Cargoclix-Studie: Zeitfenstermanagment reduziert Wartezeiten

Bei einer breit angelegten Studie gaben 58 Prozent der Transport- und Logistikdienstleister eine Verkürzung von im Schnitt 34 Minuten an - und besseren Umgangston.

Mehrfach hilfreich: Mit Zeitfenstermanagement soll sich nicht nur die Wartezeit verkürzen, sondern auch der Umgangston an Pforte und Rampe verbessern. | Foto: Cargoclix
Mehrfach hilfreich: Mit Zeitfenstermanagement soll sich nicht nur die Wartezeit verkürzen, sondern auch der Umgangston an Pforte und Rampe verbessern. | Foto: Cargoclix
Redaktion (allg.)

Zeitfenstermanagement-Systeme verkürzen die Wartezeiten an der Rampe deutlich. Das hat laut dem Anbieter von Zeitfenstermanagementsystemen Cargoclix eine Umfrage unter 622 Transport- und Logistikdienstleistern ergeben. 58 Prozent der befragten Transport- und Logistikdienstleister hätten eine Verkürzung der Wartezeiten an den Ablieferstellen durch den Einsatz von Zeitfenstermanagement-Systemen festgestellt, berichtet der Anbieter. Erstmals lägen auch Daten über die Höhe der Zeitersparnis vor: Setze man eine durchschnittliche Wartezeit an der Rampe (Quelle: SCI Logistikbarometer, 15. Juni 2011, rechnerisches Mittel) von 68 Minuten an, bedeute dies für jeden Fünften derjenigen, die kürzere Wartezeiten bestätigt haben, eine durchschnittliche Verkürzung von mehr als 34 Minuten, jeder Dritte warte zwischen 17 und 34 Minuten weniger und ein weiteres Drittel immer noch um bis zu 17 Minuten weniger.

 

„Wir wissen, dass Transport- und Logistikdienstleister Zeitfenstermanagement-Systemen grundsätzlich eher kritisch gegenüberstehen. Umso mehr hat uns überrascht, dass die Nutzer die Wirksamkeit so deutlich bestätigen“, sagt Professor Dr. Victor Meier, Gesellschafter von Cargoclix und Auftraggeber der Untersuchung. Die Ergebnisse der Studie seien eindeutig: „Zeitfenstermanagement funktioniert, aber beide Seiten müssen ihre Hausaufgaben an der Rampe machen,“ fordert Cargoclix-Gründer Meier. Die größten Stellhebel sieht er darin, dass Rampenbetreiber die Logistikdienstleister nicht nur dazu „verpflichten“, Zeitfenstermanagement-Systeme zu nutzen, sondern gleichzeitig Zeitfensterlänge und Rampenkapazitäten ausreichend dimensionieren, so dass gebuchte Zeitfenster zuverlässig und pünktlich bedient werden können.

 

Zu den weiteren Kernergebnissen der Studie zählt laut Anbieter, dass die Mehrheit der Teilnehmer (51 Prozent) außerdem eine Verbesserung der Be- und Entladezeiten durch Zeitfenstermanagement-Systeme wahrnehme. Jeder vierte davon (25 Prozent) sagt sogar, dass sich die Be- und Entladezeiten deutlich verbessert haben. Ebenfalls verbessert habe sich die Transparenz der Information rund um die Abläufe an der Rampe für 53 Prozent der Befragten, für jeden fünften (19 Prozent) davon sogar deutlich. 48 Prozent der Befragten hätten erklärt, dass der bürokratische Aufwand abgenommen habe. In puncto Prozessoptimierung bestehe noch mehr Potenzial: Hier hielten sich die Befragten, die eine Verbesserung sehen (46 Prozent), mit denen die Waage, die keine Veränderung beobachten (48 Prozent) hätten. Zu den überraschenden Ergebnissen gehöre, dass fast jeder dritte Befragte (30 Prozent) angibt, dass sich nach der Einführung von Zeitfenstermanagement sogar den Umgangston an der Rampe verbessert habe.

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