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City-Logistik: DLR-Projekt sucht Lastenrad-Tester im Gewerbe

Institut für Verkehrsforschung untersucht, inwieweit Cargo-Bikes in Logistik und Gewerbe eine Alternative sein können. Aus DLR-Sicht ließen sich gut 40 Prozent der Aufträge im innerstädtischen Kuriergeschäft mit E-Lastenrädern bewältigen.
Stadtmeister aller Klassen: Das DLR stellt in einem bundesweiten Projekt verschiedene Cargo-Bike-Modelle vom einspurigen "Long John" bis zu zweispurigen, palettentauglichen 0,5-Tonnen-"Schwertransportern" zur Verfügung. | Foto: DLR
Stadtmeister aller Klassen: Das DLR stellt in einem bundesweiten Projekt verschiedene Cargo-Bike-Modelle vom einspurigen "Long John" bis zu zweispurigen, palettentauglichen 0,5-Tonnen-"Schwertransportern" zur Verfügung. | Foto: DLR
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Johannes Reichel

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sucht derzeit noch bundesweit Betriebe auch aus dem Umfeld der City-Logistik, die im Rahmen des 2017 gestarteten Förderprojekts Lastenräder in der Praxis testen. Mit dem Projekt „Ich entlaste Städte“ will das Institut für Verkehrsforschung im DLR zudem das Lastenrad als Transportalternative bekannt machen. Dabei richtet man sich gezielt an professionelle Nutzerinnen und Nutzer. Mit derzeit 17 verschiedenen Modellen und 150 Testrädern sollen in dem Praxistest bei Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen konkrete Anstöße für eine umweltgerechte Verlagerung des Verkehrs geliefert werden. Das DLR stellt je nach Anforderung verschiedene Lastenradmodelle für zwei bis vier Monate Testspanne zur Verfügung, darunter auch besonders einsteigerfreundliche Versionen ohne hohe Investitionskosten. Für die Nutzung erhoben wird lediglich eine Pauschale von 1 Euro pro Tag.

Im Rahmen des mit dem Projekt verbundenen Forschungsauftrags wird das Projekt wissenschaftlich begleitet. Auf diese Weise hofft man, zu einer fundierte Einschätzung zu kommen, wie das Lastenrad als gewerbliches Fahrzeug von der Wirtschaft und öffentlichen Einrichtungen angenommen wird. Im Rahmen der sogenannten Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) hatte das Bundesumweltministerium eine Förderung für das dreijährige Projekt „Lastenrad-Test“ des DLR angekündigt. Das Mobilitätsprojekt solle den Einsatz von Lastenrädern in der gewerblichen Nutzung stärken und so einen Beitrag zur Minderung der Treibhausgasemissionen leisten, teilte das Ministerium mit. „Lasten können nicht nur im privaten Bereich effizient und klimaschonend mit Lastenrädern transportiert werden“, erklärte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth bei der Vorstellung.

"Ehrgeizige Klimaschutzziele und wachsendes Verkehrsaufkommen im städtischen Güterverkehr machen die Entwicklung und den Test neuer Belieferungskonzepte auf der ,letzten Meile' notwendig", zeigt sich das DLR überzeugt. Mit Lastenrädern lasse sich ein beträchtlicher Teil des innerstädtischen Wirtschaftsverkehrs leise und umweltschonend abwickeln. Die Elektrifizierung dieser Transportmittel eröffne dabei weitere Potenziale. Dies bewiesen aus Sicht des DLR die Ergebnisse des Projekts „Ich ersetze ein Auto“, bei dem von 2012 bis 2014 Kurierdienstleistern deutschlandweit Elektro-Lastenräder zum Test anboten worden waren. Rund 42 Prozent der von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren durchgeführten Aufträge und 19 Prozent der daraus resultierenden Fahrleistung hätten demnach mit Elektro-Lastenrädern realisiert werden können.

Weitere Informationen finden Interessenten auf der Projekthomepage des DLR.

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