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BGA: Streiks der GDL sind völlig überzogen

Der von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) angekündigte Streik von Donnerstag bis Montag sorgt in der Wirtschaft für Aufregung. Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA) warnt vor Produktionsausfällen.
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Tobias Schweikl

„Die GDL überzieht völlig und verspielt den Rückhalt in der Gesellschaft. Auf den Rücken unbeteiligter Kunden und Unternehmen einen gewerkschaftlichen Konkurrenzkampf auszutragen, wird sich als Bumerang erweisen.“ Dies erklärte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der erneuten Streikankündigung der Lokführergewerkschaft GDL. Schon nach kurzer Zeit drohten Produktionsausfälle.
Die Tonnagen, Entfernungen, Pünktlichkeits- und Schnelligkeitsanforderungen der Unternehmen zu bewältigen, erfordere eine diffizile Bündelung und Abstimmung aller notwenigen Güterbewegungen. Falle eines der Glieder aus, komme die gesamte Logistikkette ins Stocken, so der BGA-Präsident. Besonders betroffen von einem Bahnstreik sei der Chemiehandel. Aber auch für die deutschen Stahl- und Metallhändler oder die Automobilzulieferer sei die Schiene wegen der zu transportierenden Masse unverzichtbar. Ausweichmöglichkeiten gebe es kaum. Es werde daher zu starken Verzögerungen in der Lieferkette kommen.
„Der völlig unverhältnismäßige Streik der Lokführergewerkschaft GDL zeigt, wie notwendig eine friedensstiftende Regelung der Tarifeinheit für Deutschland ist. Es kann doch nicht sein, dass eine kleine Berufsgruppe wie die Lokführer ihre Schlüsselfunktion mit einem hohen Erpressungspotential dafür missbraucht, auf dem Rücken der gesamten Wirtschaft und Millionen Fahrgästen einen Machtkampf zwischen Gewerkschaften auszutragen", so Börner abschließend.

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