Cure: Apotheken-Dienst liefert schnell und per E-Bike

Ein Lieferdienst für Apotheken, der nachhaltig und schnell zustellt: Ein Jungunternehmen startet in Berlin, will aber rasch expandieren. Man verspricht auch gute Arbeitsbedingungen und hochwertige Zustell-Bikes.

Die Brücke von der Apotheke zum Kunden wollen die Gründer des Pharma-Lieferdienstes Cure bauen. Für zügige Lieferung setzt man auf E-Bikes und E-Mofas. | Foto: Cure
Die Brücke von der Apotheke zum Kunden wollen die Gründer des Pharma-Lieferdienstes Cure bauen. Für zügige Lieferung setzt man auf E-Bikes und E-Mofas. | Foto: Cure
Johannes Reichel

In Berlin ist jetzt der neue Pharma-Lieferdienst CURE gestartet, der über 3.000 rezeptfreie Medizinprodukte zwischen Apotheken und Kunden transportiert. Die Bestellung wird dabei per App aufgegeben, von einer Partner-Apotheke bearbeitet und anschließend vom Lieferdienst abgeholt und innerhalb von einer halben Stunde zur Haustür gebracht. In den nächsten Wochen will das Start-up seinen Dienst auch in weiteren deutschen Städten anbieten. Sobald das E-Rezept in Deutschland einsatzfähig ist, werde man zudem rezeptpflichtige Bestellungen liefern können, kündigte man weiter an. 

„Mit CURE wollen wir Mehrwert für alle Beteiligten schaffen. Wir wollen Gesundheit nach Hause bringen, als starker Partner für den lokalen Apothekenhandel auftreten und für unsere Rider ein fairer Arbeitgeber sein, der seine Mitarbeiter*innen in den Vordergrund stellt. Genau das fehlt auf dem deutschen Markt aktuell im Bereich Quick-Commerce.“, glaubt Ali El-Ali, Gründer und Inhaber der CURE Group.

Ziel sei es, die Healthcare-Infrastruktur mit dem stationären Einzelhandel durch ein digitales Angebot zu verbinden und dadurch für alle Beteiligten zu verbessern. Das Unternehmen sieht sich selbst als Lieferdienst für Apotheken. Niemand, der krank ist, solle sich und andere gefährden, um Medikamente zu erhalten, skizzieren die Gründer die Idee. Gleichzeitig arbeiteten stationärer Einzelhandel und Lieferdienste dabei Hand in Hand. Man wolle bewusst kein Apotheken-Online-Handel sein, sondern als Lieferdienst das verbindende Element zwischen der Apotheke vor Ort und den Menschen darstellen, skizzieren die Unternehmer weiter.

Versprechen: Gute Arbeitsbedingungen auch im Quick-Commerce

Sie versprechen darüber hinaus gute Arbeitsbedingungen und Bezahlung. Die sogenannten Rider seien angestellt und keine schnell ersetzbaren Billiglohnkräfte, beteuert man, ebenso wie die Einhaltung von Pausenzeiten und die Verpflegung in den "Hubs". Zudem will man funktionstüchtige und gewartete E-Bikes und E-Mofas für die Lieferung zur Verfügung stellen.

„Wir können als Player im Healthcare-Markt nur authentisch sein, wenn wir die Gesundheit, die wir liefern, nicht auf Kosten unserer Angestellten verkaufen. Genau das hebt uns von vielen anderen Akteuren im Quick-Commerce ab“, versichert Mitgründer Manuel Aberle.

Nach der Bestellung über die eigene App wird der Einkauf in der Apotheke durch Fachpersonal geprüft und überwacht, skizziert der Anbieter das weitere Prozedere. Ein Rider sammelt die Bestellung ein und bringt sie dann binnen 30 Minuten per Fahrrad an die Haustür. Für die Kund*innen sollen keine zusätzlichen Lieferkosten anfallen. Man trete nicht als Konkurrenz auf, sondern erweitere als Lieferdienst das Einzugsgebiet des stationären Apothekenhandels, betont der Anbieter weiter. Den Bestandskund*innen könne so ein neuer für sie kostenloser Service angeboten werden.

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