BMVI: Förderung für gewerbliche E-Mobilität

Mit dem neuen Förderaufruf zielt man auf gewerbliche Elektro-Flotten sowie Ladeinfrastruktur. Das könnte neben Kommunal- auch für Logistikfuhrparks interessant sein.

Kommt ins Rollen: Das Verkehrsministerium unterstützt die Umsetzung von E-Mobilitätskonzepten in gewerblichen und kommunalen Flotten. | Foto: Evum Motors
Kommt ins Rollen: Das Verkehrsministerium unterstützt die Umsetzung von E-Mobilitätskonzepten in gewerblichen und kommunalen Flotten. | Foto: Evum Motors
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat jetzt einen fünften Förderaufruf zu „Elektromobilitätskonzepten“ gestartet. Ab sofort können damit außer Kommunen und kommunalen Betrieben erstmals auch gewerbliche Unternehmen Anträge auf die Förderung solcher Konzepte stellen. Es gehe dabei um den Aufbau von elektrischen Fahrzeugflotten und deren Ladeinfrastruktur, teilt das Ministerium mit – eine Aussage, die auch umstiegswilligen Taxi- und Mietwagenunternehmen Hoffnungen machen könnte.

"Gerade in den Kommunen gibt es viele Möglichkeiten, auf klimafreundliche Fahrzeuge umzusteigen. Das Spektrum reicht von ÖPNV-Bussen, über die Straßenreinigung oder Müllabfuhr bis hin zur nachhaltigen Logistik. Damit der Umstieg einfach und problemlos gelingt, brauchen wir aber gute Pläne", erklärt Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (CSU).

Rund 200 Konzepte habe man schon gefördert, die Hälfte davon sei umgesetzt. Jetzt sollen weitere Regionen dazu kommen. Die Förderung von batterie-elektrischer Mobilität laufe seit 2010. Im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität gab es bereits vier Förderaufrufe. Das BMVI setzt folgende Schwerpunkte:

  • Elektrifizierung kommunaler und gewerblicher Flotten inklusive Ladeinfrastruktur
  • Grundlagen zum Aufbau einer kommunalen/regionalen öffentlichen Ladeinfrastruktur
  • Integration kommunaler bzw. gewerblicher E-Fahrzeuge in intermodale Verkehrs- und Logistikkonzepte und Mobilitätsdienstleistungen.

Mit der Abwicklung hat das Ministerium wieder die NOW GmbH beauftragt. Das Programm vom März 2021 trägt den Namen „Kommunale und gewerbliche Elektromobilitätskonzepte (03/2021)“. Es sieht drei Schwerpunkte vor. Für Taxi- und Mietwagenunternehmen ist der Schwerpunkt 2 interessant. Er nennt sich „Elektrifizierung von gewerblichen Fahrzeug-Flotten / Fuhrparks mit entsprechenden Ladeinfrastrukturkonzepten“.

Pflicht zur Ökostrom-Nutzung

Dazu heißt es in den Informationen der NOW GmbH, gewerbliche Konzepte sollten „insbesondere technische und betriebliche Machbarkeit, Umweltnutzen von Maßnahmen zur systemischen Integration der Elektromobilität in bestehende betriebliche oder regionale Rahmenbedingungen zum Inhalt haben“. Für eine anschließende zeitnahe Umsetzung des Konzeptes solle zudem die Entwicklung eines konkreten Maßnahmenkatalogs sowie die Einbindung von relevanten Akteuren abgebildet werden. Vorschrift ist die Nutzung von Strom aus alternativen Energiequellen.

Die Anträge müssen über das easyonline-Portal eingereicht werden (foederportal.bund.de/easyonline). Die Antragsfrist läuft bis zum 17. Mai 2021. Insgesamt stehen für diesen fünften Aufruf Fördermittel von 5 Millionen Euro zur Verfügung. Wie sie unter den Antragstellern verteilt werden, schreibt das Unternehmen nicht, nur welchen Einfluss die Angaben der Antragsteller auf die Priorisierung haben. Die förderfähigen Ausgaben sind bei maximal 100.000 Euro (netto) gedeckelt, die mit bis zu 80 Prozent förderfähig sind.

Am 18. März 2021 veranstaltet der vom BMVI ebenfalls eingebundene Projektträger Jülich von 11 bis 12 Uhr ein Online-Seminar zu diesem Förderaufruf. Dafür können sich auch interessierte Taxi- und Mietwagenunternehmer und –unternehmerinnen kostenlos auf Webex registrieren. df/jr

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