Corona-Krise: DHL liefert kostenlos Desinfektionsmittel an Apotheken

Krankenhausapotheken werden mit 14 Tonnen Glycerin und 35.000 Liter Wasserstoffperoxid für die Herstellung von Desinfektionsmitteln versorgt. Bestände durch erhöhten Bedard rapide geschrumpft.

Nachschub in Sicht: DHL Express beliefert die Krankenhausapotheken mit Grundsubstanzen zur Produktion von Desinfektionsmitteln. | Foto: DHL
Nachschub in Sicht: DHL Express beliefert die Krankenhausapotheken mit Grundsubstanzen zur Produktion von Desinfektionsmitteln. | Foto: DHL
Johannes Reichel

Der Logistikdienstleister DHL Express Deutschland hat seine Unterstützung für den Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker e.V. (ADKA) bei den Maßnahmen im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Corona Virus bekanntgegeben. In dem Rahmen transportiert das Deutsche-Post-Unternehmen insgesamt 14 Tonnen Glycerin und 35.000 Liter Wasserstoffperoxid für die Herstellung von Desinfektionsmitteln an 340 Krankenhausapotheken bundesweit und ohne Entgelt.

"Durch das neuartige SARS-CoV-2 stehen wir auch in Deutschland vor einer nie dagewesenen Herausforderung, die wir nur mit gemeinsamen Anstrengungen meistern können", meint DHL Express Deutschlandchef Markus Reckling.

Dem Aufruf des Bundesministeriums für Gesundheit nach Unterstützung durch die Industrie sind in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker e.V. neben DHL Express weitere Unternehmen wie beispielsweise Shell Deutschland, Evonik, Olin und Dow gefolgt, die die Grundsubstanzen für Desinfektionsmittel zur Verfügung stellen bzw. die Kommissionierung übernehmen.

"Die bestehenden Lieferengpässe werden mit dieser Grundversorgung für dt. Krankenhäuser deutlich entschärft", erklärte Professor Dr. Frank Dörje, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker e.V. (ADKA).

Er lobte zugleich den an der Notfall-Bevorratungsaktion beteiligten Firmen für die in dieser Ausnahmezeit gezeigte Solidarität und das Höchstmaß an praktizierter ergebnisorientierter Zusammenarbeit.

Drastisch erhöhter Bedarf an Desinfektion

Hände-Desinfektionsmittel seien in Krankenhäusern zur zwingend notwendigen Einhaltung der Handhygiene von essentieller Bedeutung, skizziert der Logistiker weiter. Der erhöhte Bedarf aufgrund der schnellen pandemischen Verbreitung des Virus und der erhöhten Hygieneanforderungen habe die Bestände jedoch rapide reduziert. Zur Vermeidung eines weiteren Anstiegs der Infektionen und zum umfassenden Schutz der Patienten und des Personals müssten die Krankenhäuser daher unbedingt mit weiteren Hände-Desinfektionsmitteln ausgestattet werden. Nach dem Transport der einzelnen Bestandteile des Logistikers in die Krankenhausapotheken werde dann die jeweils bestellte Menge des Hände-Desinfektionsmittels unter Zugabe von Ethanol von den Krankenhausapotheken vor Ort hergestellt und den Krankenhäusern zur Verfügung gestellt.

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