Straßenwesen in einem Video zusammengefasst. | Foto: BAST
Erklär-Bär: Wie und in welchen Stufen automatisiertes Fahren abläuft, hat die Bundesanstalt für Straßenwesen in einem Video zusammengefasst. | Foto: BAST
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Angesichts der schnellen Entwicklung der Fahrerassistenzsysteme in den letzten Jahren werden die Unterschiede zwischen assistiertem, automatisiertem und autonomen Fahren immer wichtiger. Sie werden in der öffentlichen Diskussion und in der Werbung häufig vermischt. Welche Rolle Fahrerin und Fahrer spielen und wie sie zunehmend zu Nutzern und bald sogar nur noch zu Passagieren werden, erläutert die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) auf ihrer Internetseite www.bast.de/autonomesfahren. Auf ihr ist jetzt auch ein viereinhalb Minuten kurzes Video hinterlegt, das man über die Plattform YouTube abrufen kann.

Es erläutert mit einer rein grafischen Darstellung, wie Fahrer beim assistierten Fahren in der Längs- und Querführung unterstützt werden, solange zum Beispiel Fahrbahn-Begrenzungslinien erkennbar sind. Beim assistierten Fahren auf Autobahnen werden sie sogar mit automatischen Lenkmanövern unterstützt. Schön zu sehen ist dort, dass ein (im Begleittext nicht genannter) Abstandsregler hinter einem langsamer vorausfahrenden Fahrzeug erst einmal bremst, bevor automatisch der Blinker gesetzt und ein Überholmanöver eingeleitet wird. Im Falle dieser Systeme muss der Fahrer erst an „Systemgrenzen“ eingreifen, etwa an Baustellen, und das Fahrzeug wieder selbst übernehmen, bis die Aktivierung des automatisierten Modus wieder möglich ist. Der Fahrer, nur von ihm redet das Video, ist in diesem Fall ein passiver Nutzer, der aber aufmerksam bleiben muss, um jederzeit wieder eingreifen zu können.

Während man diese beiden Stufen bereits käuflich erwerben kann, fährt beim autonomen Fahren in Shuttles hierzulande fast überall noch ein „Operator“ mit, der notfalls eingreifen kann. Ansonsten sind die Fahrzeuginsassen nur noch Passagiere, die keine „fahrbezogenen Aufgaben“ mehr haben. Denkbar sei das aber auch in einem Pkw, bei dem ein Fahrer auf Wunsch auch selbst lenken könnte, erklärt die BASt.

Das Video baut auf ein 2021 von der BASt entwickeltes Modell auf, das zwischen assistiertem, automatisiertem und autonomem Modus unterscheidet. Auf der Internetseite werden die drei Begriffe ausführlich erläutert und dafür Beispiele aus aktuell käuflichen Fahrzeugmodellen genannt, die aber weder textlich noch bildlich näher dargestellt werden.

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