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City-Logistik: City Transformer zeigt flexibles Konzept für Personen und Fracht

Ein israelisches Start-Up will Parkplatzprobleme mit einem Chassis lösen, das sich falten lässt. Eine Version für City-Logistiker trägt bis zu 1.000 Kilo Nutzlast. Marktstart bis 2020.

Zweifaltigkeit: Der City-Transformer kann sich je nach Platzangebot zusammenschieben, dank eines flexiblen Chassis. | Foto: City Transformer
Zweifaltigkeit: Der City-Transformer kann sich je nach Platzangebot zusammenschieben, dank eines flexiblen Chassis. | Foto: City Transformer
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Johannes Reichel

Das israelische Start-Up-Unternehmen City Transformer ein Konzept vorgestellt, das sich bei Bedarf zusammenfalten lässt. Einmal mehr setzt man dabei auf die Idee des Querparkens. Und um hier auch kleinste Lücken nutzen zu können, verfügt der City Transformer über ein Fahrwerk, dass sich auf die 1,0 Meter Gesamtbreite des Autos „einziehen“ lässt, während man sonst mit stämmigeren 1,4 Meter Spurweite unterwegs ist. Und das mit bis zu 90 km/h bis zu 150 Kilometer weit. Bei der Fahrwerkstechnik hat an der Entwicklung unter anderem Yamaha mitgewirkt, wo man in Sachen ATV (All-Terrain-Vehicle) Fahrwerkskompetenz mitbringt. Hinter City Transformer steckt neben dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Asaf Formoza auch Prof. Johann H. Tomforde, der hier als Unternehmensberater und Design-Betreuer tätig wurde und für diverse innovative „Transformer-Projekte“ bekannt ist. Der Zweisitzer soll ab 2020 sowohl für den Privatgebrauch als auch für Carsharing-Flotten angeboten werden.

Cargo-Variante mit bis zu 1.000 kg Nutzlast

Und dazu plant man verschiedene Versionen: Wie der Renault Twizy startet man mit der sehr offenen Variante „Fun“, der eine wetterfestere Version zur Seite gestellt werden soll. Dazu kommt natürlich eine Cargo-Version mit Laderaum statt Rücksitz und eine Family-Variante mit „Rückbank“. Die Cargo-Version soll üppige 1.000 kg Nutzlast aufweisen. Der endgültige Prototyp soll bis Mitte 2019 stehen, die Fertigung ab 2020 starten. Auch bei den Preisen versuchen die Israelis, Maß zu halten: Das Basismodell soll für 10.500 Dollar netto (ohne Steuern) vorbestellbar sein, allerdings rechnet man auch hier exklusive Akku. Bis es soweit ist, sammelt man Vorbestellungen: Sobald man 10.000 Pre-Orders verbucht hat, soll die Fertigung starten. Auch City Transformer plant hier neben der Produktion im Heimatland mit weiteren Satelliten in anderen Ländern. In der EU soll der Stromer als „Quad“ zugelassen werden – und da die Website auch schon auf deutsch programmiert ist, kann man davon ausgehen, dass die Israelis auch den deutsche „Cities transformieren“ wollen. (gs/jr)

Unser Fazit:

Ein Fahrzeug, das sich während der Fahrt den gegebenen Räumlichkeiten anpasst? Originelle Idee in der Theorie, aber die Praxis etwa im Fuhrpark eines City-Logistikers kann man sich noch nicht so richtig vorstellen. Vielleicht so: In ausgefahrenem Zustand startet man in die Lieferrunde und hat dann nach hinten raus die nicht uncharmante Option, bei Parkproblemen "alle Register" zu ziehen. Andererseits: Mit 1,40 Metern Breite und 2,35 Meter Länge ist auch die Standardversion nicht zu üppig für enge urbane Räume. Und vor allem: Die Nutzlast ist üppig, die Reichweite völlig ausreichend für Lieferdienste und der Antrieb lokal emissionsfrei.

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