Corona-Krise: Transportverbände treten Handelsportal für Logistikkapazitäten bei

Die Verbände BGL, AMÖ, BIEK, BWVL und DSLV werden Teil des Portals „Gemeinsam Handeln“ des Handelsinstituts EHI und Handelsverbands Deutschland (HDE) e.V.. Ziel: Logistikkapazitäten vermitteln.

Logistiker können freie Kapazitäten bei Fahrzeugen, Lagerflächen und beim Personal ab sofort auf der neuen Plattform „Gemeinsam Handeln“ zur Verfügung stellen. | Foto: Pixabay
Logistiker können freie Kapazitäten bei Fahrzeugen, Lagerflächen und beim Personal ab sofort auf der neuen Plattform „Gemeinsam Handeln“ zur Verfügung stellen. | Foto: Pixabay
Johannes Reichel
(erschienen bei Transport von Daniela Kohnen)

Um die Funktionsfähigkeit der Lieferketten auch weiterhin flächendeckend zu ermöglichen, haben die Logistikverbände AMÖ, BGL, BIEK, BWVL und DSLV eine Zusammenarbeit mit dem Handelsinstitut EHI und dem Handelsverband Deutschland (HDE) e.V. vereinbart und sind dem neuen Webportal „Gemeinsam Handeln“ beigetreten. Damit haben sie den Transport- und Logistikbereich an die neue Plattform angebunden, die die beiden Handelsorganisationen am vergangenen Donnerstag gestartet hatten.

Ursprünglich für die Marktpersonalsuche von Handelsunternehmen vorgesehen, ist das Portal nun um die Suche nach Logistikkapazitäten erweitert worden. Handelsunternehmen, die aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie kurzfristig und zeitlich begrenzt Kapazitäten suchen, werden mit Logistikunternehmen vernetzt, die freie Fahrzeuge, Lagerflächen und verfügbares Logistikpersonal haben. Entscheidend sei laut BGL dabei, dass das Webportal ausdrücklich keine bereits bestehenden Plattformen zur Personalakquise ersetzen solle. Es sei als Tool auf die schnelle und unkomplizierte gegenseitige Hilfe während der Corona-Krise beschränkt und neutral.

Um an der neuen Plattform teilzunehmen, müssten sich interessierte Logistikunternehmen lediglich an ihre jeweiligen Branchenverbände wenden. Die Logistikverbände wollen so den mit Bundesverkehrsminister Scheuer vor kurzem geschlossenen „Gütertransportpakt für Deutschland“ mit Leben füllen. Vor dem Hintergrund struktureller Ungleichgewichte in einzelnen Transportsegmenten wie beispielsweise den Überkapazitäten in der Automobillogistik und überproportionaler Bedarf im Lebensmittelbereich sei es dringend nötig, die jeweiligen Transportangebote und -nachfragen zu „matchen“, so der BGL.

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