CeMAT 2014: RackRacer klettert im Regal

Auf der Intralogistikmesse CeMAT in Hannover haben die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML aus Dortmund ein neuartiges Shuttle-Konzept für die automatische Bedienung von Kleinteilelagern vorgestellt.
Tobias Schweikl
Der so genannte „RackRacer“ bewegt sich nicht wie herkömmliche Shuttles horizontal durch die Regalebenen sondern kann auch diagonal „klettern“. Vier schwenkbare und gurtbespannte „Raupen“ greifen dazu nach im Regal angebrachten Haltepunkten und ziehen das Shuttle nach vorne oder auch schräg nach oben und unten. So kann der RackRacer innerhalb des Lagers die Ebenen wechseln. Das System benötigt deshalb keine durchgehende Fahrschiene und auch keinen Lift zum Ebenenwechsel am Anfang der Regalzeile. Bereits vor rund zehn Jahren wurde im Fraunhofer-IML mit dem „MultiShuttle“ eines der ersten schienengebundenen Shuttlesysteme entwickelt. Diese haben sich mittlerweile am Markt etabliert und werden vor allem als automatische Kleinteilelager oder als Pufferlager für die Kommissionierung eingesetzt. Ihren Siegeszug in der Lagertechnik verdanken die kleinen Fahrzeuge vor allem der einfachen Skalierbarkeit des Gesamtsystems sowie der hohen Kompaktheit und Flexibilität im Lageraufbau. Wollen sie jedoch die Lagerebene wechseln, müssen sie zum Gassenanfang oder -ende fahren, um von dort mithilfe eines Aufzugs in die gewünschte Ebene zu wechseln. Dadurch entstehen nicht nur unnötige Fahrwege, sondern unter Umständen auch Wartezeiten, wenn der Lift zum limitierenden Faktor im Gesamtsystem wird.
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