Bilstein Group: Neues Logistikzentrum eingeweiht

Einweihung des neuen Logistikzentrums beim Lieferant und Hersteller im freien Ersatzteilmarkt für Kfz und Nfz in Gelsenkirchen. Inbetriebnahme für Mitte 2022 geplant.

Die Logistik auf dem 45.000 Quadratmeter großen Areal erfolgt weitgehend automatisiert. | Bild: Bilstein group.
Die Logistik auf dem 45.000 Quadratmeter großen Areal erfolgt weitgehend automatisiert. | Bild: Bilstein group.
Johannes Reichel
(erschienen bei PROFI-Werkstatt von Claudia Leistritz)

Knapp zwei Jahre nach Baustart hat der nordrhein-westfälische Lieferant und Hersteller im freien Ersatzteilmarkt für Kfz und Nfz sein neues Logistikzentrum in Gelsenkirchen eingeweiht. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2022 geplant. Der Standort im Industriepark „Schalker Verein“ wurde von Gelsenkirchens Oberbürgermeistern Karin Welge, Stadtrat Dr. Christopher Schmitt und den Geschäftsführern der Bilstein Group Jan Siekermann und Karsten Schüßler-Bilstein am 27. Oktober 2021 eingeweiht, wie das Ennepetaler Unternehmen berichtet.

Start Mitte 2022

Eine „hochgradig“ automatisierte Logistik im Zentrum des 45.000 Quadratmeter großen Areals könne ein konstant hohes Versandvolumen gewährleisten und dadurch mehr Waren auf der gleichen Fläche lagern und verarbeiten als in einem konventionellen Lager, heißt es. In dem neuen Gebäude sollen bis zu 116.000 Paletten und 228.000 Behälter Platz finden. Die Ersatzteile für Pkw und Nutzfahrzeuge  werden dann ab Mitte 2022 von hier aus an Kunden in aller Welt verschickt, so das Unternehmen weiter.

Um die 400 Mitarbeiter

Bis zum Start im Frühjahr kommenden Jahres werde nun noch die Software für die automatisierte Logistik konfiguriert und getestet. Außerdem sollen bis dahin etwa 200 neue Mitarbeiter eingestellt werden, bis zum Ende des kommenden Jahres insgesamt bis zu 400: gewerbliche Logistikmitarbeiter, Büro- und IT-Fachkräfte oder Mechatroniker. Für einen weiteren Ausbau der Kapazitäten seien dann zusätzliche Einstellungen geplant, so Bilstein. Oberbürgermeistern Karin Welge:

„In den zurückliegenden Jahren hat sich im Schalker Verein sehr viel getan. Durch den Betriebsbeginn der Bilstein group entstehen hier weitere wichtige Arbeitsplätze, die in der Zukunft noch einmal verdoppelt werden sollen. Als eine der größten Neuansiedlungen der letzten Jahre heißen wir die Bilstein group daher herzlich willkommen.“

Größte Einzelinvestition

Die finanziellen Aufwendungen in Höhe von etwa 120 Millionen Euro stellen laut Geschäftsführer Jan Siekermann die größte Einzelinvestition in der Geschichte des 1844 gegründeten Unternehmens dar, zu dem die drei Produktmarken Febi, Swag und Blue Print gehören. Trotz der vor allem pandemiebedingten Herausforderungen konnten die Bauarbeiten innerhalb des Zeitplans beendet werden. „Jetzt können wir es kaum erwarten, den Standort in Betrieb zu nehmen.“

Auf Nachhaltigkeit zielend

Die Anlage soll sowohl technisch wie auch nachhaltigkeitsbezogen den neuesten Stand repräsentieren. So erfülle das Gebäude den KfW-Standard 55 und benötige somit 45 Prozent weniger Primärenergie als vergleichbare Einrichtungen. Zusätzlich befindet sich eine 6.000 Quadratmeter große Fotovoltaikanlage auf dem Areal und wurden 15.000 Quadratmeter Dachflächen begrünt. Zu den umweltschonenden Faktoren zähle auch ein entsprechend aufgebautes Logistikkonzept und der auf größtmögliche Energieeffizienz ausgerichtete Einsatz von Antrieben und Komponenten. Aber auch die Verarbeitung und der Vertrieb der Verschleißteile sei für diesen Zweck optimiert worden, erklärt Siekermann.

Der Entwurf zu dem Bau stammt von dem Ennepetaler Architekturbüro Frey + Frey Architekten, die Ausführung verantwortete die BMS Industriebau aus Brilon. Die Logistikplanung und Realisierung der Intralogistik führt das oberpfälzische Unternehmen IGZ Automation aus, so der Bericht.

Das Logistikzentrum befindet sich auf einem rund 200.000 Quadratmeter großen Grundstück im Stadtteil Bulmke-Hüllen, das die Bilstein group 2017 erworben hatte. Der Bau wurde laut Bilstein so angelegt, dass in zwei weiteren Baustufen die aktuelle Logistikfläche verdoppelt werden könnte.

 

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