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bauma 2019: Premiere für den VW T6.1

Mit der Messepremiere der Nutzfahrzeugversion, die auf den Multivan/Caravelle folgt, ist die Modellpflege des Bestsellers fast abgeschlossen. Ende des Jahres folgt der T6.1 als E-Version von ABT. Fraglich ist die Zukunft der CNG-Technologie.

Kosmetik für den Klassiker: Der T6.1 zeichnet sich durch eine leicht geänderte Frontpartie und neue Scheinwerfer mit LED-Tagfahrstreifen aus. | Foto: J. Reichel
Kosmetik für den Klassiker: Der T6.1 zeichnet sich durch eine leicht geänderte Frontpartie und neue Scheinwerfer mit LED-Tagfahrstreifen aus. | Foto: J. Reichel
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Johannes Reichel

Volkswagen Nutzfahrzeuge hat die Bauma als Bühne genutzt, um die Modellpflege des Transporters T6.1 vorzustellen. Wie von der Pkw-Version bereits bekannt, erhalten auch die gewerblichen Derivate jetzt einen veränderten Frontgrill mit größeren Lufteinlässen, was vor allem zur Erfüllung der Abgasnorm Euro6d-Temp notwendig war, wie Chefdesigner Albert Kirzinger erläuterte. Zudem gibt es wahlweise Voll-LED-Scheinwerfer, wie überhaupt die Leuchteneinheit neu gestaltet wurde. Einen größeren Schritt in Sachen Fahrerassistenz macht der T6.1 durch die Verwendung einer elektromechanischen statt der elektrohydraulischen Lenkung, was neun zusätzliche Systeme ermöglicht.

Diese waren bisher dem moderneren VW Crafter vorbehalten. Jetzt lässt sich auch der Transporter wahlweise mit aktivem Spurassistent, Einpark-Assistent, Anhänger-Einparkhilfe und Querverkehrswarner mit Notbremse ordern. Auch eine kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung, digital angezeigte Reifendrucküberwachung oder der sensorbasierte Flankenschutz ist jetzt lieferbar. Ein Seitenwindassistent, basierend auf dem ESP, gehört auch bei den gewerblichen Vans zur Serie.

Elektroversion von ABT folgt Ende 2019

Gegen Ende des Jahres soll zu den Diesel-Motorisierungen, bei denen die Basiseinstellung auf 90 PS erstarkte, eine werksnah konzipierte Vollelektro-Variante nachgereicht werden, die gemeinsam mit ABT entstand. Man habe hier im Team gearbeitet, wie man ohnehin eine sehr enge Zusammenarbeit mit ABT pflege, erklärte VW-Nutzfahrzeuge Marketing&Vertriebsvorstand Heinz-Jürgen Löw auf der Bauma gegenüber LOGISTRA. Über den Preis des mit zwei Akkugrößen konzipierten, erstmals auf der IAA 2018 gezeigten Elektro-Transporters wollte sich Löw noch nicht äußern.

Man wolle aber ein Paket schnüren, das je nach individuellen Gegebenheiten und etwa auch landesspezifischen Incentivierungen einen "Business Case" für den Kunden ergebe. Wenn es etwa bereits im ersten Jahr eine 50-prozentige Abschreibemöglichkeit gebe, sehe die TCO-Rechnung ganz anders aus, meinte Löw im Hinblick auf den bereits in Verkauf befindlichen e-Crafter. Er führte eine Studie an, nach der bereits 46 Prozent der Kunden den Kauf eines vollelektrisch angetriebenen Fahrzeugs in Betracht zögen.

Die Zukunft beginnt 2022 mit dem ID. Buzz Cargo

2022 soll dann der speziell für innerstädtische Aufgaben gedachte ID. Buzz Cargo folgen, der den Modularen Elektrifizierungsbaukasten des Konzerns nutzt und vom Ladevolumen mit etwa 4,6 m³ deutlich unter dem T6.1 und knapp über dem Caddy Maxi liegt. Der dürfte einstweilen paralell weiter gebaut werden. Der VW T7 kommt nicht als Elektroversion und zielt vom Zuschnitt stärker auf Pkw- und Bus-Klientel, wie Löw andeutet.

Keine größere Rolle spielt dem Vernehmen nach der CNG-Antrieb in Zukunft, der nur noch beim kleineren Caddy aktuell auf der Agenda steht, allerdings derzeit aufgrund hoher Nachfrage ausverkauft und ab Sommer wieder lieferbar ist. Auch für den T6 war zwischenzeitlich eine TGI-Variante auf Basis des 2,0-Liter-Erdgas-Aggregats der Schwester Audi im Gespräch, die aber keine Chance mehr haben dürfte. Löw äußerte allgemein, in Sachen Effizienz und gesamtheitlicher "Well-to-Wheel"-Betrachtung sei der batterieelektrische Antrieb weit überlegen. Allerdings müsse man auch die nachhaltige Beschaffung der Rohstoffe für die Akkus bei der Gesamtbetrachtung beachten. Als technisch serienreif bezeichnete der Hersteller zudem eine Brennstoffzellenvariante des Crafter, die auf der IAA als Concept-Studie gezeigt worden war, für die man aber noch keine Nachfrage sieht, wie es heißt.    

Im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Ford werde man sehen, wie sich die Aufteilung der Aufgaben weiter ergebe, meinte der Marketingchef. Bisher sei nur der Pick-Up gesetzt, um den sich Ford kümmert sowie der City-Van, der bei VW als Nachfolger des Caddy entstehen soll. Alles weitere werde man in der nächsten Zeit sehen und entscheiden.

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