Contargo: Schnelllader für E-Lkw am Terminal Neuss

Terminalbetreiber rüstet seine Infrastruktur im Bereich der e-Mobilität auf und nimmt in Neuss eine Schnelladestation für E-Lkw in Betrieb, mit der die beiden 44-Tonner-E-Trucks versorgt werden.

Die E-Lkw bei Contargo Neuss können jetzt auch zwischendurch geladen werden (Foto: Contargo)
Die E-Lkw bei Contargo Neuss können jetzt auch zwischendurch geladen werden (Foto: Contargo)
Johannes Reichel
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Der Terminalbetreiber Contargo baut seine Infrastruktur im Bereich der e-Mobilität aus und eröffnet in Neuss eine Schnelladestation für E-Lkw. Die beiden vollelektrischen Sattelzugmaschinen am Contargo-Terminal in Neuss können ab sofort an einer Schnellladestation Strom Tanken. An der „Zapfsäule“ stehen dafür 150 kW bereit. Zwischenladen sei damit zügig möglich, teilt das Unternehmen mit. Damit setze man den Test verschiedener Techniken im Bereich der E-Mobilität fort.

„Contargo plant die komplette Abkehr von der Nutzung kohlenstoffhaltiger Energieträger bis 2050. Auf welchem Weg wir die Dekarbonisierung erreichen können, ist noch nicht klar. Im Augenblick richten wir unser Hauptaugenmerk auf die E-Mobilität. Darum testen wir hier in Neuss ab sofort eine Schnellladestation für unsere zwei vollelektrischen 44-Tonner", skizziert Volker Boveland, Geschäftsführer Contargo Neuss.

Contargo Neuss nutzt am Terminal in Neuss zwei 550 kW / 748 PS starke Sattelzugmaschinen vom Typ EF18 SZM. Die Fahrzeuge, die der schweizer Umrüster E-Force One baut, eignen sich für den Containertransport im Nahverkehr. Die beiden baugleichen Fahrzeuge haben eine Batterie mit einer Kapazität von 340 Kwh. Damit soll eine Reichweite von mindestens 200 Kilometern möglich sein. Als Höchstgeschwindigkeit gibt Contargo 87 km/h an.

Die Batterien werden mit der neuen 150kW starken Ladesäule mit bis zu 800 Volt Gleichstrom geladen. Mit dieser Ladetechnik brauche, so die Mitteilung, der komplette Ladevorgang nur etwa zweieinhalb Stunden.

„Unsere Kollegen am Duisburg Intermodal Terminal testen seit Mai 2019 zwei E-Lkw eines anderen Herstellers, die über Nacht mit kleinen mobilen Ladesäulen (25 kW) geladen werden“, ergänzt Kristin Kahl, Sustainable Solutions.

So sei es möglich, die verschiedenen Technologien kennenzulernen und zu vergleichen.Damit finde man die passendste Lösung für Contargo und trage gleichzeitig zur Weiterentwicklung dieser Technologien bei. Seit Contargo im Januar 2020 an allen deutschen Terminals auf Ökostrom umgestiegen ist, sind die Emissionen der E-Lkw noch weiter gesunken. Neben E-Lkw erprobt Contargo als Testpartner auch einen Oberleitungs-Hybrid-Lkw in Hessen.

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