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Brummis im Blick: Polizei mit bundesweitem Kontrolltag

Verschiedene Polizeidienststellen und das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) haben noch für den September verstärkte Lkw-Kontrollen angekündigt.

Mit ihrem bundesweiten Kontrolltag wollen die Akteure auf die besonderen Risiken und Gefahren des Lkw-Verkehrs aufmerksam machen. | Bild: Polizei Osnabrück
Mit ihrem bundesweiten Kontrolltag wollen die Akteure auf die besonderen Risiken und Gefahren des Lkw-Verkehrs aufmerksam machen. | Bild: Polizei Osnabrück
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Tobias Schweikl
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Bei der konzertierten Aktion „sicher.mobil.leben - Brummis im Blick“ wird die Polizei wieder bundesweit verstärkt Lkw-Kontrollen durchführen. Die Verkehrssicherheitsaktion der Innenministerkonferenz ist für den 12. September 2019 angekündigt. Geplant sind neben einer Großkontrolle weitere mobile Kontrollen. Neben verschiedenen Polizeidienststellen bundesweit beteiligt sich an der Aktion auch das Bundesamt für Güterverkehr (BAG). Mit dem Kontrolltag wollen die Akteure den Güterverkehr sicherer machen. Deshalb nehmen sowohl der Straßenkontrolldienst als auch der Mautkontrolldienst des BAG teil. Dies geschieht laut einer Mitteilung im Rahmen einer zentralen Kontrolle im Großraum Berlin und durch Beteiligung der Länderpolizeien.

Einer der Schwerpunkte bei den Kontrollen wird die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten sein. Auch der technische Zustand der Lkw wir unter die Lupe genommen. Die Polizei wird zudem einen Blick auf die Ladung und deren Sicherung werfen und die Achslasten prüfen.

Marco Ellermann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück, setzt darauf, dass die Kontrollen die Gefahren mindern können: „Unsere regelmäßigen Lkw-Kontrollen bringen zum Teil gravierende Mängel ans Tageslicht. Auch diese bundesweite Aktion kann dazu beitragen, die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen.“

Im Zuge fortschreitender nationaler und internationaler wirtschaftlicher Verflechtung nehme der gewerbliche Personen- und Güterverkehr - gerade im Transit-Land Deutschland - stetig zu, begündet das BAG die Notwendigkeit solch konzertierter Aktionen. Rund 70 Prozent aller Güter würden per Lkw transportiert, Tendenz steigend. Hinzu kommt, dass Berufskraftfahrer einem hohen Zeit- und Kostendruck ausgesetzt sind. Da sie in der Regel schwere Lasten oder andere Personen befördern liegt auf ihnen eine besondere Verantwortung. Mit der diesjährigen Aktion „sicher.mobil.leben“ unter dem Titel „Brummis im Blick“ wolle, so das BAG, man auf die besonderen Risiken und Gefahren dieser Gruppe aufmerksam zu machen.

Die Polizeidirektion Osnabrück betont die überdurchschnittlich schweren Folgen von Lkw-Unfällen. Allein im Jahr 2018 registrierte die Polizeidirektion Osnabrück 3.774 Verkehrsunfälle mit Lkw-Beteiligung. Dabei gab es 524 Verletzte, davon 136 schwer und 15 tödlich.

Bundesweit registrierte die Polizei 28.631 Unfälle mit Lkw, bei denen rund 39.500 Personen verletzt wurden, davon 7.293 schwer. 762 Menschen wurden bei diesen Unfällen getötet.

„Wir alle kennen schreckliche Bilder von Lkw, die auf Stauenden aufgefahren sind, die so genannten Elefantenrennen und endlose Lkw-Schlangen auf der rechten Spur“, beschreibt Minister Grote den Alltag auf deutschen Straßen. „Wir wissen aber auch, dass gerade die gewerblichen Lkw-Fahrer heute einem immer größer werdenden Zeitdruck ausgesetzt sind. Sie tragen zugleich aufgrund der besonderen Größe und Schwere ihrer Fahrzeuge zugleich eine besondere Verantwortung für Ihre eigene Sicherheit sowie die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer“.

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