Bundesvereinigung Logistik: Das neue Normal in Netzwerk und Service

Seit knapp einem Jahr prägt ein pandemiebedingt veränderter Alltag das Leben. Auch die BVL hat sich angepasst.

. Die BVL Seminare wollen auch künftig auf ein erweitertes Portfolio aus Online- und Präsenzseminaren setzen. | Bild: BVL
. Die BVL Seminare wollen auch künftig auf ein erweitertes Portfolio aus Online- und Präsenzseminaren setzen. | Bild: BVL
Tobias Schweikl

Die Bundesvereinigung Logistik (BVL), ihre Weiterbildungseinheiten BVL Seminare und Deutsche Außenhandels- und Verkehrs-Akademie (DAV) und die BVL.digital GmbH auf die Folgen der Pandemie reagiert. Für die Mitglieder ebenso wie für Nicht-Mitglieder wurden neue Formate erprobt. Anfangs kurzfristig und aus der Notwendigkeit geboren, wie beim Tag der Logistik im April 2020, der innerhalb weniger Wochen weitgehend auf digitale Veranstaltungsformate umgestellt wurde. Oder beim Deutschen Logistik-Kongress, den die BVL im Oktober zu Beginn der zweiten Corona-Welle innerhalb von zehn Tagen von einem überwiegend analogen in ein digitales Format umbaute. Doch wie es aussieht, sind die Innovationen gekommen, um zu bleiben. Das Publikum nimmt die neuen Formate an.

Zum Auftakt dieses Jahres verzeichnete die BVL nach eigener Aussage beim gestreamten zweitägigen Forum Automobillogistik mehr als 1.200 Anmeldungen und knapp 1.100 Teilnehmer. 160 waren es zwei Wochen zuvor bei der anderthalbstündigen Preisverleihung des Manufacturing Excellence Awards 2020.

Die Erfahrungen: Die Technik läuft weitgehend stabil, Zusammenschaltungen von vielen unterschiedlichen Orten sind bei guter Regie kein Problem. Gegenüber analogen Veranstaltungen wurden die Zeitfenster für Vorträge, Diskussionen oder Interviews verkürzt und zur Auflockerung Filmeinspielungen sowie unterhaltsame Warm-ups und Wrap-ups im Plauderformat integriert. Über Chatfunktionen der Veranstaltungen als auch über die BVL App „BVL Connect“ stehen Teilnehmende miteinander in Kontakt

Bei den ein- oder mehrtägigen Seminaren wirkt sich die Umstellung auf digitale Wissensvermittlung laut BVL in keiner Weise negativ aus. Zeit- und Kosteneinsparungen für Reise und Unterkunft machten die neuen Angebote attraktiv. Durch den Einsatz eines professionellen Meeting-Tools seien auch bewährte Methoden wie etwa kurze Gruppenarbeiten anwendbar. Und auch der Netzwerkgedanke bleibe bestehen. Die BVL Seminare wollen auch künftig auf ein erweitertes Portfolio aus Online- und Präsenzseminaren setzen.

Die BVL.digital ist der Motor hinter vielen dieser Entwicklungen. Vor allem im ersten Lockdown habe die verbandseigene Digitaleinheit vielfach als Feuerwehr agiert und die Tools zur Verfügung gestellt. Beispiele sind die Mitgliederversammlung 2020, Vorstandssitzungen sowie die Digital-Events und das Web-Portal Technologieradar.

Für 2021 hat sich BVL.digital neue Projekte vorgenommen, unter anderem die Digital Logistics Days, die vom 23. bis 25. März stattfinden werden. Weitere Pläne betreffen die digitale Weiterbildung, die Weiterentwicklung der BVL Connect App zu einer umfassenden Content-Plattform, die Inkludierung spannender Start-ups in den Technologieradar und die Initiierung von Arbeitsgruppen rund um die Themen der digitalen Logistik.

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