Corona-Pandemie: Notfall-Lieferkette für N95/FFP2-Masken

Der Logistikdienstleister DB Schenker transportiert 100.000 vom Modehändler H&M gespendete Atemmasken von China via Frankfurt in besonders stark betroffene Regionen in Spanien und Italien.

50.000 von H&M beschaffte N95/FFP2-Masken wurden von DB Schenker den spanischen Behörden übergeben. | Bild: DB Schenker
50.000 von H&M beschaffte N95/FFP2-Masken wurden von DB Schenker den spanischen Behörden übergeben. | Bild: DB Schenker
Tobias Schweikl

Der Logistikdienstleister DB Schenker organisiert derzeit den Transport von Spendengütern der H&M Group. Das globale Mode- und Designunternehmen nutzt seine Lieferketten in Asien, um 100.000 Gesichtsmasken zu beschaffen und sie in den Bemühungen gegen den Coronavirus zu spenden. 50.000 Masken werden den spanischen Behörden übergeben, um medizinische Einrichtungen in der Region von Madrid zu unterstützten. Weitere 50.000 Masken gehen an die italienischen Behörden zur Verwendung in Krankenhäusern und zu weiteren Zwecken im Gesundheitswesen.

„Wir freuen uns, den Transport der gespendeten Gesichtsmasken der H&M Group durchzuführen. Trotz herausfordernder Zeiten und begrenzter Luftfrachtkapazitäten waren wir dank unseres eigenen Netzwerks in der Lage, die Lieferungen mit kurzer Vorlaufzeit umzusetzen. Derzeit transportieren wir große Mengen medizinischer Ausrüstung zu vielen Orten in der Welt. Logistik hält die die medizinischen Lieferketten am Laufen“, so Thorsten Meincke, Vorstand Luft- und Seefracht von DB Schenker.

Die Gesichtsmasken vom Typ N95/FFP2 wurden in China produziert. Angesichts reduzierter Frachtkapazitäten auf Passagierflügen war es laut DB Schenker nicht möglich, die Hilfsgüter direkt an ihre Zieldestinationen zu fliegen. Stattdessen wurden die Masken auf Vollcharter-Flügen von DB Schenker mitgenommen.

Die Masken für Spanien sind vom Shanghai Pudong Airport aus gestartet und haben den Frankfurter Flughafen in Deutschland nach einem Crew-Wechsel in Doha erreicht. Ab Frankfurt wurde die Spende via Lkw nach Madrid gebracht und am Ostermontag an den behördlichen Bevölkerungsschutz übergeben.

Die Masken für Italien wurden auf einem Nonstop-Flug ebenfalls zunächst von Schanghai nach Frankfurt befördert. Sie werden nun via Lkw nach Rom gebracht und dem italienischen Amt für Bevölkerungsschutz zur Verfügung gestellt.

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