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Brexit-Angst: EU-Exporte nach Großbritannien explodieren

In Vorbereitung auf einen ungeordneten Brexit erhöhen Unternehmen in Großbritannien offenbar massiv Lagerbestände.

Die Zahl der Lkw-Transporte nach Großbritannien ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Auf dem EU-Festland hat sich die Nachfrage nach Laderaumkapazitäten im Verlauf des ersten Quartals 2019 hingegen entspannt. | Bild: Adobe Stock / Björn Braun
Die Zahl der Lkw-Transporte nach Großbritannien ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Auf dem EU-Festland hat sich die Nachfrage nach Laderaumkapazitäten im Verlauf des ersten Quartals 2019 hingegen entspannt. | Bild: Adobe Stock / Björn Braun
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Tobias Schweikl

Die Angst vor einem ungeregelten Ausscheiden Großbritanniens aus der EU lässt die Zahl von Warenlieferungen auf die britische Halbinsel explodieren. Das berichtet die Fracht- und Laderaumbörse Timocom. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben sich demnach die Lkw-Transporte aus allen Teilen Europas in Richtung Großbritannien im ersten Quartal 2019 mit einem Zuwachs von 112 Prozent mehr als verdoppelt. Das dokumentieren aktuelle Zahlen des Timocom Transportbarometers, mit dem das IT-Unternehmen quartalsweise die Entwicklung von Transportangebot und -nachfrage in Europas größter Frachten- und Laderaum-Anwendung dokumentiert.

„Unternehmen in Großbritannien, die von Importen aus Festland-Europa abhängig sind, erhöhen ihre Lagerbestände, um auf einen ungeordneten Brexit vorbereitet zu sein“, kommentiert David Moog, Business Analyst von Timocom, das Quartalsergebnis. Die Unternehmen befürchten demnach im Falle eines No-Deal-Brexit lange Wartezeiten an der Grenze zu Großbritannien.„Das wiederum könnte zu Versorgungsengpässen führen. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist darüber hinaus die Verzollung der Waren“, so Moog, der das stärkste Exportwachstum nach Großbritannien aus Deutschland, Frankreich und Polen beobachtet.

Ganz anders verhält sich die Entwicklung von Angebot und Nachfrage auf dem innerdeutschen Markt und dem europäischen Festland. Hier sei laut Timocom die verhaltene Konjunkturdynamik mittlerweile auch in der Transportwirtschaft angekommen. So sei die Nachfrage von Firmen, die über Timocom nach Transportoptionen für ihre Industrie- und Handelswaren suchen, im ersten Quartal 2019 gesunken.

Mit seinem Transportbarometer analysiert Timocom quartalsweise die Entwicklung von Transportangebot und -nachfrage. Die Plattform verzeichnet 130.000 Nutzer und täglich bis zu 750.000 internationale Laderaum- und Frachtangebote.

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