Corona-Krise: „Logistik hilft“ vermittelt Kapazitäten

Das Fraunhofer IML startet eine Internetplattform als Pinnwand zur Aufrechterhaltung der Logistikketten. Vermittlung von Mitarbeitern, Fahrzeugen und Lagerflächen.

Die Plattform "Logistik hilft" vermittelt Mitarbeiter, Fahrzeuge und Lagerflächen. | Bild: Fraunhofer IML
Die Plattform "Logistik hilft" vermittelt Mitarbeiter, Fahrzeuge und Lagerflächen. | Bild: Fraunhofer IML
Tobias Schweikl

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML hat die Pinnwand www.logistik-hilft.de ins Leben gerufen. Firmen, die Mitarbeiter, Lagerfläche oder andere Assets benötigen oder verfügbar haben, sollen dort unkompliziert und kostenlos zusammenkommen. Auch Privatpersonen können Hilfe anbieten.

„Gerade jetzt ist die Logistik gefragt, damit Menschen versorgt werden und systemrelevante Aufgaben weiterhin ausgeführt werden können. Dafür gilt es, Waren und Ressourcen so effizient wie möglich auszutauschen und einzusetzen – die Kernkompetenz unserer Branche. Wenn wir in der Logistik eines können, dann flexibel auf Unerwartetes reagieren. Das Fraunhofer IML will mit seinem Netzwerk einen Beitrag dazu leisten, die verfügbaren Kapazitäten dort zusammenzubringen, wo sie dringend benötigt werden. Lassen Sie uns gemeinsam helfen, um zu helfen“, appellieren Prof. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML und Detlef Spee, Abteilungsleiter Intralogistik und -IT Planung am Fraunhofer IML, der mit seinem Team die Pinnwand ins Leben gerufen hat.

Unternehmen geben auf der Pinnwand beispielsweise an, in welchem Zeitraum sie Fahrzeuge wie Stapler oder Lkw, Lager- und Bearbeitungsfläche sowie Transportkapazitäten benötigen. Außerdem finden sie passende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, indem sie die Einsatzgebiete, verfügbaren Wochenstunden oder Qualifikationen wie Führerschein, Sprach- und PC-Kenntnisse auswählen. Privatpersonen oder Unternehmen mit freien Kapazitäten bieten diese wiederum auf der Seite an und können so von Firmen oder Mitmenschen gefunden werden.

Eine Deutschlandkarte auf der Pinnwand gibt einen Überblick darüber, wo sich die Inserenten befinden. Außerdem kann direkt Kontakt zu den Betrieben und Personen aufgenommen werden. Alle weiteren Vereinbarungen werden dann zwischen den Inserenten getroffen.

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