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City-Logistik: Deutscher Radlogistikverband vor dem Start

Anlässlich der europäischen Konferenz der Radlogistiker wollen sich deutsche Cargo-Biker zu einem Verband zusammenschließen. Ziel ist es, der Branche mehr Gehör zu verschaffen und die Potenziale des Transportmittels zu erschließen.
Potenziale erschließen: Ein deutscher Radlogistikverband will der Branche mehr Gehör verschaffen und die Chancen des alternativen Transportmittels für die Entlastung der Innenstädte besser darstellen. | Foto: DLR
Potenziale erschließen: Ein deutscher Radlogistikverband will der Branche mehr Gehör verschaffen und die Chancen des alternativen Transportmittels für die Entlastung der Innenstädte besser darstellen. | Foto: DLR
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Johannes Reichel

Im Rahmen der am 13. April in Berlin stattfindenden European Cycle Logistics Conference haben die Veranstalter die Gründung eines nationalen Radlogistikverbandes angekündigt. Wie einer der Initiatoren und Cargo-Bike-Unternehmer Martin Seissler aus Berlin erklärte, soll der Verband die bisher diffusen und wenig strukturierten Interessen der Radlogistiker bündeln. „Wir wollen im Verein auch eine stärkere Stimme für ein weithin unterschätztes alternatives Transportmittel in der City Logistik sein und gerade den neu entstehenden kleinen und mittleren Radlogistikern mit dem Verband bei der Politik mehr Gehör verschaffen“, skizzierte Seissler. Als wichtigste Aufgaben des Verbandes werde auch nach dem Wunsch der Gründungsmitglieder politisches Lobbying und die Durchführung von Netzwerkveranstaltungen gesehen. Darüber hinaus soll ein Schwerpunkt der Verbandsarbeit auf der dringend benötigten Standardisierung der Lastenradtechnik liegen.

Professionalisierung im Blick

Insbesondere die professionelle Anwendung schwerer Cargo-Bikes bis 300 kg Nutzlast soll dabei im Fokus stehen, daneben auch die wendige Klasse der einspurigen Lastenräder bis 100 kg Zuladung. Speziell der Einsatz von Lastenrädern bei Kurierdiensten bilde ein weiteres prioritäres Handlungsfeld, so Seissler weiter. Hier sehen die Gründer des Verbandes speziell hohes Potenzial für den Ersatz oder die Ergänzung der konventionellen, motorisierten Transportmittel, wie es auch große KEP-Logistiker vermehrt in der Praxis erproben. Zuletzt hatte etwa DPD die Aufstockung seiner Lastenradflotte angekündigt. UPS hatte zuvor schon in einem Pilotprojekt in Frankfurt massive Einsparpotenziale zur Reduzierung der eigenen Transporterflotte und damit des Verkehrsaufkommens ermittelt. „Wir glauben, dass mit der technologisch rasch voranschreitenden Weiterentwicklung des elektrisch unterstützten Lastenrads noch viel größere Spielräume entstehen, die eine konkrete und schnelle Entlastung der Innenstädte von Lärm und Abgasemissionen bringen würde und zudem die Park- und Platzproblematik entspannen könnten, Stichwort Parken in zweiter Reihe“, erklärte Seissler. Der Verband wolle einen Beitrag leisten, die Potenziale des emissionsfreien und leisen Transportmittels Cargo Bike zu erkennen und zu erschließen.

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