Corona-Hilfe: Same-Day-Lieferungen für geschlossene Läden

Die Serviceplattform Liefery bietet einen neuen „Ship-from-Store“-Service an und bringt Bestellungen vom Ladengeschäft direkt zum Kunden.

Liefery holt die Bestellungen bei den geschlossenen Läden ab und liefert noch am gleichen Tag an den Kunden. | Bild: Liefery
Liefery holt die Bestellungen bei den geschlossenen Läden ab und liefert noch am gleichen Tag an den Kunden. | Bild: Liefery
Tobias Schweikl

Betreiber von Ladengeschäften, die infolge der Corona-Krise schließen mussten, können die Folgen eventuell mit dem neuen „Ship-from-Store“-Service von Liefery abfedern. Die Lieferplattform könne die Läden in ihre Logistik einbinden und Kunden direkt vom Geschäft aus noch am selben Tag beliefern, heißt es bei Liefery. Dabei werde Ware zu einer bestimmten Zeit im Geschäft abgeholt und noch am selben Tag innerhalb einer Stadt an den Endkunden zugestellt – oder am nächsten Tag in allen deutschen Ballungsgebieten.

Für den stationären Handel sei „Ship-from-Store“ eine Chance, ihre Infrastruktur und die damit verbundenen Fixkosten zu ihrem Vorteil einzusetzen. Mitarbeiter, die sonst wenig zu tun hätten, können sich um die Kommissionierung und den Versand der Ware vom Laden aus kümmern. Ein Zusteller von Liefery kommt täglich oder in Intervallen zu einer bestimmten Zeit im Ladengeschäft vorbei, holt alle auszuliefernden Waren ab, und speist diese unmittelbar in das eigene Logistik-Netzwerk ein, um eine Auslieferung am selben Tag zu gewährleisten.

Bestellungen müssen für den Service nicht aus einem Online-Shop eingehen. Auch wenn der Kunde per E-Mail oder Telefon bestellt, kann der Händler die Auslieferung im Buchungsportal von Liefery beauftragen.

Anbindung ohne IT-Infrastruktur

Dank der Software von Liefery seien weder im Online-Shop noch in der IT-Infrastruktur des Shop-Betreibers Anpassungen nötig. Der Auftragseingang erfolgt über das Online-Buchungsportal von Liefery: Hier werden die Auslieferungen direkt durch das Personal des Händlers erfasst. Ist die Ware abgeholt, werden die Sendungen in einem Liefery-Depot sortiert und auf die Lieferfahrzeuge verladen. Dies alles geschieht ohne Anpassungen beim Händler.

Die taggleiche Lieferung für Händler aller Branchen ist das Kerngeschäft von Liefery. Zu den Kunden zählen laut Unternehmensangabe REWE, HelloFresh, ASOS, H&M, Nike, Nespresso, Shop-Apotheke, Würth, Notebooksbilliger, Marley Spoon, real.digital, getnow und 1&1. Die Mehrheit an Liefery hält seit März 2017 die Otto Group.

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