Werbung
Werbung
Werbung

Bott Vario3-Ausbau: Leicht, flexibel und vernetzt

Das neue System aus Alu soll 15 Prozent leichter, dennoch voll crashsicher sein und bessere LaSi ermöglichen. Zudem stellt der Ausbauer digitale Lösungen wie Sprachsteuerung, App-basierte Nachbestellung mit Keyless-Entry und ein Pick-by-Light-System vor.

Leichter und praktischer: Bott hat die Vario-Einrichtung komplett neu entwickelt und setzt auf Aluminium sowie Kunststoff. Die Ladungssicherung wurde stark verbessert. | Foto: Bott
Leichter und praktischer: Bott hat die Vario-Einrichtung komplett neu entwickelt und setzt auf Aluminium sowie Kunststoff. Die Ladungssicherung wurde stark verbessert. | Foto: Bott
Werbung
Werbung
Johannes Reichel

Der Fahrzeugausbauspezialist Bott hat in Stuttgart die neueste Generation seines Regalsystems Vario3 vorgestellt. Diese soll leichter, variabler und sicherer sein und zudem Kompatibilität zu den Systainer3-Werkstattkoffern des Kooperationspartners Festool bieten. Darüber hinaus zeigte der schwäbische Spezialist diverse Features als serienreifes Konzept, mit denen sich der Laderaum von Transportern digitalisieren lässt, unter anderem mit einer Sprachsteuerung für Beleuchtung und andere Fahrzeugfunktionen, einem Pick-by-Light-System für leichtere Lokalisierung, eine App-basierten automatischen Nachfüllservice, gekoppelt an ein Keyless-Entry-System, eine Unterstützung des Vor-Ort-Services per Datenbrille sowie eine Konnektivitätsoption per VPN-Technologie im Fahrzeug.

Alu ist Trumpf: Weniger Gewicht, hohe Steifigkeit

Um ein niedrigeres Gewicht zu erreichen, stellte der Hersteller konsequent auf die Kombination von Alu-Panelen auf Strangpressprofilen mit teilweisen Kunststoffkomponenten um, Stahl kommt nicht mehr zum Einsatz. Damit sollen die Ausbauten bis zu 15 Prozent leichter geworden sein, was der Nutzlast zugute kommt. Die Flexibilität wird durch das sogenannte Perfo-Lochwandsystem erhöht, wodurch sich Elemente nahezu überall am Ausbau einhängen lassen. Die Ladungssicherung wurde ebenfalls stark verbessert.
 

In den Profilen lassen sich schwerere Güter mittels der Alu-Airline-Schienen und per Airline-Fittings mit Zurringen und Gurten sichern. Leichte Gegenstände kann der Fahrer mit dem neu entwickelten C-Lash-System rasch und mit einer Hand sichern und anzurren, auch im offenen oberen Regalfach. Kombinierte Transporte von Palettenware und kleineren Frachtstücken lässt sich dadurch realisieren, dass die Einbauten ab einer bestimmten Höhe als Überhang verbaut werden können, wodurch am Boden Platz bleibt.

Die Strangpressprofile sollen bei einem Auffahrunfal Verwindung erlauben, ohne zu stark zu verformen, und fangen hohe Belastungen dadurch ab. In einem Demo-Video zeigte der Ausbau bei einem Crash aus 50 km/h kaum sichtbare Bewegungen und alle Fächer ließen sich auch nach dem Crash problemlos öffnen. Er erfüllt damit die entsprechende ECE-Norm.  Neu ist auch eine leichte Schublade aus Aluminium und Kunststoff, die sich an einem ergonomischen Griff ganz aus der Fahrzeugeinrichtung herausziehen und mitnehmen lässt. Trennwände und eine Antirutschmatte sorgen dafür, dass der Inhalt während der Fahrt nicht verrutscht.

Der Ausbau wird schlau: Sprachsteuerung erleichtert Handling

Wie der Ausbau in Zukunft "intelligent" werden soll, präsentierte der Hersteller anhand eines Konzeptfahrzeugs, das diverse Features prototypisch integriert. Interessant auch für Logistiker sind dabei Systeme wie die "Regina" genannte Sprachsteuerung im Ausbau nach dem Vorbild von Amazon Alexa, mit denen sich etwa das Licht einschalten oder auch die nächste Lieferadresse ansagen lässt. Auch das Pick-by-Light-System birgt großes Potenzial. Hier könnten sich etwa die Transporter im Depot vorkomissioniert beladen lassen und der Fahrer könnte sich die genaue Lage des Pakets in den Regalen sektorweise anzeigen lassen.

Wie Daimler bereits in Kooperation mit dem Konkurrenten Sortimo hat auch Bott ein allerdings vom Fahrzeughersteller unabhängiges und App-basiertes Tool entwickelt, mit dem sich die Nachlieferung in den Laderaum umsetzen lässt. Der Servicetechniker scannt dabei den Strichcode der benötigten Ware, die Bestellung läuft in einem Shop des Bott-Partners Berner ein. Der Lieferdienst erhält den Standort des Fahrzeugs sowie per Keyless-Entry über die funkgesteuerte Betätigung des in einer speziellen Box deponierten Schlüssels Zugang zum Fahrzeug und kann etwa auch nachts zustellen.

Wenn der Van zum Router wird

Eine interessante Anwendung könnte auch die Unterstützung des Fahrers per Datenbrille sein, die primär für Servicetechniker gedacht ist, die Support aus der Zentrale benötigen. Aber auch die Unterstützung beim Auffinden von Lieferadressen wären hier eine Anwendung. Schließlich zeigte der Ausbauhersteller auch noch ein Feature, mit dem sich der Transporter zum funklochsicheren VPN-Punkt und WLAN-Hotspot ausbauen lässt, mittels Router und diverser Antennen am Fahrzeug.

Systainer-Koffer sicher im Regal verstaut

Stolz ist der Anbieter auch auf die Kompatibilität zum weiter verbesserten Systainer3-Werkstattkoffersystem. Die Kooperationspartner Festool und TANOS entwickelten es gemeinsam mit bott, um den professionellen Anwendern den Arbeitsalltag weiter zu erleichtern. Sämtliche Maschinen, Werkzeuge und Verbrauchsmaterial sind mit den Bosen in die Fahrzeugeinrichtung integriert und schnell griffbereit. Auf Wunsch vergrößert der Anbieter auch das Ladevolumen der Fahrzeugeinrichtung mit einer Unterflur-Lösung. Der doppelte Boden erweitert das System um Schubladen, die von außen ergonomisch günstig zugänglich sind. Die Ausbauten werden individuell konfiguriert und können auch per Finanzierung erworben werden.

 

Printer Friendly, PDF & Email
Werbung