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CeMAT 2018: Neues vom smarten Transportroboter

Vor zwei Jahren präsentierte das Fraunhofer IML sein Entwicklungsprojekt „Smart Transport Robot“ erstmals der Öffentlichkeit. Jetzt hat der Kleine gelernt, sich im Lager umzusehen.
Das Fraunhofer IML präsentiert den „Smart Transport Robot“ auf der CeMAT 2018 in Halle 21, Stand K24. | Foto: Fraunhofer IML
Das Fraunhofer IML präsentiert den „Smart Transport Robot“ auf der CeMAT 2018 in Halle 21, Stand K24. | Foto: Fraunhofer IML
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Tobias Schweikl

Leicht, belastbar und effizient war er schon; jetzt wurde seine Navigation überarbeitet: der „Smart Transport Robot“ des Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML. Der Vorgänger nutzte für die Navigation noch ein hybrides Ortungssystem aus Odometrie und Funksendern. Die neueste Version erkennt nun seine Umgebung. Deshalb sind auch keine künstlichen Landmarken oder Bodeninstallationen mehr notwendig. Die Kartierung und die Lokalisierung erfolgt durch einen sogenannten »SLAM Algorithmus« (Simultaneous Localization and Mapping). Dafür bewegt sich das Fahrzeug vor Inbetriebnahme systematisch durch die gewünschte Umgebung und erstellt dabei eine Karte von der zukünftigen Arbeitsumgebung.
Um die Route lokal zu optimieren, wird der sogenannte »Time-Elastic-Band (TEB)-Ansatz« eingesetzt. Dadurch kann der Transportroboter bei der Lieferung der Ware von A nach B spontan auf Veränderungen in der Umgebung reagieren: Menschen oder andere Fahrzeuge erkennt er über eingebaute Sensoren und einen Sicherheitsscanner.
Der kleine Roboter wurde aber nicht nur intelligenter sondern auch kräftiger. Die erste Version konnte bei einem Eigengewicht von 135 kg Lasten von bis zu 550 kg bewegen. Die aktuelle Fassung transportiert bei einem Eigengewicht von 120 kg rund 1.000 kg. Derzeit wird noch an der Schnelligkeit gearbeitet: 2,2 m/s soll der Roboter künftig schaffen, derzeit sind es 1,2 m/s.
Zwei Jahre ist es her, dass die Forscher des IML das intelligente Transportsystem im Kofferformat vorstellten. Seitdem wurde gemeinsam mit der BMW Group und dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA an seiner Weiterentwicklung gearbeitet. Bis Ende 2018 soll das FTS serienreif sein.
Starke Projektpartner
Entstanden ist der smarte Robot 2016 im Rahmen des „BMW Enterprise Lab for flexible Logistics“. Er ist auf die Arbeitsabläufe in Werken der BMW Group ausgerichtet und passt sich dort den gegebenen Strukturen an. Er kann mit Autoteilen beladene „Rolluntersetzer“ aufnehmen, transportieren und am Auftragsziel wieder auf dem Boden abstellen.
Interessant für BMW: Der Automobilhersteller kann aufgrund der engen Zusammenarbeit innerhalb des BMW Enterprise Labs und der verbauten Autoteile den intelligenten Transportroboter selbst in Serie produzieren. Die einfache und kostengünstige Eigenproduktion war eines der Projektziele.

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