Caddy Maxi 4Motion mit Allrad-Antrieb

Den einzigen Allrad-Antrieb im Lieferwagen-Segment gibt es jetzt auch für den großen Bruder des „Caddy“: Der „Caddy Maxi 4Motion“ von Volkswagen wird von einem 105-PS-Motor angetrieben.
Redaktion (allg.)
Nachdem vor rund einem Jahr der normale „Caddy“ als „4Motion“ vorgestellt wurde, hat Volkswagen Nutzfahrzeuge das Allradkonzept nun auf die verlängerte Version seines Lieferwagens übertragen. Der „Caddy Maxi 4Motion“ ist um 47 Zentimeter länger als die Standardausführung. Er wird ausschließlich vom bereits bekannten 1,9-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel mit 77 kW (105 PS) bei 4.000 U/min angetrieben. Das maximale Drehmoment des Euro-4-Motors liegt bei 250 Nm (bei 1.900 U/min). Das gute an dem Allradkonzept von VW ist die elektronisch geregelte Haldex-Kupplung. Im Gegensatz zu früheren Allradantrieben, die permanent mitliefen und damit auch permanent mehr verbrauchten, wird die Antriebskraft nun situationsabhängig verteilt. Sensoren erfassen die Fahrsituation und ein Steuergerät errechnet das ideale Antriebsmoment für die Vorder- und Hinterachse und verteilt das Drehmoment dorthin, wo es gerade benötigt wird. Im Extremfall können bis zu 100 Prozent des Antriebsmoments an die Hinterachse geleitet werden. Für die Verteilung der Antriebskraft kommt eine elektrohydraulisch gesteuerte Kupplung zum Einsatz, die in einem Ölbad läuft und direkt an das Hinterachsgetriebe angeflanscht ist. Der Nachteil eines Allradantriebs ist systemimmanent: das Mehrgewicht. Rund 100 Kilogramm müssen immer zusätzlich mitbewegt werden, was laut Volkswagen einen Mehrverbrauch von 0,2 bis 0,3 Litern auf 100 Kilometern ausmacht. VW zielt mit dem Allrad-Lieferwagen, der momentan der einzige in diesem Segment ist, auf gewerbliche Kunden in Gebirgsregionen oder jene, die häufig auf anspruchsvollen Straßen unterwegs sind. Besonderen Zuspruch findet der 4Motion bisher naturgemäß in Österreich. Dort werden nach Angaben von VW seit der Markteinführung rund 25 Prozent aller Caddy mit dem Allradsystem bestellt. (tpi) Foto: Th. Pietsch