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Dachser wächst und baut Cargobike-Netzwerk auf

Logistiker vermeldet weiteres Wachstum um 5,5 Prozent, erzielt neue Höchstwerte bei Sendungen und Tonnage und kündigt den Aufbau eines City-Logistik-Netzwerks mit Cargobikes an.

Guter Rad: Auch in Köln setzt Dachser seit kurzem auf die Kombination aus E-Cargobike und Mikrodepot, wahlweise auch vorgeschaltetem E-Truck. | Foto: Dachser
Guter Rad: Auch in Köln setzt Dachser seit kurzem auf die Kombination aus E-Cargobike und Mikrodepot, wahlweise auch vorgeschaltetem E-Truck. | Foto: Dachser
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Redaktion (allg.)

Das Allgäuer Logistikunternehmen Dachser SE hat auf seiner Jahrespressekonferenz in München die Geschäftszahlen 2018 bekannt gegeben. Demnach steigerte das Kemptener Familienunternehmen seinen konsolidierten Nettoumsatz (ohne Zölle und Einfuhrumsatzsteuern) 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Prozent von 5,28 Milliarden Euro auf insgesamt 5,57 Milliarden Euro. Dabei erhöhte sich die Zahl der Sendungen um 2,5 Prozent auf 83,7 Millionen, das Gewicht stieg um 3,0 Prozent auf 41,3 Millionen Tonnen.

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Darüber hinaus kündigte der Logistikkonzern in München den Aufbau eines Netzes von emissionsfreien City-Distributionsdiensten an, der ausgehend von einem Modellprojekt in Stuttgart bereits in etwa 20 Städten im Gange ist. Das Rückrat dafür bilden elektrisch angetriebene Lkw sowie elektrisch unterstützte Lastenräder, die mit stadtnahen Mikrodepots kombiniert werden. Neben Stuttgart sind Projekte in Köln, Freiburg, Paris und Kopenhagen weit gediehen, wie die DPA berichtet. Nach Ansicht von Dachser-CEO Bernhard Simon dürfte sich aber das Angebot an Elektro-Lkw noch weiter verbessern, womit er für die nächsten Jahre rechnet. Für schwere Lkw im Fernverkehr hält er allerdings die Brennstoffzellentechnologie für zielführender, wobei einstweilen der Diesel gesetzt bleibt. 

„Neben unserer eigenen Leistungsfähigkeit, vor allem bei den grenzüberschreitenden europäischen Transporten, förderte die insgesamt noch gute Konjunkturlage in unseren Kernmärkten die positive Entwicklung", erklärte Simon zu den allgemeinen Zahlen.

Dachser SE sei im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut substanziell gewachsen. Simon: „Bei Umsatz, Sendungen und Tonnage erreichten wir jeweils historische Höchstwerte für unser Unternehmen.“ Das Geschäftsfeld Road Logistics, in dem Dachser den Transport und die Lagerung von Industriegütern (European Logistics) und Lebensmitteln (Food Logistics) zusammenfasst, erhöhte sich laut Unternehmensangaben 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,6 Prozent auf einen Nettoumsatz von 4,47 Milliarden Euro (2017: 4,19 Milliarden Euro). Simon:

„Road wächst dabei mit dem anhaltenden Schwerpunkt auf margenstarke, länderübergreifende Verkehre. Unser flächendeckendes Road-Netzwerk erwies sich erneut als kraftvolles Rückgrat.“

Den stärksten Zuwachs im Geschäftsfeld Road Logistics verzeichnete 2018 der Bereich European Logistics mit einer Steigerung von 7,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und einem Netto-Umsatz von 3,55 Milliarden Euro (2017: 3,31 Milliarden Euro). Die Sendungszahlen und die Tonnage erhöhten sich dem Unternehmen zufolge jeweils um 3,1 Prozent gegenüber 2017. Simon:

„Das Deutschlandgeschäft präsentierte sich hier stark und lag noch über dem schon sehr guten Vorjahr. Insbesondere die Binnennachfrage in Deutschland zog im abgelaufenen Jahr deutlich an. Dazu kam die traditionelle Stärke im Exportgeschäft.“

Das Lebensmittelgeschäft erwirtschaftete einen Nettoumsatz von 917 Millionen Euro. Das ist eine Steigerung um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 871 Millionen Euro. Laut Simon zahle sich die „konsequent verfolgte Qualitätsstrategie“ aus:

„Dachser Food Logistics entwickelt sich nun schon seit vielen Jahren positiv und generiert Wachstum mit nationalen Transporten und Kontraktlogistik. Dazu kommen erfreuliche Steigerungsraten bei den grenzüberschreitenden Verkehren.“

Das Geschäftsfeld Luft- und Seefracht (Air & Sea Logistics) zeigte sich nach Angaben des Logistikdienstleisters erneut volatil. So sorgten Wechselkurseffekte, sinkende Frachtraten und ein geringeres Aufkommen auf der Route China-Europa für einen Nettoumsatzrückgang von minus 0,4 Prozent von 1,19 Milliarden Euro auf 1,185 Milliarden Euro. Einer um 2,9 Prozent geringeren Sendungszahl stand ein Tonnagewachstum von 6,6 Prozent gegenüber, das vor allem auf die Seefracht entfällt. 2017 hatte das Logistikunternehmen bei hohen Frachtraten laut Simon noch eine Umsatzsteigerung von 17,5 Prozent verzeichnet. Simon:

„Neben sinkenden Frachtraten schlugen 2018 auch Sondereffekte auf den Umsatz durch.“

Für dieses Jahr geht man laut Unternehmensangaben von einer „weiterhin robusten Umsatzsteigerung im Rahmen des Vorjahres“ aus. (Daniela Kohnen/Johannes Reichel)

 

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