Cargobikes: Tern vertreibt Carla-Cargo-Trailer in Nordamerika

In Zeiten des anhaltenden Online-Booms hält der Hersteller Tern die Belieferung per Lastenrad und Trailer für eine umweltfreundliche Option. Jetzt übernimmt man den Vertrieb für Carla Cargo in Nordamerika.

Am Haken: Die Kombination aus Tern GSD E-Cargobike und Carla-Cargo-Trailer könnte manchen Transporter ersetzen, wie in Dublin beim Bikesharing-Anbieter Bleeper. | Foto: Tern
Am Haken: Die Kombination aus Tern GSD E-Cargobike und Carla-Cargo-Trailer könnte manchen Transporter ersetzen, wie in Dublin beim Bikesharing-Anbieter Bleeper. | Foto: Tern
Johannes Reichel

Der Urban Bike Spezialist Tern hat eine Kooperation von Carla Cargo Engineering und seiner nordamerikanischen Vertriebstochter Stile Products bekanntgegeben. Ab sofort werden die Schwerlastanhänger über Stile an gewerbliche Kunden vertrieben, die nach ökologischen Lösungen für den Lieferverkehr suchen. „Wir freuen uns, dass immer mehr Unternehmen auf eine nachhaltigere Form des Gütertransports setzen“, erklärte Carla Cargo-Gründer Markus Bergmann. Mit der Partnerschaft hofft man, in den USA, Kanada und Mexiko expandieren zu können.

Zudem sieht man in der Kombination aus dem GSD-Cargobike von Tern mit E-Antrieb und außergewöhnlich steifen Rahmen "ein ideales Zugfahrzeug“, wie es heißt. Die Lasten-Anhänger können Güter von bis zu 150 kg transportieren, wenn sie von einem Fahrrad gezogen werden. Der Trailer kann auch vom Rad abgekoppelt und für die Anlieferung in größeren Gebäudekomplexen als Handwagen eingesetzt werden. Dann darf er sogar bis zu 200 kg transportieren. Tern hat eine spezielle Kupplung entwickelt, um den Lastenanhänger an
sein „Compact Utility E-Bike“ namens GSD anzukoppeln. 

Ersatz für motorisierte Verkehre

Heute schon nutzen Firmen in ganz Europa die Kombination aus GSD und Carla Cargo und ersetzen damit motorisierte Transporter im täglichen Betrieb. In New York sind Carla Cargo-Lastenanhänger bereits hundertfach unterwegs: Hier liefern Fahrradkuriere Lebensmittel im gesamten Stadtgebiet aus.

„Wer sich eine amerikanische Großstadt und die schiere Menge an Lieferfahrzeugen in den verkehrsreichsten Zonen ansieht, erkennt augenblicklich, warum wir nachhaltigere Lösungen brauchen“, erklärte Steve Boyd, Geschäftsführer von Tern North America und Stile Products.

Er glaubt nicht, dass die Verbraucher künftig weniger bestellen, nur um den Verkehr zu entlasten. Aber Händler und Logistik-Unternehmen hätten die Option, sich für eine umweltfreundlichere Lieferoption entscheiden, von der alle profitierten, plädierte der Manager

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