Corona-Krise: VDIK und ZDK begrüßen Wiederöffnung des Handels

Importeursverband sieht Entscheidung, Händlern die Wiederöffnung der Shops unabhängig von der Größe zu erlauben, "richtig und verantwortbar". Einhaltung der Schutzmaßnahmen versprochen.

Auch digital nicht voll zu ersetzten: Der Besuch im Autohaus - hier der Neubau der Wandscher-Gruppe Oldenburg - lässt sich nicht nur virtuell vollziehen. | Foto: FCA
Auch digital nicht voll zu ersetzten: Der Besuch im Autohaus - hier der Neubau der Wandscher-Gruppe Oldenburg - lässt sich nicht nur virtuell vollziehen. | Foto: FCA
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) hat die von der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten vereinbarte Wiederöffnung des Autohandels begrüßt. Nach dem Beschluss können Kfz-Händler unabhängig von der Größe der Verkaufsfläche wieder öffnen. Auch der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) zeigte sich erfreut über die Wiederöffnung:

„Das ist ein wichtiges Signal an die Autohäuser, die nun endlich wieder in das stationäre Geschäft mit den Endkunden einsteigen können“, so ZDK-Präsident Jürgen Karpinski.

So lasse sich zumindest noch ein Teil des weitgehend verloren gegangenen und besonders wichtigen Frühjahrsgeschäfts retten, hofft Karpinski. Es gehe aber vor allem darum, die immer bedrohlicher werdende Situation im Autohandel zu entschärfen und das Insolvenzrisiko insbesondere von zahlreichen kleinen und mittelständischen Betrieben zu minimieren. 

Genug Abstand für Einhaltung der Hygieneregeln

Der Importeursverband VDIK hatte sich bereits in der vergangenen Woche zusammen mit VDA, ZDK und IG Metall dafür eingesetzt, den stationären Verkauf von Kraftfahrzeugen an Endkunden nach dem Treffen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten wieder zu erlauben. Im Automobilhandel seien die Verhältnisse von vergleichsweise großen Flächen und einer geringen Zahl gleichzeitig anwesender Kunden geprägt, so die Argumentation, der die Politik offenbar nun folgte. Die Mindestabstände zwischen einzelnen Personen von 1,5 bis 2 Metern ließen sich so wahren, hieß es weiter. Warteschlangen an der Kasse, Gedränge an Regalen, das Wechseln von Einkaufswagen von Kunde zu Kunde sowie der ständige Austausch von Ware gegen Bargeld im persönlichen Kontakt kämen im Automobilhandel nicht vor.

„Die Entscheidung zur Wiederöffnung des Kfz-Handels ist richtig und verantwortbar. So kann zügig zur Erhaltung von Arbeitsplätzen und Betrieben in der Autobranche beigetragen werden“, begrüßte VDIK-Präsident Reinhard Zirpel die Entscheidung.

Die VDIK-Mitgliedsunternehmen und deren Händler würden sich "vollumfänglich" für die Einhaltung der vorgegebenen Maßnahmen zum Gesundheitsschutz einsetzen, versprach Zirpel.

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