Bundestagswahl 2021: MAN mahnt zu raschem Handeln für Dekarbonisierung

Lkw-Hersteller hält unter anderem die Versorgung mit bezahlbarem Strom aus erneuerbaren Energien sowie eine CO2-basierte Bepreisung der Mobilität für unabdingbar.

MAN hat die Dekarbonisierung des Verkehrssektor nach Eigenangaben in seiner Unternehmensstrategie verankert. (Foto: MAN Truck & Bus)
MAN hat die Dekarbonisierung des Verkehrssektor nach Eigenangaben in seiner Unternehmensstrategie verankert. (Foto: MAN Truck & Bus)
Johannes Reichel
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Therese Meitinger)

Der Münchner Nutzfahrzeughersteller MAN Truck & Bus hat nach der Bundestagswahl die politischen Parteien aufgefordert, in Sachen Klimaschutz ernst zu machen. Man habe die Dekarbonisierung des Verkehrssektors fest in seiner eigenen Unternehmensstrategie verankert, argumentiert MAN in einer Pressemitteilung vom 27. September. Eine neue Bundesregierung müsse allerdings die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen, damit Transport und Logistik auch in Zukunft wirtschaftlich möglich seien.

„Insbesondere an Autobahnen, Bundesstraßen und in urbanen Gebieten mit hoher wirtschaftlicher Aktivität brauchen wir Ladestationen, die auf das Laden von Nutzfahrzeugen ausgelegt sind, und ein Stromnetz, das über die notwendigen Kapazitäten an regenerativer Energie verfügt", erklärt Andreas Tostmann, Vorsitzender des Vorstandes MAN Truck & Bus SE.

Dafür bedürfe es der Bereitstellung notwendiger Strommengen zu wirtschaftlichen Preisen, so Tostmann weiter. Auch muss seiner Ansicht nach der Aufbau eines Kernnetzes an Ladeinfrastruktur mit 700 bis 1.000 Kilowatt entlang der großen europäischen Verkehrskorridore bis 2025 konsequent vorangetrieben werden.

Als dritte Säule der Verkehrspolitik sieht MAN der Mitteilung zufolge die Notwendigkeit, den Ausstoß von CO2 angemessen zu bepreisen. Zur Dekarbonisierung des Verkehrswesens beitragen können nach Ansicht des Unternehmens auch finanzielle Anreize, die klimaneutrale Technologien wettbewerbsfähiger machen. Dies könne zum Beispiel durch die Einführung einer CO2-basierten Maut, Mautbefreiung von Zero-Emission-Fahrzeugen bis 2030 oder reduzierte Steuersätze für emissionsfreie Nutzfahrzeuge erfolgen, heißt es.

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