Brennstoffzellen-Lkw: Wüllhorst übergibt drei emissionsfreie Lieferfahrzeuge

Wüllhorst Fahrzeugbau hat drei Lieferfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb an Kunden übergeben, darunter ein Brennstoffzellen-Lkw mit Kühlaufbau. Basis der Fahrzeuge ist der Hyundai Xcient Fuel Cell.

Drei Hyundai-Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb hat Wüllhorst jetzt fertiggestellt, darunter die ersten beiden in Deutschland mit Kühlung. | Bild: Wüllhorst
Drei Hyundai-Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb hat Wüllhorst jetzt fertiggestellt, darunter die ersten beiden in Deutschland mit Kühlung. | Bild: Wüllhorst
Tobias Schweikl

Gleich drei Lieferfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb wurden von der Wüllhorst Fahrzeugbau jüngst an Kunden übergeben, darunter den nach eigener Aussage ersten Brennstoffzellen-Lkw auf Deutschlands Straßen mit Kühlaufbau und der Möglichkeit, einen tief- oder hochgekoppelten Anhänger zu fahren.

Basis der Fahrzeuge ist der Xcient Fuel Cell des südkoreanischen Herstellers Hyundai, der erst kürzlich auf dem deutschen Markt eingeführt wurde. Wüllhorst fertigt am Standort Selm die passenden und vom Fahrgestellhersteller zertifizierten Kühl- und Trockenfrachtaufbauten, kümmert sich um die Straßenzulassung und liefert die kompletten Fahrzeuge aus.

„Die besondere Herausforderung bei den Aufbauten für Wasserstofffahrzeuge ist deren zertifizierte Stirnwand“, erklärt Fahrzeugbauingenieur Felix Wüllhorst.

Sie müsse extreme Lasten aufnehmen, denn dort sind außen sieben stabile Wasserstofftanks angebracht. Zusammen fassen sie rund 31 Kilogramm des explosiven Gases, komprimiert auf einen Druck von 350 bar. Damit schaffe der Lkw etwa 360 Kilometer Reichweite inklusive dem Betrieb der elektrisch angetriebenen Kühlmaschine.

Der Kühlaufbau für den Wasserstoff-Lkw biete eine Nutzlast von 12,7 Tonnen. Die elektrische Kühlung erledigt ein Aggregat des Herstellers Frigoblock. Der Trockenfrachtaufbau mit seinen 13,9 Tonnen Nutzlast erlaubt es aufgrund seiner Doppelstock-Bauweise, Paletten übereinander zu laden.

Alle drei ebenso robusten wie leichten Aufbauten hat Wüllhorst mit einer Ladebordwand aus eigener Fertigung versehen. Zusätzlich wurden die Zugmaschinen mit dem Wüllhorst-Abbiegeassistenten 4.0 ergänzt. Dieser vereinige die Vorteile einer Erfassung per Radar mit der Orientierung per Kamera-Monitor-System in einem System, so der Hersteller.

2023 plant Hyundai weitere 110 Xcient Fuel Cell auf deutsche Straßen zu bringen.

„Zusammen mit unseren Aufbauten ist das die ideale Kombination für einen emissionsfreien Transport über lange Strecken“, so Wüllhorst.

Denn bei den Wasserstofffahrzeugen komme nichts als Wasserdampf aus dem Auspuff. Sogenannter grüner Wasserstoff lasse sich zudem CO2-neutral mit erneuerbaren Energien herstellen.

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