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Blaue Plakette: Saubere Logistik scheitert an der Technik

Der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) sieht derzeit keine wirtschaftlich tragbare Alternative zu Dieselfahrzeugen in der City Logistik. Es brauche eine neue Technologie.
Stuttgart kämpft wie viele andere Städte in Deutschland mit zu hohen Feinstaubwerten. | Foto: Johannes Reichel
Stuttgart kämpft wie viele andere Städte in Deutschland mit zu hohen Feinstaubwerten. | Foto: Johannes Reichel
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Tobias Schweikl

Der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) erkennt den dringenden Handlungsbedarf zur Reduzierung von Luftschadstoffen in urbanen Ballungsräumen an. Eine wachsende Zahl von Logistikdienstleistern, die täglich Handel und Haushalte beliefern, erprobe bereits Alternativen zum Dieselfahrzeug.
Die alternativen Technologien seien derzeit aber noch nicht wirtschaftlich. „Bis zur seriellen Fertigung alternativ angetriebener und bezahlbarer Fahrzeuge einschließlich flächendeckender Tank- und Ladeinfrastruktur kann das Dieselnutzfahrzeug nicht einfach und dogmatisch von heute auf morgen den Versorgungsprozessen von Handel und Bevölkerung entzogen werden“, stellt DSLV-Präsident Mathias Krage fest. Bei aller Not dürften Städte ihren Wirtschaftsverkehr nicht einfach durch eine Blaue Plakette untersagen. Mit einem solchen Schritt würden die Kommunen zu ihrer eigenen Verödung beitragen.
Insofern sei es auch richtig, dass die Verkehrsministerkonferenz am 7. Oktober 2016 die Einführung von Fahrverboten in Städten zunächst zurückgestellt hat. „Das Plakettensystem ist kein grundsätzlich falsches Instrument zur Senkung verkehrsinduzierter Schadstoffemissionen, solange Fahrzeuge mit den geringsten Emissionswerten privilegiert werden - und hierzu zählen heute auch noch dieselbetriebene Euro-V-Nutzfahrzeuge“, so Krage. Die Emissionsdifferenz zu Euro-VI-Lieferfahrzeugen sei kaum messbar.

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