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Be- und Entladen von Lkw: Neue Lagertechnik-Geräte von Linde Material Handling

Insgesamt zehn Modelle seiner Niederhub-, Hochhub- sowie Doppelstockbelader-Baureigen hat Linde Material Handling vorgestellt. Die Modelle wurden unter anderem schneller.

Die neuen Nieder- und Hochhubwagen sowie Doppelstockbelader von Linde MH gibt es mit fester und klappbarer Fahrerstandplattform. | Bild: Linde MH
Die neuen Nieder- und Hochhubwagen sowie Doppelstockbelader von Linde MH gibt es mit fester und klappbarer Fahrerstandplattform. | Bild: Linde MH
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Tobias Schweikl

Vom Flurförderzeughersteller Linde Material Handling kommen zehn überarbeitete Niederhub-, Hochhub- sowie Doppelstockbelader-Modelle. Bei allen Modellvarianten ist der Fahrerstand standardmäßig vom Chassis abgekoppelt und schützt die Bediener vor Vibrationen und Stößen. Ein neuartiges Stützrollensystem soll für zusätzliche Stabilität bei Transport und Lasthandling sorgen. Weiterentwickelt wurde auch die ergonomische Lenkeinheit. Die Fahrgeschwindigkeit erreicht bis zu 14 km/h.

„Wareneingang und Versand gehören zu den anspruchsvollsten Aufgabenfeldern beim innerbetrieblichen Materialfluss“, so Peter Klug, Produktmanager Lagertechnik Deutschland bei Linde MH.

An den Schnittstellen von interner und externer Logistik würden insbesondere zu Stoßzeiten viele Menschen und Flurförderzeuge gleichzeitig auf begrenztem Raum arbeiten und große Mengen an Waren bewegen. Die Fährzeuge müssten deshalb genau auf die Bedürfnisse der Bediener ausgelegt sein. Benötigt würden leistungsstarke, ergonomische und sichere Fahrzeuge, die außerdem servicefreundlich und digital vernetzt sind.

SP-Modelle mit fester Plattform

Charakteristisch für die Niederhubwagen mit 2,0 und 2,5 Tonnen Tragfähigkeit (Linde T20 SP und T25 SP), die Hochhubwagen mit 1,4 und 1,6 Tonnen Tragfähigkeit und einer Hubhöhe von maximal 5,3 Meter (Linde L14 SP und L16 SP) sowie die Doppelstockbelader mit 1,2 und 1,4 Tonnen Tragfähigkeit (Linde D12 SP und D14 SP sowie Linde D12 HP SP) sei die weit um den Fahrerstand gezogene Stahlschürze. Sie hält den Bediener innerhalb der Fahrzeugkontur, bietet eine stabile, gepolsterte Lehne und schützt im Fall von Remplern und Kollisionen vor Verletzungen.

Eine weitere Besonderheit ist die leicht gedrehte Standposition des Mitarbeitenden im 45-Grad-Winkel zur Gabelrichtung. Sie ermöglicht schnelle Blickwechsel von einer Fahrtrichtung in die andere, ohne dabei die Körperposition ändern zu müssen oder den Kopf stark zu verdrehen. Diese Körperhaltung beuge zudem Verspannungen sowie Beeinträchtigungen im Rücken- oder Nackenbereich vor.

AP-Modelle mit klappbarer Plattform

Während die SP-Modelle mit fester Plattform dafür ausgelegt sind, häufig längere Strecken zurückzulegen, spielen die AP-Modelle ihre Vorteile in schwer zugänglichen, engen Bereichen aus. Um beispielsweise bei sehr beengten Platzverhältnissen den Wenderadius zu verringern, kann bei den Niederhubwagen Linde T20 AP und T25 AP (Traglasten bis 2,0 bzw. 2,5 Tonnen) sowie dem Doppelstockbelader Linde D12 HP AP (Traglasten bis 1,2 Tonnen) die Standplattform nach oben geklappt werden. Durch das System Linde Safety Speed passt sich die Fahrgeschwindigkeit automatisch an den Neigungswinkel der Deichsel an.

Schneller und erschütterungsfreier

Sowohl die Modelle mit fester als auch mit klappbarer Fahrerstandplattform haben einen 3-kW-Drehstrommotor, der die Geräte neuerdings auf bis zu 14 km/h ohne Last beschleunigt. Um die Last möglichst stabil auf den Gabelzinken zu halten, wurde zudem ein neues Stützrollensystem entwickelt. Große Stützrollen mit Stoßdämpfern gleichen dabei Erschütterungen aus und passen sich automatisch Fahrsituation und Geschwindigkeit an.

Wird an den Rampen besonders viel Power benötigt, kommen die „High Performance (HP)“-Doppelstockmodelle ins Spiel. Sie verfügen zum einen über hohe Fahr- und Hubgeschwindigkeiten. Zum anderen bilden die mechanisch gefederten oder hydraulischen Stützrollen in Verbindung mit einem zentrierten Antriebsrad eine stabile Fünf-Punkt-Auflage.

Assistenzsysteme für sicheres Arbeiten

Die Modelle der SP-Version verfügen über ein weiteres Sicherheitsfeature: ein Assistenzsystem zur Fußerkennung. Verlässt der Bediener mit seinem Fuß den sensorgeschützten Bereich, bremst das Gerät kontrolliert ab. Fußgänger und andere Fahrer werden bei den SP-Versionen zudem durch die neuerdings integrierte optische Warneinrichtung „Linde BlueSpot“ auf ein herannahendes Fahrzeug aufmerksam gemacht.

Ab dem nächsten Jahr werden sowohl die SP- als auch die AP-Modelle über das neue Modul der Flottenmanagementlösung „Linde connect“ verfügen: „Zone Intelligence“ erlaubt die Festlegung individueller Zonen. Fährt ein Fahrzeug in eine dieser definierten Lagerbereiche, wird automatisch die Fahrgeschwindigkeit gedrosselt.

Für Ordnung am Arbeitsplatz sorgen breite und tiefe Ablagefächer, in denen sich beispielsweise Packpapier, Arbeitshandschuhe oder Schreibutensilien verstauen lassen. Noch einmal erweitert wurde die Auswahl an Halterungen, um benötigte Arbeitsmaterialien griffbereit an Ort und Stelle zu haben. Eine weitere neue Option ist das farbige Multifunktionsdisplay. Durch den stärkeren Kontrast sind Informationen zu Betriebsstunden, Batteriestatus oder Wartungszustand auch bei schwierigen Lichtverhältnissen gut sichtbar.

Neue, sogenannte Trog-Batterien sind für Lithium-Ionen- und Blei-Säure-Batterien ausgelegt, Kunden können beliebig wählen und nachrüsten. Außerdem gibt es für beide Batterieoptionen integrierte On-Board-Ladegeräte.

Die digitale Fahrzeugarchitektur ermöglicht eine vorausschauende Wartung, über Software-Updates lassen sich jederzeit neue Funktionen auf die Fahrzeuge aufspielen und über den digitalen Zwilling lassen sich alle Daten transparent verwalten.

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